Zitat von Nalf: Dass ein Partner verlässlich sein muss, ist die Grundbedingung. An der dann auch viele Beziehungen / Ehe scheitern.
Der erste Punkt sollte/könnte als allgemeiner Konsens durchgehen. Aber was meinst du mit dem zweiten....ändert sich der/die Partner/in oder wurde die falsche Wahl getroffen?
Zitat von Nalf: Wenn Du eine männliche Rolle gemeint hast, fallen eine Menge Standards weg, auf die Du dann freiwillig verzichtest.
Was ist denn eine männliche Rolle? Und welche Standards fallen weg?
Zitat von Nalf: Imho läuft es genau anders herum: Die Frau kommt als 3-dimensionales Wesen mit Millionen von Möglichkeiten in eine Beziehung und wird sehr häufig vom Partner reduziert. Kann man Kompromiss nennen. Oder Selbstverzwergung, um Passung herzustellen.
Plastisch meine ich dass die Mehrheit der Männer nicht durch die Karriere der Frau erforderliche Ortswechsel mitmachen. Also wird die Karriereauswahl durch die Beziehung limitiert. Oder dass durch die emotionale Arbeit für den Mann und an der Beziehung die Kapazitäten für eigene Selbstregulierung und mentale Stärkung beshränkt werden. Viele Männer können nicht gut aushalten, wenn eine Frau sehr glücklich oder sehr traurig ist. Das beschränkt die emotionale Bandbreite bzw. das, was man von dieser zeigen kann. Viele Männer reagieren ablehnend bis abwertend auf neue Interessen, neue Freundeskreise, eine sich neu findende Partnerin. Also ist auch die Weiterentwicklung beschränkt.
Der "bessere" Mann ist der, bei dem sich mehr Facetten der 3-D-Persönlichkeit ausleben lassen und der durch sein Festhalten an Gewohntem die Millionen Möglichkeiten nicht auf eine Handvoll beschränkt.
Sehr schön....also ich formuliere das mal so wie ich es jetzt verstanden haben. Die Frau kommt mit zahlreichen Möglichkeiten in eine Beziehung (freiwillig?!) und dann ist es der Mann der sie einschränkt, beschränkt, mit Emotionen nicht zurechtkommt was die Dame weiter in ihren Möglichkeiten begrenzt. So richtig zusammen gefasst?
Zitat von Nalf: Und da spielen dann Gehalt, Bildung und Souveränität rein. Männer mit hohem Gehalt, höher Bildung und festem eigenen Kern werden durch eine Vielzahl von Facetten, Talenten, Plänen, Interessen und Freunden nicht ängstlich. Männer mit weniger Ressourcen reagieren wesentlich nervöser und ablehnender auf Änderungen.
Auch wenn in Teilen nachvollziehbar finde ich machst du es dir hier echt einfach. Und nebenbei werden Menschen dann auch noch in sowas wie besser/schlechter eingeteilt. Nach Einkommen, Bildung und damit indirekt auch soz. Stand.
Ist derartiges nicht einer der Punkte der immer wieder angeprangert wird wenn es mit Frauen geschieht?
Zitat von Nalf: Das schreibst Du in vielen Threads?
Mal angenommen, in 30% der Threads ist der Mann das Problem und in 30% die Frau und in 40% beide oder keiner. Warum reagierst Du dann stets auf die Threads, in denen ein Mann (auch) das Problem sein könnte?
Da sind wir wieder beim Grill: Wenn der Mann sich den Schuh anziehen kann, hat das doch etwas Gutes, weil er aktiv etwas verändern kann. Und wenn der Schuh nicht passt und man mit sich im Reinen ist, lässt man den Schuh doch stehen.
Zunächst einmal war das eine Frage an Blind-Meg. Fragen dienen ja dazu um Aussagen zu hinterfragen und zu vermeiden sie falsch zu verstehen. Denn der Punkt um den es sich dreht war eher allgemein und nicht geschlechterspezifisch.
Auf was ich reagiere entscheide noch immer ich. Du erscheinst ja auch vorrangig dann auf der Bildfläche wenn es darum geht Rechte/Interessen von Frauen zu vertreten.
Nur das es bei dir häufig eben nicht so ist das der Mann das Problem sein könnte....sondern erst einmal ist. Bis das Gegenteil zumindest hinreichend bewiesen wurde.
Zitat von Nalf: Natürlich ist es für Dich schwer vorstellbar, weil Dein Privileg Dich vor diesen Erfahrungen schützt. Das ist gemeint mit "lebensfeindlicherer Welt". Denn gemeint war nicht häusliche Gewalt, sondern Straßengewalt, die mir widerfahren ist, WEIL und WENN ich den Mund aufgemacht und Stärke bewiesen und Autorität ausgestrahlt habe.
Irgendwie scheint es hier zumindest ein Missverständnis zu geben....es ging um das Beispiel das eine "Karrierefrau"/"Boss-Lady" (finde die Begriffe merkwürdig) zitternd mit Pfefferspray in der Hand an der Haustür steht. Wenn ich es nicht falsch verstanden habe nicht drin sondern draußen. Daher ging ich davon aus das "die Gefahr" in dem Beispiel im Haus auf sie lauert und nicht draußen. Um draußen ging es gar nicht.
Uuuund ich sagte eigentlich auch, meiner Ansicht nach recht unmissverständlich, das ich das meiner Ansicht nach nicht geschlechtsspezifisch ist.
Zitat von Nalf: Wie häufig werden den Männer mit einer Meinung in der Öffentlichkeit von 40jährigen Frauen verprügelt?
Und wenn hier einer Schreiben würde das ihm das passiert ist würde er sich der Lächerlichkeit Preis geben. Denn die Stereotypen und Vorurteile die du einerseits (teils auch zurecht) kritisierst nutzt du ja selbst. Nur eben umgekehrt.
Zitat von Nalf: Und ja, ich war alle 3 Mal selbst schuld.
Echt? Siehst du das so? Ich könnte mir vorstellen das die Herren die dich tätlich angegriffen haben, was...wie ich ja explizit betonen muss damit mir nicht wieder irgendwas unterstellt wird, zu verurteilen ist, sich den aus "ihrer Sicht leichteren Gegner" ausgesucht haben. Das kann natürlich in deren eigenen Vorurteil oder Betrachtungsweise liegen das sie denken das Frauen ihnen physisch unterlegen sind. Wenn ich, rein theoretisch, den Drang hätte meinen Unmut durch Gewalt gegen jemanden zum Ausdruck zu bringen würde ich eher auf jemanden losgehen wo ich davon ausgehe das ich ihm körperlich überlegen bin. Pech wenn man dann an eine Person gerät (egal ob m oder w) die Kampfsport betreibt oder sowas.
Zitat von Nalf: Also wundere ich mich nicht, dass Du, Balu, Dir nur sehr schwer vorstellen kannst, wie man stark und Opfer sein kann.
Meiner Ansicht nach hast du da etwas falsch verstanden. Der Vergleich "Opfer von Gewalt" und "Charakterliche Stärke/Durchsetzungsfähigkeit" hingt.
Zitat von Blind-Meg: Das fand ich spannend und habe mal angefangen zu beobachten: alleine heute auf dem Weg zur Arbeit hatte ich 2 einschlägige Situationen:
Was macht die Situationen so einschlägig? Und was soll das den anderen hier jetzt sagen?
Gestern mit meiner Kleinen beim Zahnarzt. Sie wird gefragt in welche Klasse sie geht -> 1. Und dann was für Buchstaben sie schon gelernt hat. -> M,A und O (über das Lerntempo brauchen wir hier nicht diskutieren, ich mach den Lehrplan ja nicht).
Antwort der Zahnärztin: "Na da kannst du ja schon die wichtigsten Menschen schreiben, Mama und Oma."