Razor_cgn
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Zitat von Nalf:Dann lies es doch selbständig nach, wenn Du es von mir nicht annehmen kannst. Google "Patriarchy Chicken" und dann komm wieder und wir diskutieren über Fakten und nicht über vermutete Angewohnheiten. Ich persönlich habe die Angewohnheit, mich zu informieren und eine Behauptung zu veri- bzw. ...
Ich habe mir den Spaß mal gegeben und das ganze Experiment ist wissenschaftlich "Blödsinn", weil es von den falschen Annahmen ausgeht. Das Grundprinzip was dahinter steht, ist das gleiche wie bei der Mutprobe "Schisshase". Es hat NULL mit Geschlechtern zu tun, sondern mit Instinkt. Das kannst du auch wunderbar an menschlichem Verhalten ablesen, denn es werden immer folgende Verhaltensweisen ergeben:
Mann (1,70m) vs Johnny Kante (2,00m) = Mann weicht aus (kein Mensch rennt gegen ne Schrankwand freiwillig)
Mann (1,80m, bedrohlich präsent) vs Mann (1,80m, Buchhalter) = Buchhalter weicht aus
Frau (1,80m, trainiert) vs Mann (1,75m, Buchhalter) = Buchhalter weicht aus
Pärchen (die wie eine Einheit wirken) vs Fußgänger (egal welchen Geschlechts) = weichen immer aus
Begegnet man Personen, die eine gewissen Präsenz und Energie ausstrahlen (gefährlich und/oder dominant wirken), machen andere Personen, deren Unterbewusstsein automatisch Dominanz ließt, immer Platz. Das ist reine Biochemie und Primateninstinkt. Das limbische System ließt Dominanz und Zielstrebigkeit als Prioritätssignal und sendet entsprechende Signale. Das heißt, Menschen mit einer gewissen Ausstrahlung, bekommen automatisch Raum, sie brauchen den nicht einfordern. Kann man wunderbar messen über: Mikroexpressionen, Pupillenerweiterung, Bewegungsrhythmus.
Was da abläuft:
Amygdala = Sofortiger Scan auf Gefahren und Status: Wie bewegt sich die Person? Bedrohlich, selbstsicher oder neutral?
Superior Colliculus = erfasst Blickrichtung, Bewegungsrichtung und Distanz, entscheidet, ob man Tempo oder Kurs änderst.
Hypothalamus = regelt Mikrodosis Adrenalin oder Dopamin, also Stress oder Neugier.
Kleinhirn und Motorcortex = passen Gang, Haltung, Schulterachse automatisch an (Ausweichen oder Standhalten).
Spiegelneuronen = lesen Körperenergie, Muskeltonus, Atmung, das Unterbewusstsein fühlt Präsenz.
Insula = verarbeitet Körpergefühl: Kribbeln, Druck, Wärme, Anspannung, das Bauchgefühl entscheidet.
Präfrontaler Kortex (verzögert) = liefert erst danach den bewussten Gedanken: Die Person ist dominant (ausweichen), die Person ist nicht dominant (Weg weiter gehen), die Person ist potentiell gefährlich (Fluchtreflex).