Ich hatte hier noch etwas offen:
Wurstmopped hatte sich geärgert, dass ich in seinem Post einen rassistischen Subtext vermute. Ich hab mir überlegt, ob ich zu schnell war mit dieser Vermutung, und habe nachgefragt. Jetzt habe ich die Antwort und frage mich, warum er sich eigentlich geärgert hat? Und: schade, ich hatte Dich @Wurstmopped tatsächlich bisher so nicht gelesen, aber dann war meine Vermutung ja richtig.
Wen's interessiert, der Satz hieß : "In der Mehrheit der Fälle von Partnergewalt sind sowohl die Täter als auch die Opfer Deutsche." Dann ging's so weiter:
Zitat von Wurstmopped: Was nicht verwundert, da die Mehrheit der Männer in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
Interessant wäre das im Verhältnis zu betrachten.
Mich nervt so ein Geraune, weil ich vermute, dahinter steckt: Jaja, "deutsche Staatsangehörigkeit", aber wo kommen sie eigentlich "wirklich" her. Und schreibe:
Zitat von Unterwegs2023: Und da ist der rassistische Subtext nochmal, das Geraune vom Stadtbild.
Wurstmoped fühlt sich zu Unrecht angeprangert:
Zitat von Wurstmopped: ...ne is' klar , Augen zu und durch
Ich überlege: War ich zu schnell, aber welches Verhältnis meint er denn dann? Mehrheit ist doch Mehrheit (ich hab's nachgeschaut: 63,3 %)? Nach etwas Kreisen um Statistiken beantwortet er meine Frage mit diesem Post:
Zitat von Wurstmopped: Ein Beispiel (Link)
Darin ein Link zu einer Polizeimeldung zu S.ualverbrechen, wo nichtdeutsche Menschen überproportional Tatverdächtige sind.
Und ich liste das jetzt pingelig auf, weil ich es unter intelligenten Menschen, die ich hier im Forum vermute, so ermüdend finde, wenn so leicht durchschaubar Zusammenhänge konstruiert werden sollen, die genau das sind, was ich vermutet hatte: rassistisches Geraune.
Was soll das? Wurstmopped schreibt selbst:
Zitat von Wurstmopped: Gibt halt wenige Länder, mal abgesehen vom Wetter, wo es sich besser und sicherer leben lässt als in Deutschland.
Warum muss man bei den Zahlen zu Partnerschaftsgewalt, die Deutsche als Täter bestätigen, unterstellen, dass es wohl keine "echten" Deutschen sind, weil es andere Gewalttaten gibt, wo die Tatverdächtigen mehrheitlich nichtdeutsch sind? Schon mal über die Menge an Partnerschaftsverbrechen, die schiere riesige Anzahl nachgedacht? Was soll denn dieser Link? Rhetorische Frage, völlig klar, was der Link soll. Aber gut - warum dann die Empörung, dass ich rassistischen Subtext erkenne?
Es geht irgendwie immer um diese Empörung statt Akzeptanz, dass wirklich vielen, sehr vielen Frauen Schlimmes durch Männer passiert, und zwar mehrheitlich sogar deutsche Männer. Und einige Männer hier im Forum haben dann so einen Verteidigungsreflex ihresgleichen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Oder woher kommt der Reflex, quer durch die Brust ins Auge die Partnerschaftsgewalt der Deutschen auf andere Kulturen zu schieben, deren Verständnis von Geschlechtergerechtigkeit auch in meinen Augen oft Katastrophe ist, aber das ist eben ein anderes Thema?
Schade.
Ein Zitat der Bundesstiftung Gleichstellung:
"Anders als häufig vermutet, betrifft
Gewalt im Geschlechterverhältnis und Gewalt gegen Frauen alle sozialen und Bildungsgruppen; sie lässt sich auch nicht überwiegend auf „andere Kulturen“ beziehen (Schröttle/Ansorge 2008: 178). Besonders häufig betroffen sind Frauen, die in Kindheit und Jugend bereits Gewalt durch Eltern oder zwischen den Eltern erlebt haben (ebd.). Darüber hinaus stellt für Frauen die Trennungs- und Scheidungssituation, wenn sie sich von kontrollierenden und gewaltbereiten Partnern trennen, eine Hochrisikosituation dar (ebd.: 205)."
Ich bitte um Verständnis, dass ich faktenbasiert gern über Schwierigkeiten spreche, aber so ein Wegdrehen und nicht zum eigenen Weltbild stehen, brauche ich nicht.
P. S. Ich habe nicht alle Beiträge seit gestern gelesen und die von heute auch nicht, wie gesagt: bin raus, wer mich zitiert oder mir schreibt, dem antworte ich gern, aber ansonsten allen einen hübschen Tag mit leichtem Sinn
