Birkai
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Zitat von ElGatoRojo:Ja - ich meine, dass Frauen gleiche Rechte haben. Und nahezu gleiche Chancen. Was ist daran unklar? Dein eigener Text läßt doch den Zweifel zu und die schreckliche Vermutung: "Es könnte an der Frau selbst liegen, dass sie nicht erfolgreich ist."
Wir haben Gleichberechtigung. Zum Thema Gleichstellung gibt es aber noch Handlungsbedarf und vielfach wäre schon geholfen, wenn es erkannt würde.
Es wurden hierzu schon in einigen Threads Beispiele benannt wie das Gap im Bereich der Medizin. Es wurde zurecht darauf hingewiesen, dass dies auch Männer betrifft. Gerade bei psychischen Problemen sind Männer oft benachteiligt, was aber auch auf gesellschaftliche Denkstrukturen zurückzuführen ist.
In meinem Unternehmen habe ich z.B. mitbekommen, dass mit Vätern, die Elternzeit hälftig übernehmen wollen, häufig diskutiert wird. Dort diskutieren dann männliche Führungskräften mit männlichen Mitarbeitern. Bei unseren weiblichen Mitarbeitern ist mir das noch nie aufgefallen.
Die kleine Feinheiten im Alltag werden dann auch bewusster, wenn man selbst davon betroffen ist. Ich bin ein wenig aus Norm gefallen, was das "typisch weiblich" angeht und meine Tochter genauso. Mal Beispiel hierzu: Nach einer freundschaftlichen Rauferei auf dem Schulhof (2 Jungs, 1 Mädchen) waren wir die einzige Eltern, die zum Gespräch in die Schule geladen wurden. Für Mädchen gehärt sich so ein Verhalten nicht. Nach dem Satz hab ich das Gespräch abgebrochen und gesagt, dass ich gerne wiederkommen, wenn die Eltern aller beteiligten Kinder eingeladen werden.
Zitat von Rheinländer:Ist danach nie wieder passiert, er hat einfach niemandem mehr geholfen und das war dann seine gelebte Gleichstellung
An deinem Beispiel finde ich die Lösung spannend. Es gäbe ja noch den anderen Weg, allen Hilfe anzubieten. Dann kann jeder selbst entschieden, ob er sie in Anspruch nimmt.
Zitat von Rheinländer:Wir hatten im männlichen Kollegenkreis im Nachgang mal darüber nachgedacht, bei den Trainerinnen ebenso auf Gleichstellungsverfehlungen zu achten und diese dann auch zu melden. Haben wir nicht gemacht, weil es unsere Kolleginnen waren, aber ich denke da wären wir auch erfolgreich geworden.
Muss ja nicht im anschwärzen enden. Den Hinweis als solchen finde ich nicht verkehrt.
Zitat von Rheinländer:Du wirst für all die Dinge die Dein Bruder so macht angesprochen und erledigt diese auch?
Für mich ist das in der Erziehung meiner Kinder selbstverständlich.
Jeder muss mal kochen, die Wäsche machen oder Einkäufe schleppen. Wenn wir Fahrräder reparieren, wird das Kind dazu geholt, dessen Fahrrad es betrifft. Beide haben bei der Wohnungsrenovierung mitgeholfen.
Genauso wie ich mit beiden regelmäßige über ihre Gefühle und Bedürfnisse spreche, damit sie auch das lernen.
Ich wüsste nicht, warum ich aufgrund des Geschlechts irgendwelche Aufgaben anders verteilen sollte.