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Wann kommt es bei euch zum Date?

N
@plentysweet Ich auch.

Die Passage, in der die Männer untereinander Theorien zu Feminismus und Frauenverhalten aufgestellt haben, habe ich besonders genossen.

Und da Erfahrungswerte mehr gelten als zuzuhören, beantworte ich Deine Frage
Zitat von Plentysweet:
Warum?
Ist es eine Notlage? Ich verstehe es wirklich nicht.

Es geht hierum
Zitat von ElGatoRojo:
Beginn der Diskussion war doch wieder mal nur, dass ein Mann einer Frau einen Gefallen getan hat --- und gleich wieder diese bornierten Stimmen kammen: "Das kann ich auch selber!" Ja, mein Gott, dann macht euren Sch_eiss. doch selber.

Die Angst vor der eigenen Unbedeutsamkeit, Überflüssigkeit.
Manche Männer wollen gebraucht werden und nicht nur gewollt.

Da darf eine Frau nicht zu selbständig sein und muss ihm regelmäßig das Gurkenglas zum Öffnen geben und ihm den "Job" Getränkeholen übertragen, damit er sich nicht unnötig findet.

Also ja, es ist eine Notlage. Weniger hinsichtlich der Getränke sondern vielmehr hinsichtlich der Rolle. Daher auch das Interesse, daraus ein Feminismus Thema zu machen.

Ohne Feminismus gäbe es noch die klare finanzielle und gesellschaftliche Abhängigkeit und nichts ginge ohne Mann. Dann bekäme jeder Topf einen Deckel. Post Feminismus fällt auf, dass den 1001 Dingen der Frau auch 999 Dinge des Mannes gegenüber gestellt werden müssten und das Eine (Geldverdienen) nicht mehr die 1001 aufwiegt.
Wenn Meg sich jetzt auch noch den Wein selber holt und den Mantel selbst anzieht, steht es schon 1001 zu 997. Und so erodiert die Daseinsberechtigung. Und verkommt zur Daseinsoption.

Zitat von Plentysweet:
Also es geht ums Gleichgewicht von Geben und Nehmen- prima, das ist für mich schlüssig und gut

Im Grunde ja. Aber eben viel existenzieller. Weil viele Töpfe heute lieber ein Wok sein möchten und sich den Deckel sparen.

Zitat von Balu85:
nein, ich meinte man kann derartige Aufgaben erfüllen müssen auch wenn man Single ist.
Pflegebedürftige Eltern, Kind(er).
Single heißt doch erst einmal nur das man keinen Partner oder Partnerin hat.

Die Erfahrung zeigt, dass Single mit Pflege/Kindern für manche weniger Mental Load bedeutet als als Paar.

Zitat von Blind-Meg:
DU warst der erste, der den Begriff des Mental Load hier eingebracht hat,

Yup, war er. Aus der Not heraus.
Und jetzt auch noch die Steilvorlage zu erlernter/strategischer Inkompetenz und Transaktionalität in der Beziehung.
Zitat von ElGatoRojo:
Ist es nicht so, dass in einer Partnerschaft vieles abgesprochen wird, anderes aber in Obligenheit von ihm oder ihr gekommen ist - entweder weil sie oder er es besser kann oder zum Ausgleich der Aufgaben.


Vorsatz: Don't Feed the Troll.

x 1 #5836


Ameise_78
Zitat von Nalf:
Die Angst vor der eigenen U Bedeutsamkeit, Überflüssigkeit.
Manche Männer wollen gebraucht werden und nicht nur gewollt.

Das gilt ganz offensichtlich auch für Frauen. Die eigene Bedeutsamkeit wird maßlos überschätzt, die Wichtigkeit jeder kleinen, noch so unbedeutenden Handlung oder Sichtweise unverhältnismäßig übersteigert.
Aber, nun, warum sollte das auch ein Privileg von Männern sein...

x 3 #5837


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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Plentysweet
Zitat von Ameise_78:
Die eigene Bedeutsamkeit wird maßlos überschätzt, die Wichtigkeit jeder kleinen, noch so unbedeutenden Handlung oder Sichtweise unverhältnismäßig übersteigert.
Aber, nun, warum sollte das auch ein Privileg von Männern sein...

Das liest sich so, als fändest du Männer und Frauen gleichermaßen bescheuert 🤔?

x 1 #5838


Ameise_78
Zitat von Plentysweet:
Das liest sich so, als fändest du Männer und Frauen gleichermaßen bescheuert 🤔?

Ich würde es positiver formulieren, es gibt Männer und Frauen, die ich mag. Lachendes Gesicht

x 2 #5839


N
Zitat von Ameise_78:
Das gilt ganz offensichtlich auch für Frauen.

Klar gilt das auch für Frauen.
Wobei ich persönlich vor allem Frauen kenne, die es genießen oder sich wünschen, nicht gebraucht zu werden, sondern nur gewollt.

Und solche Männer gibt es auch. Der von Meg scheint so einer zu sein, dem es völlig reicht bzw. der darauf besteht, nur gewollt zu werden.

Ich persönlich feiere es auch sehr, wenn ich nicht gebraucht werde.

x 1 #5840


A
Ich bin keine Feministin , aber sehr selbstbewußt , das reicht mir .

Meine Urgrossmutter , Grossmutter und Mutter wurden von ihren Männern respektiert und sie traten den Männern ebenfalls mit Respekt entgegen und dieses lässt schwere Zeiten in einer Ehe überwinden , das macht es doch aus .

Ich lasse mich gerne von einem Mann einladen , er " darf " mir sogar den Stuhl zurechtrücken und in den Mantel helfen .
Selbst wissen , wer man ist und was man will , das ist mir wichtig .
Und ich gender auch nicht, ist mir persönlich komplett unwichtig .

Ach ja und ich freue mich , wenn ein Mann mir mit einem Lächeln im Gesicht , die Türe aufhält .

x 3 #5841


Arella
Zitat von Nalf:
Die Angst vor der eigenen Unbedeutsamkeit, Überflüssigkeit.
Manche Männer wollen gebraucht werden und nicht nur gewollt.

Weißt du Nalf, ich hab aus vielen deiner Beitrage etwas mitnehmen können. Auch hier im Faden, - da schriebst du, ein Mann treibt die Frau in die Dominanz-- , (ich sage mal frei - , wenn er nicht in die Puschen kommt). Das konnte ich verstehen und auch nachvollziehen. Fand ich gut, die Passage.

Aber das hier. Ist doch jetzt wirklich auch Provokation.
Siehst du das nicht?
So empfinde ich das gerade.


Warum?

Es wird immer Idioten geben.
Und Idiotinnen.
Aber ist es nicht trotzdem immer wichtig, das Augenmaß zu behalten?
Verhältnismäßigkeit.
Vielleicht möchte jemand auch gebraucht werden.
Egal ob Mann oder Frau.
Und das muss doch auch nicht immer negativ oder bös gemeint sein.

x 2 #5842


Blind-Meg
Zitat von Nalf:
Wobei ich persönlich vor allem Frauen kenne, die es genießen oder sich wünschen, nicht gebraucht zu werden, sondern nur gewollt.

Es werden mehr. Zum Glück.

Zitat von Nalf:
Und solche Männer gibt es auch. Der von Meg scheint so einer zu sein, dem es völlig reicht bzw. der darauf besteht, nur gewollt zu werden.

Definitiv.
Ich war ja auch so ein Klammeräffchen und habe das lange mit Commitment verwechselt bzw vermischt. Aber so wie es jetzt ist, gewollt zu werden, aber explizit ohne gebraucht zu werden, zu wollen explizit ohne zu brauchen, das ist doch das wahre Wesen des Commitment.

Zitat von Nalf:
Ich persönlich feiere es auch sehr, wenn ich nicht gebraucht werde.

Ich auch. Das habe ich aber schon so empfunden, als mein Kind noch ein Baby war. Diese ultimative Abhängigkeit dieses kleinen Menschen von mir (Stillkind) hat mich nachhaltig davon abgebracht. Ich hasse es, von jemandem abhängig zu sein, aber noch mehr hasse ich es, wenn jemand von mir abhängig ist.

x 1 #5843


Blind-Meg
Zitat von Nalf:
Also ja, es ist eine Notlage. Weniger hinsichtlich der Getränke sondern vielmehr hinsichtlich der Rolle.

Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die hier anwesenden Herren den Unterschied verstehen. Abstraktion scheint nicht deren Stärke zu sein.

x 1 #5844


A
Ich werde gebraucht , was für ein blödes Wort und ich brauche auch andere Menschen in meinem Leben .

x 2 #5845


QueenA
Ich glaube, man muss bei dem Thema zwei Dinge auseinanderhalten.
Zum einen stimmt es sicher, dass viele Menschen. unabhängig vom Geschlecht, das Gefühl brauchen, gebraucht zu werden. Das hat ja auch etwas mit Sinn und Zugehörigkeit zu tun und ist nicht automatisch etwas Negatives.

Zum anderen gibt es genauso Menschen, die es als befreiend empfinden, nicht gebraucht zu werden, sondern einfach nur gewollt zu sein. Auch das ist ein legitimes Bedürfnis. Im Grunde sind das eher unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung und Rolle als ein Gegensatz von „richtig“ und „falsch“.

Was mich an der Diskussion manchmal stört, sind die starken Verallgemeinerungen. Wenn man von „den Männern“ oder „den Frauen“ spricht, wird es schnell zugespitzt, und dann wirkt es leicht wie Provokation, selbst wenn vielleicht nur eine Beobachtung gemeint war.

Vielleicht hilft es, das Augenmaß zu behalten: Es gibt solche und solche und die meisten Menschen bewegen sich wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

x 2 #5846


Arella
Zitat von Blind-Meg:
Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die hier anwesenden Herren den Unterschied verstehen.

🙄

x 1 #5847


QueenA
Ich glaube, beim Thema „brauchen“ kann es zu Missverständnissen kommen, weil das Wort schnell so klingt, als ginge es um Nutzen oder Wirtschaftlichkeit.

Menschen brauchen andere Menschen ja vor allem im menschlichen Sinn: Nähe, Austausch, Zugehörigkeit, manchmal auch Unterstützung. Und wie stark dieses Bedürfnis ist, ist einfach unterschiedlich ausgeprägt.

Es gibt Menschen, die gern viele Leute um sich haben, enge Bindungen pflegen und das aktiv so in ihrem Leben einrichten. Und es gibt andere, die mehr Abstand brauchen, sich wohler fühlen, wenn Beziehungen weniger eng sind, und die ihr Leben entsprechend gestalten.

Beides gibt es, und beides ist legitim. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass jemand so lebt, wie es zu den eigenen Bedürfnissen passt ohne daraus eine allgemeine Regel für alle zu machen.

x 2 #5848


Arella
Zitat von QueenA:
Vielleicht hilft es, das Augenmaß zu behalten: Es gibt solche und solche und die meisten Menschen bewegen sich wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Sehe ich auch so.

x 2 #5849


Plentysweet
Zitat von Blind-Meg:
Diese ultimative Abhängigkeit dieses kleinen Menschen von mir (Stillkind) hat mich nachhaltig davon abgebracht

Bei Babys und Kleinkindern ist es aufgrund ihrer Hilflosigkeit etwas anderes.
Und es gibt sicherlich auch Situationen in Partnerschaften, wo man einander braucht und das ist auch gut so. Nur sollte das nicht das erste Motiv sein, sich zu verbandeln.
Eher dieses: Man hat Lust, zusammen zu sein.

x 2 #5850


A


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