Zitat von Arella: das Thema der massiven Einwanderung neuer patriarchaler Strukturen
klärt man wohl am besten im RL. Denn hier schreiben nicht sehr viele junge Männer mit Mihigru.
Zitat von Arella: Die sind für mich die wirklichen Adressaten
Dann müsstest Du in anderen Foren schreiben.
Das Absurde ist ja, dass die diffusen Macht- und Vorherrschaftsphantasien junger Nafris denen älterer Eingeborener aufs Haar gleichen. Die sind also nur 50-60 Jahre zurückgeblieben und können im Alltag durch schlichtes Vorleben ganz gut in die westliche Neuzeit geführt werden, da lernfähig. Das gelingt bei jüngeren Eingeborenen, die per Red Pill auf die gleichen Worte und Handlungen kommen, Konsens für schwierig halten, Frauen als Mysterium ansehen, Ängste vor Frauen bzw. vorm Alleinsein in Aggression umsetzen, nicht so gut, weil die sich schon aktiv von der Erkenntnis, dass Frauen auch Menschen sind, abgewendet haben.
Da finde ich die gesellschaftliche Sozialisierung eingeborener Jungs viel entscheidender. Einer meiner ist jetzt in dem Alter, in dem auch in den 90ern Jungs ein irres Aufhebens um ihren P. gemacht haben. Dieses Körperteil wird gemalt, bei Verwünschungen erwähnt, Klassenkameraden werden mit der Wuchsform oder Vermutungen darüber geärgert. Und das findet (anders als in den 90ern, in denen wir wussten, welche Sprüche auf den Schulhof gehören und welche an den Abendbrottisch) auch zu Hause statt. Das wurde bei uns dann erstmal in einem ruhigen Gespräch zu P. und deren Bedeutung für den Mann im besonderen und die Gesellschaft im Allgemeinen thematisiert. Nachdem dann aber auch der Kleine mit dem allgegenwärtigen Yarak-Gegockle angesteckt würde, habe ich den Jungs angekündigt, dass ich jedes Mal, wenn sie z.B. ihr Knie thematisieren, ich auch meines gleichermaßen in Szene setze. Und jedes Mal, wenn sie ihr Genital in den Mittelpunkt stellen, ich meines daneben stelle. Beide fielen aus allen Wolken. Denn dass Mädchen und Frauen ihre Genitalien genauso laut oder krude thematisieren könnten, war ihnen nie in den Sinn gekommen. Und plötzlich fanden sie es eklig und unangebracht. Na also.
Zitat von Besserwisser60: Ja, weil es eine Frau sagt, in dem Ton, wie ein Mann redet und dann kommen die Stimmen, um die Ecke, im Allgemeinen weiblich, die ihre Empathie spielen lassen , den Mann als Solches beschützen wollen und stets ausgleichend für keinen Stress sorgen wollen.
Das ist ein Phänomen, das hier im Forum wirklich auffällig ist. Die englischsprachige Wissenschaft hat das schon unter "Coddling" thematisiert und wir hier sind ein Paradebeispiel für die Schonung und Besänftigung von Männern durch Frauen und die Einschränkung von Frauen durch Frauen für einen männlichen Benefit.
Spannend ist doch auch, dass zunächst Error, also ein Mann, mit der Unterstellung, dass irgendwas bestimmt von Frauen als frauenfeindlich gewertet würde, das Mann-Frau-Thema eröffnete. Mehrere Frauen haben das sofort verneint. Damit hätte die Diskussion beendet sein können. Aber mehrere Männer sind sofort auf den Zug aufgesprungen, um alles, was ihren Gepflogenheiten widerspricht, sofort als "Feminismus" zu brandmarken und weitere Vermutungen aufzustellen, was Frauen wohl denken könnten und tun würden und wie shaize sie das finden. Und da fielen die ersten Beleidigungen und Namen. Erst als es eine Antwort gab, wurde es plötzlich zu viel und zu persönlich. Wir "coddeln" die Männer eben gewohnheitsmäßig, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass Frauen ganz gut einstecken können, ohne auszurasten, manche Männer hingegen weniger. Und da man nicht weiß, welcher Mann gerade ein Ego Problem hat oder zu Aggression neigt, werden sie alle in Watte gepackt und besänftigt. Ganz automatisch, selbst wenn gar keine reale Gefahr besteht. Und die Männer sind das so gewohnt und erkennen ihr Privileg nicht mal.
Die patriarchalen Muster sitzen tief.
Als ich hier anfing, war ich zunächst nur in Themen von Leuten, die wie ich Alleinverdiener waren und sich mit Kindern trennten. Und da Nalf neutral ist, wurde vielfach angenommen, ich sei ein Mann. Und meine Kommentare wurden vor allem von Männern als sehr wertvoll und sachlich und fundiert gelobt. Das änderte sich sofort, als (ich habe ja kein Geheimnis darum gemacht) mein Geschlecht "entdeckt" wurde. Plötzlich waren meine Erfahrungen nicht vergleichbar, ich nicht mehr sachlich und Ahnung hatte ich auch keine. Sie können von Frauen eben nichts annehmen. Die patriarchalen Strukturen sitzen zu tief.
Zitat von Besserwisser60: die sich dann auch nicht schämen, ganz neutrale Sachverhalte damit abzuwerten. Wird langsam nervig, weil es immer derselbe Kram ist. Die neuere Dislkkussion in diesem Faden begann ganz smooth, ...
Frauen sollen sich schämen, wenn sie etwas, das ein Mann als neutral wertet, durch ein "Nein danke, brauch ich nicht / find ich altbacken' abwerten.
Nimm an, was Dir gegeben wird, denn es war ja lieb gemeint, ansonsten schäm Dich und lass Dich beleidigen, Du kaputte Frau.
Die patriarchalen Muster sitzen einfach noch zu tief.