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Wann kommt es bei euch zum Date?

Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Was vermutlich weniger häufig vorkommen dürfte wäre ein festhalten an einer kaputten Beziehung oder ausharren in dieser.

Ich bin sehr überzeugt, dass die meisten genau das tun.

Zitat von Balu85:
Z.B. bei dem schwierigen Punkt Sexualität. Ich kann mich nicht entsinnen das mein Bedürfnis da irgendwie auch das meiner Exfrau war. Aber was macht man da?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Kompromisse über die Häufigkeit, einer befriedigt "nur" den anderen, (einseitige) Öffnung der Beziehung, sich auf neue Konzepte einlassen (zB Slow Sex), Sexualberatung, Sensate Focus nach Masters & Johnson..... müsste man halt als Paar zusammen überlegen, was für wen denkbar ist

Zitat von Balu85:
Weder wird eine Person in Sachen Sexualität an anderes eigenes Bedürfnis entwickeln noch wird es im zweiten Beispiel die Familienfeiern weniger belastend.

Das ist sehr männlich gedacht. Zeig mir ein Problem und ich suche eine Lösung, und wenn es keine einfache Lösung gibt, ist Pech.
Zunächst mal müsste man halt klären, was genau einem fehlt, was sich jeder wünscht, wo Grenzen und Schnittmengen sind. Und daraus ergeben sich meistens schon Anhaltspunkte, wo man ansetzen könnte.
Und selbst wenn nicht, tut es einfach beiden (!) Gut, wenn man weiß, wo der Partner steht, wie es ihm geht und auch weiß, dass man von seinem Partner gehört und verstanden wird, selbst wenn es keine einfache und schnelle Lösung gibt

#6661


Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Da gibt es viele Möglichkeiten. Kompromisse über die Häufigkeit, einer befriedigt "nur" den anderen, (einseitige) Öffnung der Beziehung, sich auf neue Konzepte einlassen (zB Slow Sex), Sexualberatung, Sensate Focus nach Masters & Johnson..... müsste man halt als Paar zusammen überlegen, was für wen denkbar ist

hm...ja sicher. Aber allein schon der Kompromiss über die Häufigkeit ist ja schon schnell übergriffig. Nein heißt nein sag ich da nur. Und da ist auch einseitige Befriedigung nicht drin.
Also Lösungsmöglichkeiten gibt es. Aber halt auch nur wenn der Part der deutlich weniger möchte über die eigenen Grenze geht und sei die Grenze (hab ich keine Lust zu). Und das ist gerade bei dem Thema sehr schwierig da etwas einzufordern.
Zitat von Blind-Meg:
Und selbst wenn nicht, tut es einfach beiden (!) Gut, wenn man weiß, wo der Partner steht, wie es ihm geht und auch weiß, dass man von seinem Partner gehört und verstanden wird, selbst wenn es keine einfache und schnelle Lösung gibt

Ganz ehrlich, allein der Umstand das meine Ex mir sagte "ja verstehe dich da und ich weiß das dir alle paar Wochen mal fix zu wenig ist". Brachte mir nichts, also rein gar nichts. Im Gegenteil...es fühlte sich sogar so an als wäre es ihr völlig Wurst. Weil sie ja dann wusste und verstanden hat (lt. eigener Aussage) das es da eine Schieflage gibt, das es Bedürfnisse gibt die mehr als nur auf der Strecke bleiben.

Also je nachdem um welchen Thema es geht ist es schwer. Denn wie ich schon sagte, ein Bedürfnis ist nicht weg nur weil der andere einem erklären kann warum er/sie es nicht mag. Je nachdem um was es geht und was der Grund ist versteht man den anderen vielleicht besser. Aber dann ordnet man sich ja auch nur unter.

x 1 #6662


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Ich bin sehr überzeugt, dass die meisten genau das tun.

Noch ein Gedanke dazu. Ich denke das es auch davon abhängt wie die Verknüpfungen sind. Gerade bei Ehe, Kinder evtl. gemeinsame Immobilie ist ein einfaches "ich gehe jetzt" halt deutlich schwerer als wenn man zusammen ist, in getrennten Wohnungen lebt und auch sonst in keiner Weise irgendwie gemeinsame Verpflichtungen hat.
Weiter gedacht könnte man auch sagen das dieses Konzept LAT auch bewusst gewählt wird um sich eben NICHT in solche evtl. Abhängigkeiten zu geben.
Also eine Beziehung die man evtl. mit Anfang 20 eingegangen ist, Kind und Kegel involviert sind ist da vermutlich nur sehr bedingt vergleichbar mit Beziehungen die danach entstehen. Also mit danach meine ich "nach dem Scheitern der ersten mit Familie".
Immer unter der Voraussetzung, das niemand einen Partner oder eine Partnerin sucht weil diese/r gebraucht wird. Da besteht diese Abhängigkeit ja von Anfang an und solange der Mehrwert (ich bin nicht allein) den Nachteilen überwiegt wird eine Menge hingenommen.

x 1 #6663


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
ein Bedürfnis ist nicht weg nur weil der andere einem erklären kann warum er/sie es nicht mag

Darum sollte man sich ja auch gründlich überlegen, mit wem man eine Beziehung eingeht. Grundsätzlich passen muss es schon, sonst bringt selbst das offenste Gerede nichts.

#6664


Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Darum sollte man sich ja auch gründlich überlegen, mit wem man eine Beziehung eingeht.

naja, das weiß man ja am Ende vorher nicht. Und auch was man am Anfang so bespricht oder "abklopft" kann ja nach ein paar Jahren auch wieder anders aussehen.

Zitat von Blind-Meg:
Grundsätzlich passen muss es schon, sonst bringt selbst das offenste Gerede nichts.

Und wenn es grundsätzlich passt braucht man auch nicht alles ausdiskutieren. Weil man sich ja dann eh ähnlich genug sein sollte.

#6665


Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Weglaufen und Schweigen ist keine Problembewältigung.

Wenn Männer eigene Probleme haben, gehen sie erst einmal in sich und versuchen diese eigenen Probleme erst einmal für sich zu überdenken, Frauen gehen damit in die "Öffentlichkeit" und "Sprechdenken"
Fundementaler Unterschied bei den Geschlechtern.
Es ist nicht besser oder schlechter, es ist nur unterschiedlich.

x 2 #6666


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
naja, das weiß man ja am Ende vorher nicht. Und auch was man am Anfang so bespricht oder "abklopft" kann ja nach ein paar Jahren auch ...

Na, aber selbst dann gibt es immer noch genug, was unklar oder offen ist und worüber es sich zu sprechen lohnt.
Sag ich doch: Beziehung ist Arbeit 🤷‍♀

#6667


Fenjal
@Ragna eher ist es so, dass Frau bei sich selbst bleibt, innere Einkehr macht um dann Lösungen anbieten zu können.
Plappern oder diskutieren bringt eher weniger, sondern raus aus der Situation und nachdenken, Ruhe einkehren lassen.

x 1 #6668


F
Zitat von Blind-Meg:
aber selbst dann gibt es immer noch genug, was unklar oder offen ist und worüber es sich zu sprechen lohnt.
Sag ich doch: Beziehung ist Arbeit

Manches kann man auch so stehen lassen und die Zweisamkeit nonverbal genießen 😊

x 1 #6669


Ragna
Zitat von Fenjal:
@Ragna eher ist es so, dass Frau bei sich selbst bleibt, innere Einkehr macht um dann Lösungen anbieten zu können. Plappern oder diskutieren bringt ...

Das ist ein Erwachsener Umgang mit Problemen und herausfordernden Situationen.
Den Emotionen freien Lauf zu lassen und zu eskalieren, Drama und Vorhaltungen, genau das Gegenteil.

#6670


Balu85
Zitat von Ragna:
Den Emotionen freien Lauf zu lassen und zu eskalieren, Drama und Vorhaltungen, genau das Gegenteil.

ja, aber so hat es @Blind-Meg ja auch nicht formuliert.

x 1 #6671


Blind-Meg
Zitat von Felica2024:
Manches kann man auch so stehen lassen und die Zweisamkeit nonverbal genießen 😊

Na klar. Alles zu seiner Zeit.

#6672


Ragna
Zitat von Balu85:
ja, aber so hat es @Blind-Meg ja auch nicht formuliert.

Ich beziehe mich hier nicht auf Blind Meg.
Es geht um die Unterschiede bei Mann und Frau in der Problembewältigung und der Kommunikation.
Ich kann meine Wahrnehmung nicht als die einzig richtige annehmen und mich dann darüber aufregen, dass mein Gegenüber auch auf seine Wahrnehmung besteht.
Nur weil ich, egal ob Mann und Frau, zuerst das Problem in der Beziehung anspreche, bedeutet es nicht das meine Wahrnehmung die Richtige ist oder ich im Vorteil der Argumentation bin.

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Blind-Meg
Zitat von Ragna:
Ich kann meine Wahrnehmung nicht als die einzig richtige annehmen und mich dann darüber aufregen, dass mein Gegenüber auch auf seine Wahrnehmung besteht.

Dann mach das doch auch einfach mal so 😆

#6674


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Also Lösungsmöglichkeiten gibt es. Aber halt auch nur wenn der Part der deutlich weniger möchte über die eigenen Grenze geht

Das kommt halt drauf an wo die Grenze ist. Und genau deshalb finde ich es ja essentiell, dass man die Bedürfnisse des Partners zu seinen eigenen macht.
Wenn einer keine Lust auf Sex hat, der andere aber schon, macht es sich der lustlos Part halt maximal einfach, wenn er einfach sagt "Tja, will ich halt nicht, Pech". Das ist unfair und unpartnerschaftlich.
Hätte ich keine Lust auf Sex und mein Partner aber schon, würde ich das auch als mein Problem betrachten, denn ich möchte doch, dass er in der Beziehung zufrieden ist, auch wenn ich ihm etwas gerade nicht geben möchte. Entsprechend gelange ich automatisch in die Position, dass sein Thema auch zu meinem wird (denn alles andere wäre unfair und unpartnerschaftlich). Ich muss ihm dann nicht Sex gegen meinen Willen geben, aber ich würde es als meine Pflicht sehen, mit ihm zusammen zu überlegen, welche anderen Möglichkeiten es gibt.
Und umgekehrt erwarte ich das von meinem Partner genauso.

x 1 #6675


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