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Wann kommt es bei euch zum Date?

Balu85
Zitat von Ragna:
Ich beziehe mich hier nicht auf Blind Meg.

ah...ok, dann hab ich das falsch verstanden. Sorry
Zitat von Blind-Meg:
Das kommt halt drauf an wo die Grenze ist. Und genau deshalb finde ich es ja essentiell, dass man die Bedürfnisse des Partners zu seinen eigenen macht.

Das ist für mich aber unabhängig davon ob man alles ausdiskutiert. Denn vieles ist ja auch nonverbal. Also wenn dein Partner Lust hat merkst du das ja sicher?
Zitat von Blind-Meg:
Wenn einer keine Lust auf Sex hat, der andere aber schon, macht es sich der lustlos Part halt maximal einfach, wenn er einfach sagt "Tja, will ich halt nicht, Pech". Das ist unfair und unpartnerschaftlich.

hm....ich frage mich gerade was die Reaktion gewesen wäre wenn ich das GENAU SO formuliert hätte.
Und maximal einfach ist da ein sicherer Weg. Weil,da kann der andere nichts gegen tun. Noch besser wird es wenn der lustlose Part sich dann verletzt fühlt wenn andere Wege genutzt werden.
Zitat von Blind-Meg:
Hätte ich keine Lust auf Sex und mein Partner aber schon, würde ich das auch als mein Problem betrachten, denn ich möchte doch, dass er in der Beziehung zufrieden ist, auch wenn ich ihm etwas gerade nicht geben möchte. Entsprechend gelange ich automatisch in die Position, dass sein Thema auch zu meinem wird (denn alles andere wäre unfair und unpartnerschaftlich). Ich muss ihm dann nicht Sex gegen meinen Willen geben, aber ich würde es als meine Pflicht sehen, mit ihm zusammen zu überlegen, welche anderen Möglichkeiten es gibt.
Und umgekehrt erwarte ich das von meinem Partner genauso.

Sehe ich bei vielen Dingen, also nicht nur Sex, auch so.Bzw. ähnlich...aber für mich läuft das nicht unter Bedürfnisse zu den eigenen machen, denn das Bedürfnis ist ja nicht meins, sondern einfach unter geben/nehmen. Aber gerade bei diesem sensiblem Thema....ich kann mir lebhaft vorstellen was hier oder in den Wohnzimmern/Schlafzimmern los wäre wenn ein Mann das so sieht und formuliert.
Man ist dann ruckzuck der notgeile Sack, dem es ja nur darum geht und der die Grenzen der Partnerin nicht respektiert und sie nur als Objekt betrachtet. Bums....da stehste dann da mit offenem Haar.

#6676


Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Dann mach das doch auch einfach mal so 😆

mache ich ansonsten würde ich anders formulieren

#6677


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Und maximal einfach ist da ein sicherer Weg. Weil,da kann der andere nichts gegen tun.

Und solch ein Verhalten, also den Partner bewusst schachmatt setzen, ist das nicht das Gegenteil von partnerschaftlich und liebevoll? So KANN man sich nicht jemandem ggü verhalten, den man angeblich liebt (ich weiß, dass das millionenfach exakt so passiert, ja. Deshalb komme ich ja auf die Idee, 95% der Paare dümpeln so dahin)

Zitat von Balu85:
Noch besser wird es wenn der lustlose Part sich dann verletzt fühlt wenn andere Wege genutzt werden.

Dann wird es erpresserisch

Zitat von Balu85:
aber für mich läuft das nicht unter Bedürfnisse zu den eigenen machen, denn das Bedürfnis ist ja nicht meins, sondern einfach unter geben/nehmen

Ich formuliere nochmal anders: es zu seinem eigenen Bedürfnisse machen, dass das Bedürfnis des Partners erfüllt wird.
Natürlich kriegt der Mann, der so denkt, nicht plötzlich doch selbst eigene Lust. Aber auch er sollte doch den Wunsch haben, dass die Partnerin nicht mit ihrem überfüllten Bedürfnis alleingelassen wird.

Zitat von Balu85:
ich kann mir lebhaft vorstellen was hier oder in den Wohnzimmern/Schlafzimmern los wäre wenn ein Mann das so sieht und formuliert.

Ich auch. Das ist ja das Traurige. Und das ist, warum ich meine, dass die Mehrzahl der Beziehungen eigentlich mehr so für die Tonne sind.

Zitat von Balu85:
Das ist für mich aber unabhängig davon ob man alles ausdiskutiert.

Um so mit Konflikten umzugehen, wie wir gerade drüber gesprochen haben, muss man aber schon sehr intensiv reden, zumindest über das Thema, das gerade gelöst werden soll. Solche Abmahnungen kann man nicht nonverbal treffen und auch nicht schnell im Vorbeigehen.

#6678


alleswirdbesser
@Blind-Meg ich behaupte mal, dass gerade dieses Thema für manche Menschen so schwer und sensibel ist, dass die Gespräche darüber und die Forderungen genau das Gegenteil bewirken, egal wie gesprächsbereit, kommunikativ und entgegenkommend jemand ist, aber hier kann das ganz schiefgehen. Auch sind irgendwelche Alternativen nicht für jeden ein geeigneter Ersatz. Gerade hier würde ich sagen, man nimmt den anderen so wie er ist (Typ 1 x Woche) oder verlässt ihn, weil es nicht passt (Typ täglich). Sowas kann man doch nicht umdiskutieren.

x 2 #6679


alleswirdbesser
Das Selbe gilt für irgendwelche 6 Praktiken, die einer generell ablehnt und es schon beim kennenlernen erwähnt hat. Kommt der andere nach ein paar Monaten damit um die Ecke, weil er abgewartet hat, bis sie Bindung fester wurde, und versucht es mit Diskussionen - Auf Wiedersehen.

Ich bekomme es aktuell bei jemandem mit, der alles Mögliche macht, was er früher nie gemacht hat und verstehe die Person nicht Auch wenn es Liebe ist, so muss man sich nicht verbiegen, damit der andere all seine Bedürfnisse erfüllt bekommt, während man selbst über jede Grenze latscht, die man bisher hatte.

Und es hat für mich nicht mit Intoleranz zu tun oder mit fehlender Bereitschaft an der Beziehung zu arbeiten, sondern mit Nichtpassung. Beim Kennenlernen gehört alles auf den Tisch und nicht irgendwann häppchenweise, um den Partner nicht zu verlieren. Tut Typ 1 x Woche am Anfang so, als wäre er Typ täglich, so führt es früher oder später zu Problemen.

x 2 #6680


Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Und solch ein Verhalten, also den Partner bewusst schachmatt setzen, ist das nicht das Gegenteil von partnerschaftlich und liebevoll? So KANN man sich nicht jemandem ggü verhalten, den man angeblich liebt (ich weiß, dass das millionenfach exakt so passiert, ja. Deshalb komme ich ja auf die Idee, 95% der Paare dümpeln so dahin)

Der Punkt ist aber, das viele dann schon an einem Punkt sind wo man nicht mehr einfach so sagen kann: "na dann lassen wir es halt." Und es reicht ja auch aus wenn eine Partei "mauert".
Zitat von Blind-Meg:
Aber auch er sollte doch den Wunsch haben, dass die Partnerin nicht mit ihrem überfüllten Bedürfnis alleingelassen wird.

Der Wunsch ist das eine, die Bereitschaft etwas zu tun ist das andere.

Zitat von Blind-Meg:
Um so mit Konflikten umzugehen, wie wir gerade drüber gesprochen haben, muss man aber schon sehr intensiv reden, zumindest über das Thema, das gerade gelöst werden soll

Jain also ich denke mal wenn der Partner oder die Partnerin deutlich häufiger angerobbt kommt sollte jeder merken "Mooooment...er/sie hat Lust auf...". Da brauch man jetzt kein Einschreiben schicken. Das ist ja schon der erste Punkt wo es krank. Zu erkennen das es etwas gibt. Und daran scheitert es ja schon.
Zitat von alleswirdbesser:
Beim Kennenlernen gehört alles auf den Tisch und nicht irgendwann häppchenweise, um den Partner nicht zu verlieren. Tut Typ 1 x Woche am Anfang so, als wäre er Typ täglich, so führt es früher oder später zu Problemen.

Da sehe ich aber auch ein gesellschaftliches Problem. Zumindest für die Männer, bei Frauen aber sicher auch (wenn auch abgeschwächt). Wenn man gleich in der Kennenlernphase sowas anspricht ist man doch in aller Regel durch. Und dann geht es ja schon weiter, das selbst der Typ 1x im Monat auch was anderes behaupten kann aber am Anfang halt mitmacht.
Und dann schläft es Stück für Stück ein. Und dann gibt es Gründe, müde/stressiger Tag/ Erdbeerwoche/Kopfschmerzen/usw.

#6681


Blind-Meg
@alleswirdbesser
Sagte ich doch auch schon: grundsätzlich passen sollte es natürlich.
Mir geht es nicht darum, Bedürfnisse herbeizudiskutieren; hältst du mich für so blöd, dass ich glaube, dass das funktioniert? Das beleidigt mich.
Ich meine lediglich, wenn mein Partner ein Bedürfnis hat, dessen Nichtterfüllung ihn unglücklich macht, kann mir das nicht egal sein und es ist unpartnerschaftlich, einfach schulterzuckend zu sagen "tja, dein Problem". Unabhängig davon, wie mein Bedürfnis ist. Wenn ich jemanden liebe, habe ich ein Interesse daran, dass es dieser Person gut geht. Von über eigene Grenzen gehen und Dinge tun, die man nicht will, habe ich kein einziges Wort geschrieben.

#6682


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Der Wunsch ist das eine, die Bereitschaft etwas zu tun ist das andere.

Das eine führt zum anderen.

Zitat von Balu85:
wenn der Partner oder die Partnerin deutlich häufiger angerobbt kommt sollte jeder merken "Mooooment...er/sie hat Lust auf...". Da brauch man jetzt kein Einschreiben schicken. Das ist ja schon der erste Punkt wo es krank. Zu erkennen das es etwas gibt. Und daran scheitert es ja schon.

Wenn einer immer nur "angerobbt kommt" und aber nie was sagt, kann man ihn prima ein paar Monate bis Jahre hinhalten und vertrösten ("heute nicht"). Wenn einer aber deutlich sagt "Ich merke, dass unsere sexuellen Bedürfnisse deutlich auseinandergehen und möchte, dass wir das irgendwie lösen, weil ich damit unzufrieden bin" wird das vertrösten und ignorieren schon deutlich schwieriger.

Zitat von Balu85:
Wenn man gleich in der Kennenlernphase sowas anspricht ist man doch in aller Regel durch.

Nicht, wenn alle Menschen in der Kennenernphase ehrlich und authentisch wären. Denn dann würden sich sowieso viel eher die finden, die auch wirklich zusammen passen.

#6683


Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Wenn einer immer nur "angerobbt kommt" und aber nie was sagt, kann man ihn prima ein paar Monate bis Jahre hinhalten und vertrösten ("heute nicht"). Wenn einer aber deutlich sagt "Ich merke, dass unsere sexuellen Bedürfnisse deutlich auseinandergehen und möchte, dass wir das irgendwie lösen, weil ich damit unzufrieden bin" wird das vertrösten und ignorieren schon deutlich schwieriger.

Da wird überhaupt nichts schwieriger, bzw. ist das Ergebnis am Ende das Gleiche....und wenn man das Offensichtliche noch vortanzen muss stimmt was im Oberstübchen nicht. Außerdem merkt man ja auch wie der/die andere reagiert wenn nur mal "direkte Andeutungen" gemacht werden.
Weiter geht's ja wenn man es direkt anspricht, entweder wird man "verstanden", ändert sich aber nichts. Oder und das ist noch viel besser....es wird mit einer ablehnenden, abwertenden Art reagiert.

Zitat von Blind-Meg:
Nicht, wenn alle Menschen in der Kennenernphase ehrlich und authentisch wären.

Ja, hat was von "Ich wünsche mir Weltfrieden".

x 2 #6684


alleswirdbesser
@Blind-Meg ich bezog mich auf das Geschriebene. Niemals würde ich dich oder jemand anderen beleidigen wollen, das möchte ich unbedingt klarstellen.

#6685


Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
@Blind-Meg ich bezog mich auf das Geschriebene. Niemals würde ich dich oder jemand anderen beleidigen wollen, das möchte ich unbedingt klarstellen. ...

Ich habe aber von Bedürfnisse herbeidiskutieren oder über seine eigenen Grenzen gehen auch nichts geschrieben.


Zitat von Balu85:
Ja, hat was von "Ich wünsche mir Weltfrieden".

Das stimmt leider.

Zitat von Balu85:
Außerdem merkt man ja auch wie der/die andere reagiert wenn nur mal "direkte Andeutungen" gemacht werden.
Weiter geht's ja wenn man es direkt anspricht, entweder wird man "verstanden", ändert sich aber nichts. Oder und das ist noch viel besser....es wird mit einer ablehnenden, abwertenden Art reagiert.

Ja, und Millionen Menschen machen sowas tagtäglich oder lassen es sich gefallen und das wird dann "Liebe" genannt.
Und du wunderst dich, wenn ich von 95% ungesunden oder hindümpelnden Beziehungen spreche?!

Zitat von Balu85:
ist das Ergebnis am Ende das Gleiche

Meine Erfahrung ist da anders.

#6686


Fenjal
Meine Bedürfnisse müssen nicht die des Partners sein und es ist nicht erforderlich sie prompt zu bedienen.
Ich bin kein Kind, das wenn es Hunger hat, solange schreit, bis es Brei bekommt.
Ich bin erwachsen.
Mein Partner ist nicht mein Vater, ich bin alt genug mich auch einmal zurückzunehmen, dann mache ich mein Ding und nerve nicht.
Natürlich sollten solche Situationen nicht Standart sein, das ist richtig, dann sollte man darüber reden.
Aber generell die Bedürfnisse des Partners zu seinen eigenen zu machen, halte ich für falsch.
Wir sind und bleiben, 2 Individuen, die nicht alles teilen müssen, man muss den anderen auch sein lassen können, ihm Freiraum gewähren, ihn nicht einengen wollen mit ich will jetzt aber ... du musst, könntest dann,.....
Ich brauche keinen Gesellschafter, Loyalität, Zugewandtheit, ein Füreinander ist mir persönlich wichtiger als ihn zu meinem Bedürfniserfüller machen zu wollen, meine Zeit ist ausgefüllt.

x 2 #6687


Blind-Meg
@Fenjal
Das ist klar, dass du das anders machst. Du bevorzugst ja auch Beziehungen mit weniger Verbundenheit. Ist doch okay, wenn dir das so gefällt.
Meinen Punkt verstanden hast du aber anscheinend (auch) nicht.

#6688


F
Zitat von alleswirdbesser:
Tut Typ 1 x Woche am Anfang so, als wäre er Typ täglich, so führt es früher oder später zu Problemen.

Aber solche Dinge können sich doch jederzeit verändern und entwickeln.
Jemanden festzunageln, dass sein Wunsch vor 5 Jahren aber anders war als jetzt, ist doch unrealistisch.
Eine Beziehung ist doch nicht das Resultat einer Abhakliste.

x 1 #6689


Fenjal
@Blind-Meg ich verstehe dich insgesamt nicht.
Wenn ich in einer Beziehung bin, ist es richtig, dass eine gewisse Kompatibilität vorliegt, ansonsten wäre ich nicht in dieser Partnerschaft.

Nur, trotzdem bleiben wir 2 Individuen, die auch unterschiedlicher Meinung sein dürfen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, wir sind eben keine Blaupausen.

Akzeptanz ist für mich wichtig, wenn er heute keine Lust hat, akzeptiere ich das, er wird einen Grund haben, ich vertraue ihm und hinterfrage nicht jede Kleinigkeit.
Natürlich kann ich, um ihm eine Freude zu machen, auch mal über mich hinauswachsen und entgegen meinem situativen Befinden, entgegengehen, nur sollte er eine Verneinung akzeptieren können, wie ich auch.

Bedürfnisaufschub hat mit Erwachsensein zu tun, wer schnell gefrustet ist, wenn Wünsche nicht erfüllt werden, der kann sich schlecht selbst regulieren und neigt auch zur Kontrolle, so seh ich das.
Solche Partner sind schwierig, oft nicken Frauen soetwas ab um Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Jaja dann wird das als Liebe bezeichnet, seine Bedürfnisse werden die meinigen .... völlig falsch ist eine derartige Haltung und führt am Ende in Therapiestuben.
Das ist meine Ansicht.

Zitat von Blind-Meg:
Beziehungen mit weniger Verbundenheit.

Genau das Gegenteil ist der Fall, ich lasse Freiheiten, lasse ihm seine Individualität, toleriere seine Unzulänglichkeiten, vertraue ihm, hinterfrage ihn nicht und erwarte Loyalität, Zugewandtheit und ein Umeinander Sorgen.
Verstrickte uns nicht in langatmige Diskussionen, sondern gehe in mich und biete Lösungen an.
All das zeigt mir Verbundenheit, nicht dass er meine zu seinen Bedürfnissen macht, denn das kann er nicht

#6690


A


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