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Wann kommt es bei euch zum Date?

E-Claire
Zitat von Blind-Meg:
Ich sage dir, was als nächstes passieren wlrd: jemand (männliches) kommt und erklärt, dass er natürlich weit mehr als 5000 im Monat verdient unfd für 5000 noch nicht mal morgens aufstehen würde. Dann wird wieder irgendwas ins Lächerliche gezogen. Und auf den Rest wirf nicht weitet eingegangen.
Du hast völlig recht: die Herren wollen das nicht verstehen. Schlau genug wären sie (manche).

ich glaube, dass wir da einfach nicht zu viel erwarten können. Der Schritt vom Glauben an den (eigenen) individuellen Erfolg hin zum Verständnis für strukturelles Privileg ist kein einfacher und der passiert ja auch nicht von heute auf morgen. Insbesondere wenn Selbstwert an Leistung gebunden ist, ist das ein schwieriger Weg. Hat auch bei mir gedauert.

Die wenigsten von uns werden ja auch als solche Feministinnen geboren. wir kommen auf die Welt und glauben wir seien gleichberechtigt. Es wird uns ja auch an allen Stellen erzählt. Und die Erkenntnis, dass vieles längst noch nicht so ist, wie es sein sollte, wächst langsam. Sie beginnt halt irgendwann um die 12 mit den ersten Warnungen oder Erfahrungen vor dem einen Onkel oder Lehrer der handsy ist und irgendeinem Typen auf der Strasse, der einen bedrängt.
Setzt sich im Studium oder der Ausbildung fort, mit Lehrenden, die entweder Frauen deutlich benachteiligen oder eben zu eigenen Zwecken bevorzugen. Die Bevorzugungen haben ja einen Preis. Und im Job geht es dann weiter.
Privat schaut man dabei zu, wie aus einer sehr gleichberechtigten Beziehung in den 20ern irgendwann das klassische Modell wird, weil die eigene Karriere meist mit Ankunft der Kinder unterbrochen wird, während die des Mannes an Fahrt aufnimmt und irgendwann fragt man sich, wie man da gelandet ist.

Meine Erwartung das die Männer hier im Forum verstehen (wollen), was strukturelle Probleme sind, ist da minimal. Ich nutze das hier einfach als Trainingslager für die Gespräche, die ich hin und wieder real führen muss oder manchmal möchte.

x 4 #6976


Blind-Meg
Zitat von E-Claire:
Ich nutze das hier einfach als Trainingslager für die Gespräche, die ich hin und wieder real führen muss oder manchmal möchte.

Oh ja, und ich für Gespräche mit meiner 14jährigen.

#6977


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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RoteTablette
Mal eine naive Frage:

Wenn man der Meinung ist, man gekommt nicht genug Geld für das, was man arbeitet - warum verlangt man dann nicht mehr? Oder wechselt die Stelle - oder gar den Beruf? Wenn es stimmt, dass man für den AG genauso wertvoll (oder sogar wertvoller) ist wie die Bevölkerungsgruppe, die mehr Geld bekommt - und wenn es zutrifft, dass einem das Mehrgehalt wichtig genug ist, dass man dafür evtl. Nachteile (z.B. mehr Einsatz im innerbetrieblichen Karrierekampf, schlechtere Work-Life-Balance, irgendwie gearteten Ausgleich für evtl. geschlechtsbedingte Minderleistung, z.B. Schwangerschaft) in Kauf zu nehmen bereit ist, dann sollte das doch möglich sein?

Ggf. kann man über den Betriebsrat viel erreichen. Notfalls gründet man halt eine eigene Gewerkschaft speziell für Frauen (hier weiß ich nicht, ob das rechtlich zulässig wäre - schließlich ist das ja auch eine Form von Diskriminierung; notfalls nennt man es halt "Verein").

Zumal der Gesetzgeber einen mit dem Diskriminierungsverbot unterstützt. Einfach die Benachteiligung beweisen (wenn sie real ist, lässt sie sich beweisen, schließlich geht es hier um nachvollziehbare Zahlen). Gibt es geschlechtsspezifische Nachteile in Tarifverträgen? Sollte doch nicht der Fall sein. Und wenn man das Gehalt frei aushandeln kann/muss: Nun, dann sollte man das eben tun.

Wären die Benachteiligten zufällig Männer, dann würden die meisten Frauen ihnen genau das raten und sie darauf verweisen, dass sie für ihre Belange schon selbst eintreten müssen. Und da hätten sie sicher Recht.

So, wie die Situation sich aber darstellt, werde ich (und wohl auch viele andere Leute) das Gefühl nicht los, dass frau hier klagt, weil sie klagen will. Weil sie das braucht. "Hier seht ihr, dass wir die armen Opfer sind, die vom böhsen Patriarchat IMMER NOCH unterdrückt werden!"

x 3 #6978


J
Ich schwanke gerade hin und her zwischen amüsant und traurig.

Die Menschen meinen sie wären die intelligenteste Spezies auf der Welt. Sieht mir gerade nicht so aus.
Bei den anderen Spezies hat jeder seine Aufgabe egal welchen Geschlechtes.

Jede Person egal welchen Geschlechtes hat seine Vorteile und Nachteile, manche sind biologisch bedingt, vom Geschlecht oder einer Krankheit oder anderen Handicaps. Und hier zerreißt ihr euch wegen etwas mehr Geld verdienen oder gleich viel Frauen an jeder Positionen zu besetzen. Wenn ich so die Stellenanzeigen anschauen steht immer dran, m/w/d also kann jeder Mensch mit der angeforderten Qualifikation auf diese Stelle bewerben. Die Entlohnung ist für gleich qualifiziertes Personal auch immer dasselbe.
Weshalb reitet ihr viel auf dem Geld herum? Gesundheit, Freiheit und Frieden ist mit Geld nicht zu bezahlen, was bringt das dann wenn man mehr hätte?
Können wir nicht lernen mit dem was wir haben zufrieden zu sein, muss es immer mehr sein, weil jemand anders mehr hat. Uns geht es doch relativ gut, wir haben ein Medium mit dem wir hier zum Teil unnütze Dinge schreiben, die Zeit dafür, das ganze an einem warmen trockenen Ort.
Weshalb sind wir alle immer so unzufrieden?
Wenn mir etwas nicht gefällt muss ich das selbst ändern, nicht verlangen, dass jemand meine Gedanken liest und dass dann für mich ändert.

Bogen zurück zum Thema - solange wir mit unserem Leben nicht zufrieden sind, sollten wir nicht darüber nachdenken auf ein Date zu gehen 😂😱

x 1 #6979


M
Zitat von J_Eulenspiegel:
Jede Person egal welchen Geschlechtes hat seine Vorteile und Nachteile, manche sind biologisch bedingt, vom Geschlecht oder einer Krankheit oder anderen Handicaps.

Weisst Du, teilweise wird uns sogar weisgemacht, wir wären für die biologischen Begebenheiten auch noch verantwortlich bzw die Struktur des Patriarchats ist daran schuld. Und da ist für mich ein Punkt erreicht, wo ich das Ganze nicht mehr ernst nehmen kann, selbst wenn ich wollte

#6980


Chrome
Scheitern beginnt immer bei einem selber,.ich denke diese Tugend haben die meisten Menschen komplett verlernt oder nie gelernt muss man wohl eher sagen. Wie auch? Wenn ich mir die heutigen Kinder so anschaue, dann fehlen mir oft die Worte und das zieht sich durch bis ins erwachsene alter. Keine Tugenden mehr, keine Grenzen, keine klaren Worte, weil könnte ja schaden und dann wundern wenn die Wirtschaft den Bach runter geht. Wie sollen diese Menschen eine erfolgreiche Beziehung führen und Kinder bekommen? Und die was sie bekommen sind teilweise so Lost, da fehlen mir die Worte und schaut man dann ins TV, ist man komplett sprachlos oder einfach nur irritiert was hier mittlerweile los ist. Was mittlerweile als normal angesehen wird ist einfach nur krank. Menschen die sich gegenseitig öffentlich im TV betrügen und die Leute es feiern wenn eine Person verzweifelt und warum? Weil ihr eigenes Leben so langweilig ist, dass sie es genießen zu sehen wie andere scheitern. 90% der TV Sendungen passieren auf dieser Tatsache mittlerweile, die anderen 10% sind dazu da sich der Welt zu zeigen und wie toll man doch ist. Gleichzeit werden Menschen direkt verurteilt ohne wirkliche Beweise und dort wo es Beweise gibt, werden sie ignoriert. Da kann sich jetzt jeder selbst Gedanken drüber machen was ich wohl meine. Wir leben in einer Gesellschaft, wo Kinderschänder auf Bewährung fri kommen und päd. 1000 Euro Geldstrafe zahlen müssen für eine 4 stellige Zahl P. auf dem PC und andere für 3 Wörter die harmloser nicht sein könnten fast 20.000 Euro Geldstrafe bezahlen müssen oder wo der Geschlechterhass Ausmaße angenommen hat, dass jenseits von Gut und Böse ist.

Hätte ich meine Freundin nicht per Zufall getroffen, würde ich keine Sekunde in der heutigen Zeit noch ans Daten denken und lieber alleine bleiben. ich denke mehr habe ich dann auch nicht mehr zum Thema zu sagen

#6981