E-Claire
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Zitat von Blind-Meg:Ich sage dir, was als nächstes passieren wlrd: jemand (männliches) kommt und erklärt, dass er natürlich weit mehr als 5000 im Monat verdient unfd für 5000 noch nicht mal morgens aufstehen würde. Dann wird wieder irgendwas ins Lächerliche gezogen. Und auf den Rest wirf nicht weitet eingegangen.
Du hast völlig recht: die Herren wollen das nicht verstehen. Schlau genug wären sie (manche).
ich glaube, dass wir da einfach nicht zu viel erwarten können. Der Schritt vom Glauben an den (eigenen) individuellen Erfolg hin zum Verständnis für strukturelles Privileg ist kein einfacher und der passiert ja auch nicht von heute auf morgen. Insbesondere wenn Selbstwert an Leistung gebunden ist, ist das ein schwieriger Weg. Hat auch bei mir gedauert.
Die wenigsten von uns werden ja auch als solche Feministinnen geboren. wir kommen auf die Welt und glauben wir seien gleichberechtigt. Es wird uns ja auch an allen Stellen erzählt. Und die Erkenntnis, dass vieles längst noch nicht so ist, wie es sein sollte, wächst langsam. Sie beginnt halt irgendwann um die 12 mit den ersten Warnungen oder Erfahrungen vor dem einen Onkel oder Lehrer der handsy ist und irgendeinem Typen auf der Strasse, der einen bedrängt.
Setzt sich im Studium oder der Ausbildung fort, mit Lehrenden, die entweder Frauen deutlich benachteiligen oder eben zu eigenen Zwecken bevorzugen. Die Bevorzugungen haben ja einen Preis. Und im Job geht es dann weiter.
Privat schaut man dabei zu, wie aus einer sehr gleichberechtigten Beziehung in den 20ern irgendwann das klassische Modell wird, weil die eigene Karriere meist mit Ankunft der Kinder unterbrochen wird, während die des Mannes an Fahrt aufnimmt und irgendwann fragt man sich, wie man da gelandet ist.
Meine Erwartung das die Männer hier im Forum verstehen (wollen), was strukturelle Probleme sind, ist da minimal. Ich nutze das hier einfach als Trainingslager für die Gespräche, die ich hin und wieder real führen muss oder manchmal möchte.