×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

9781

Wann kommt es bei euch zum Date?

Blind-Meg
Zitat von Arella:
Denk doch mal an die Fünfzigerjahre zurück, da wär doch keine Frau auch nur bereit gewesen, sich für mehrere Monate von irgendwem*testen* zu ...

In den Fünfzigerjahren war es einer Frau aber auch kaum möglich, auf eigenen Beinen zu stehen. Da war es als Frau essentiell, einen "guten Mann" abzubekommen und zu halten (und "gut" definierte sich als "säuft nicht und hat einen Job"), weil sie als eigenständige Person gar nicht hätte leben können oder mindestens gesellschaftlich geächtet wäre. Die Frau aus den 1950ern brauchte einen Mann, um in Sicherheit zu sein, und Sicherheit war wichtiger als Glücklichsein. Und das ist bis heute in den Köpfen tief verankert, leider.

x 2 #7006


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Die Frau aus den 1950ern brauchte einen Mann, um in Sicherheit zu sein, und Sicherheit war wichtiger als Glücklichsein.

echt? wir schreiben von Neunzehn-50 ...... 🤔

#7007


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

x 3


Error
Zitat von Blind-Meg:
In den Fünfzigerjahren war es einer Frau aber auch kaum möglich, auf eigenen Beinen zu stehen. Da war es als Frau essentiell, einen "guten Mann" abzubekommen und zu halten


Zitat von ElGatoRojo:
echt? wir schreiben von Neunzeh-50 ......

Hier muss ich dem Kater recht geben. Ich denke nicht, dass Du @Blind-Meg befähigt bist, über Frauen der 1950ér zu urteilen.

x 1 #7008


T
Zitat von Blind-Meg:
Und das ist bis heute in den Köpfen tief verankert, leider.

das ist möglicherweise so, aber ich stelle immer wieder fest, dass man im Erstkontakt sofort nach dem Beruf gefragt wird, danach nach den Wohnverhältnissen (Eigentum oder Miete) und dann erst nach den Hobbies.
Aus meiner Sicht gibt es da schon noch Tendenzen Richtung sicherstellen und weitersuchen.
Um es abzukürzen, nein, nicht alle sind so, oder alle Anderen sind so.
Es gibt sie noch, die Beziehungen, die funktionieren. Das müssen ja nicht die sein,bei denen noch zu Elvis "gerockt" wurde.
Ich wäre in den 50-ern weder gerne Mann gewesen, noch Frau.

#7009


Blind-Meg
Zitat von Error:
Ich denke nicht, dass Du befähigt bist, über Frauen der 1950ér zu urteilen.

Das macht nichts, das darfst du gerne denken. In den 50ern waren meine Eltern Kinder, und ich weiß, wie die Beziehungen von deren Eltern liefen.
Meiner Mutter wurde noch beigebracht "Sei lieb und anschmiegsam, damit dir nicht der Mann wegläuft" und "Du darfst nicht so viele Ansprüche haben an einen Mann"
Zum Glück hat sie das nicht interessiert.

x 1 #7010


T
@Error
Es gibt ja auch heute noch Vintage Modelle, auch in Beziehungen. Wenn beide damit einverstanden sind, ist doch alles ok.

#7011


Arella
Zitat von Blind-Meg:
In den Fünfzigerjahren war es einer Frau aber auch kaum möglich, auf eigenen Beinen zu stehen. Da war es als Frau essentiell, einen "guten Mann" abzubekommen und zu halten (und "gut" definierte sich als "säuft nicht und hat einen Job"), weil sie als eigenständige Person gar nicht hätte leben können oder mindestens gesellschaftlich geächtet wäre. Die Frau aus den 1950ern brauchte einen Mann, um in Sicherheit zu sein, und Sicherheit war wichtiger als Glücklichsein. Und das ist bis heute in den Köpfen tief verankert, leider.

Auf jeden Fall. Ich habe mir auch gedacht, dass du darauf noch einmal hinweist und finde es gut. Selbiges habe ich auch schon gedacht und es war auch nicht nur in den Fünfzigern so.
Ich lockere ja gern mal einen Faden auch ein bisschen auf, weil ich das ganz gern mag und es meiner Art entspricht und es halt auch nicht in einen Kampf zwischen Männern und Frauen ausarten soll. Es wäre schön, wenn wir voneinander erfahren oder lernen können, wie die unterschiedlichen Seiten diese Fragen sehen. Einfach austauschen.

Es liegen ja immer auch individuelle, ganz persönliche Realitäten neben der Realität, die dann eine ganze Gesellschaft als Gesellschafts-Dach-Modell erlebt hat. Und in dem Fall war es die gesellschaftlich gesetzte finanzielle Abhängigkeit der Frau von einem Mann.
Wenn er das Geld besitzt und die Macht und sie nicht. So war das damals und lange. Und das ist Besitzdenken. Und Besitzhandlung. Kein Mensch und keine Frau soll der Besitz eines Mannes sein müssen.
Sie sollen Individuen sein können und wenn es zwischen ihnen, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr gut läuft, dann soll auch sie in Würde gehen "dürfen", ohne Angst vor Abstrafung und finanziellem Ruin und als Bittstellerin beim Sozialsystem und der Willkür von Ämtern.
Ein Mensch soll nicht der Besitzt eines anderen sein müssen und dürfen. Um so funktionieren und fühlen "zu müssen", wie es der, der das Geld hat, haben möchte.

Ich habe hier durch das Mitlesen schon sehr viel über unsere patriarchale Vergangenheit gelernt.
Aber auch die Männer hängen da eben auch blöd mit drin. Wenn beide frei sind, ist die Lage sehr viel ehrlicher und beide haben vielleicht auch die Chance, wieder eher ein glückliches Leben zu führen, wenn sie gehen und jemand finden können, wo die Passung besser ist. Damit hätte man viel mehr glückliche Menschen.
Ich bin mir in dem Zusammenhang auch noch nicht klar, ob die Abschaffung des Ehegattensplittings nicht sogar freie Menschen schafft.
Meine Meinung dazu ist noch nicht abgeschlossen gebildet.

x 1 #7012


Arella
Zitat von J_Eulenspiegel:
Bitte nicht alle Männer über einen Kamm scheren

Das kann dann leider passieren, wenn das dann halt auch Männer abbekommen, die eigentlich das wünschen, was sich auch viele Frauen wünschen, eben Zusammensein verbindlich und mit besten Absichten.

x 1 #7013


Arella
Zitat von Tempest:
dass man im Erstkontakt sofort nach dem Beruf gefragt wird,

Das finde ich auch immer echt blöd. Könnt ich die Augen verdrehen.
Ich hab mal jemandem gesagt, dass wir die Frage einfach auslassen können.
Und eine andere nehmen.
Und erst mal nur was persönlich von uns erzählen.
Ohne diese ganze MmeinHaus-, mein-Boot, -meinPferd-Nummer.

#7014


ElGatoRojo
Zitat von Arella:
ob die Abschaffung des Ehegattensplittings nicht sogar freie Menschen schafft.

Ganz gewiss .............. 🤔😇

#7015


Arella
Zitat von ElGatoRojo:
Ganz gewiss ..............

Ich hab noch keine wirkliche Meinung. Ich finde aber, und so hab ich es verstanden, dass es für Neu-Ehen so gehandhabt werden soll. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man das für die Bestandsehen so macht, denn das sind alles ältere Leute und Paare, die dieses Modell so gelebt haben, weil es gesellschaftlich lange so gewünscht war und die sich beruflich und familiär so aufgestellt haben, dass die Frauen zu Hause blieben und im Grunde der Gesellschaft gut erzogenen und soziale Kinder gegeben haben, die nun wieder Steuerzahlen sind. Für diese Modelle fände ich es eine Abstrafung, es nun einfach umdrehen zu wollen. Soll so auch nicht gemacht, werden, so hab ich es bisher verstanden. Bin aber noch nicht weiter mit dem Thema befasst, hatte noch keine Zeit für tiefere Infobeschaffung.

#7016


T
Zitat von Arella:
Meine Meinung dazu ist noch nicht abgeschlossen gebildet.

geb mir bitte Bescheid, wenn es dir gelungen ist. Ich habe Zeit 😇
Ich frage mich auch oft, wie wir bis hierher überlebt haben. Da muss es doch mehr geben, als nur gegenseitige Schuldzuweisungen.
Abhängigkeiten sind keine gute Basis für Beziehungen, weder privat noch geschäftlich.
Ich habe schon immer versucht, da raus zu kommen. Ich habe dann nicht mehr bei einer Firma gearbeitet, sondern nur noch für eine Firma, das konnte dann auch variieren.
Geld und Macht sind eineiig, Erfolg und Misserfolg auch.
So what, es gibt keine Garantie und auch Gewährleistung endet irgendwann.
Warum begreifen die Menschen nicht, dass es gemeinsam besser geht als gegeneinander?
Ist es diese ständge Eifersucht, die mit Eifer sucht, oder liegt es tatsächlich daran, dass wir im Gegensatz zu den Schwänen gar nicht in der Lage sind, monogam zu leben?

x 1 #7017


J
Zitat von Arella:
Ich bin mir in dem Zusammenhang auch noch nicht klar, ob die Abschaffung des Ehegattensplittings nicht sogar freie Menschen schafft.

Das Thema Ehegattensplitting ist in der Zeit wichtig, wenn Nachwuchs da ist, dann gibt es nur eine verdienende Person. Wenn dann von dieser Person das Gehalt durch 2 geteilt wird und darauf werden dann alle Steuern berechnet ist für die junge Familie meiner Meinung nach ein großer Vorteil. Eine Arbeitskollegin arbeitet und der Mann macht Hausmann, jetzt ist das Elterngeld vorbei und der Mann muss wieder etwas arbeiten, weil sie zu viel Steuern bezahlt.
Das abschaffen des Ehegattensplitting reduziert doch die Geburtenrate, oder? Wer kann sich es noch leisten, dass nur ein Elternteil zum arbeiten geht - ah die reichen, bei denen ist es ja egal, die haben ja eh den Höchststeuersatz, da bringt teilen auch nichts mehr.

#7018


A


x 4