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Wann kommt es bei euch zum Date?

J
Zitat von NurBen:
Dann sollen sie halt nur Sex innerhalb einer Beziehung haben und das Problem ist gelöst.

Ich denke soweit muss es ja nicht bei jedem gehen, wie wäre es mit dem schwedischen Modell? Soweit ich weiß haben die eine App in der bestätigt die Frau, dass es zu einem einvernehmlichen S. kommt. Da geht man mit dem Thema deutlich lockerer um als bei uns. In der Disco fragt man eine Frau nach S. wie wenn man ein Getränk bestellt.

Es gibt aber auch die Seite der Frauen, die nur auf ein Kind aus sind. Ich kenne 3 Frauen, die wollten ein Kind, haben sich dann ein Mann angelacht mit ihm ein paar mal S. gehabt und haben nun ein Kind. Der Mann darf für den Kindesunterhalt aufkommen. S. auf Raten so zu sagen.

Eine andere Bekannte, ist mit 18 ausgezogen und hat über 15 Jahre immer mit irgend einem Mann gewohnt, damit sie nicht alleine ist. Huch der wollte S. das hat sie so einfach hingenommen/mitgemacht.

x 1 #7036


Blindfisch
Zu diesem Thema kann ich eigentlich nur sagen: Wilkommen im Spiel der Geschlechter.
Mal gewinnt man, mal verliert man.
So wurde es schon immer gespielt, so wird es auch immer gespielt werden.
Und die Menschen die am Spielfeldrand gesessen und gejammert haben,
das das Spiel unfair ist, gab es auch schon immer. Entspannter Smiley

x 2 #7037


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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T
@alleswirdbesser
Es geht bei den Renten ja auch immer um Durchschnitt, der ist bekanntlich das Leichentuch der Statistik.
Ich habe ebenso draufgezahlt wie Du, sei es an Erfahrung oder monitär.
Das Leben ist natürlich auch immer eine Gewinn/Verlust Rechnung.
Mich stört nur das ständige schwarzer Peter Spiel in Beziehungen.
Wenn Beziehungen scheitern, scheitert oft auch das gesamte Lebensmodel.

#7038


T
Zitat von alleswirdbesser:
Auf die Rentenpunkte des Exmannes habe ich verzichtet.

Soweit ich das weiß, geht das gar nicht. Versorgungsausgleich ist Pflicht und wird automatisch gemacht.
Ich lasse mich da aber gerne belehren.

#7039


alleswirdbesser
Zitat von Tempest:
Soweit ich das weiß, geht das gar nicht. Versorgungsausgleich ist Pflicht und wird automatisch gemacht. Ich lasse mich da aber gerne belehren. ...

Doch, es bedarf halt zwei Anwälte, die zum Scheidungstermin erscheinen und nichts dagegen einzuwenden haben, wenn beide verzichten. Vor dem Scheidungsverfahren kann man das auch notariell regeln, dann benötigt man keine zwei Anwälte.

Ach ja, der Ausgleich wurde durchgeführt, das kann man dann nicht verhindern, wenn notariell im Vorfeld nicht geregelt. Wir haben trotzdem verzichten können, und die Kosten für das Verfahren natürlich bezahlt.

#7040


Blind-Meg
Zitat von Blindfisch:
Mal gewinnt man, mal verliert man.

Es wäre aber theoretisch möglich, dass immer jeder gewinnt. Das kann man nicht nicht wollen.

#7041


Ameise_78
Ich fände es extrem spannend wenn hier auch gleichgeschlechtlich orientierte Beziehungspartner mitdiskutieren würden.

Gibt es denn in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gar keine Probleme? Beim Kennenlernen? Hinsichtlich der Beziehungsdynamik?
Ist da von Anfang bis Ende immer alles tutti..?

(Meiner persönlichen Beobachtung nach nämlich nicht, aber sooo viele gleichgeschlechtliche Paare kenne ich tatsächlich nicht, um da ein Fazit ziehen zu können, das eben nicht nur meiner Beobachtung entspringt, die mich dazu veranlasst zu denken, dass man beileibe nicht alle Probleme, die hier diskutiert wurden auf den Geschlechterkampf schieben kann... auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gibt's ja Betrug oder bestimmte Probleme/Verhalten, das nicht ideal ist... oder Bedürfnisse, die auseinander gehen... schweigsamere oder gesprächigere Partner etc. pp... und auch beim Kennenlernen ist da beileibe nicht alles ideal...)

x 2 #7042


B
oh Ehegattensplitting als Kostenfalle für den Staat. Selten so ein nicht durchdachten offensichtlich falsch verargumentiertes Problem. Sorry, für OT:
Die Ehe ist zwar ein recht altes Modell, aber sie ist in erster Linie ein wechselseitiger Vertrag zur gegenseitigen Fürsorge. Als Ehegatte bist Du auf jeden Fall unterhaltspflichtig- manchmal über das Eheende hinaus. Insofern hat die Ehe einen Schwung Konsequenzen, die je nach Betrachtungsrichtung vorteilhaft- oder nachteilig sind. Was jetzt öffentlich perfide diskutiert wird, ist dass eiskalt das Splitting als nachteilig für den Staat gesehen wird. Es wird geschrieben, dass ein Alleinverdiener erheblich weniger Steuern zahlt, als ein Singel. Dass der Alleinverdiener damit aber 2 Personen (Minimum) versorgt- das wird nicht weiter betrachtet. Es bleibt der angebliche Steuervorteil. Und ebenso auch die Denke, dass es für die Klasse V nicht "lohnt", zu arbeiten ist definitiv auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen. Wählt man die gemeinsame Veranlagung, dann finde ich es schon schräg, wenn dann wieder auf das Einzeleinkommen geschielt wird. Gemeinsame Veranlagung bedeutet, gemeinsames Wirtschaften. Die Steuerklassenwahl hat lediglich einen Einfluss auf die Vorauszahlung der Einkommenssteuer- sie sagt nichts über die tatsächliche Steuerlast des PAARES aus. Die ist bei gemeinsamer Veranlagung stets gleich. Wer trotz Ehe steuerlich unabhängig sein will, der darf selbstverständlich auch die getrennte Veranlagung wählen. In diesem Fall sind beide Partner wie Singles zu behandeln. Mann kann sich natürlich darüber streiten, inwieweit es zeitgemäß ist, sich nur auf die Ehe zu beschränken. Für mich wäre es fair, dass jeder, der andere unterhält, auch entlastet wird. So zum Beispiel als Familiensplitting. Nebenbei bemerkt, jeder hat das verfassungsgemäße Recht auf die Steuerfreiheit des Existenzminimums- und deswegen könnte man ganz non-chalant überlegen, welch wahre Sinn der Angriff hat: Mehr Steuereinnahmen ohne dass mehr Leistung durch den Staat erbracht wird. genauso könnte ich im Strahl brechen, wenn ich lese, dass es hier im Lande Kindergeld gibt. Nein, Kindergeld ist die pure Konsequenz aus dem verfassungsgemäßen Recht auf das steuerfreie Existenzminimum. Und das wird bei der Steuererklärung betrachtet- die Existenzminima der Kinder werden vom Brutto abgezogen, und damit muss man weniger Steuern zahlen. Nur wenn man wenig verdient, gibt es einen stattlichen Zuschuss- hat man ein relativ hohes Einkommen, übersteigt die Steuerersparnis das Kindergeld. Aber das ist die Konsequenz aus der Steuerprogression.

x 4 #7043


B
@BernhardQXY
Ich verstehe das Ansinnen des Staates, mehr Menschen in Lohn und Brot zu bekommen und ich sehe auch, dass in den allermeisten Fällen der Mann mehr verdient und die Frau unter einem gender pay Gap , verstärkt durch die Teilzeitfalle leidet- auch wenn es auch umgekehrt funktioniert, so spricht die praxis dagegen. Durch den Wegfall des Ehegattensplitting gibt es ja noch weniger Anlass zu heirate, vor allem, wenn es bei den Nachteilen bleibt.

#7044


N
@BernhardQXY

Da stimme ich Dir in fast allen Punkten zu. Und Deine richtigen Ausführungen zeigen nur, wie wenig wir in Schule und durch Medien über das Steuersystem lernen und wie sehr diese Themen politisch geframed werden.

Der einzige Punkt, an dem ich Dir widersprechen muss, ist:
Zitat von BernhardQXY:
Und ebenso auch die Denke, dass es für die Klasse V nicht "lohnt", zu arbeiten ist definitiv auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen.

Nicht nur auf mangelnde Aufklärung.
Sondern vor allem auch auf zwei Generationen an Ehemännern, die sich selbst in der "Ich arbeite nur gegen Geld"-Rolle sehr erhaben fühlten und den Frauen indirekt und vielfach auch ganz direkt zu verstehen gaben, dass sie nur so viel wert wie ihr Nettoeinkommen seien.
Ex-Schwiegervater vor versammelter Mannschaft zu Ex-Schwiegermutter: "Ich hab Dich damals aus der Gosse gezogen. Die paar Euro aus Deinem Job reichen nicht mal für die Nebenkosten. Ohne meine Rente landest Du wieder in der Gosse."

Kennst Du ein einziges Ehepaar, bei dem die Steuerrückzahlung so gewürdigt wird, dass sie auf das Netto der Frau aufgeschlagen wird? Sie also im Kopf des Ehemannes nicht die monatlichen 800 Euro verdient, sondern eben die 1.100, die nach Steuerersparnis wirklich herauskommen? Ich kenne keines.

Gäbe es keinen finanziellen Machtmissbrauch in Ehen, stünde das Ehegattensplitting gar nicht zur Debatte, sondern die Familienmitversicherung in der GKV.

x 1 #7045


M
Versorgungsausgleich wird vom Gericht automatisch für alle relevanten Altersvorsorgen durchgeführt,also gesetzliche,betriebliche und private.

Wenn man sich einig ist alle oder einzelne Posten auszuschließen oder zu verringern,schaut das Gericht nur auf die Sittenwidrigkeit.
Vor Gericht ist dann halt ein 2. Anwalt nötig oder eine notarielle Scheidungsfolgevereinbarung.

#7046


M
Puh, da ist aber bisschen was vermischt:
Zitat von BernhardQXY:
Aber das ist die Konsequenz aus der Steuerprogression.

Stimmt, aber warum ist das so? Ist ja nicht gottgegeben, könnte man ändern. Gutverdiener bekommen dadurch mehr Geld (aka Ersparnis) für ihre Kinder. Warum deckelt man das nicht oder überlegt, bis zu welchem Einkommen oder Vermögen man überhaupt als Staat was zuschießt?
Zitat von BernhardQXY:
Für mich wäre es fair, dass jeder, der andere unterhält, auch entlastet wird.

Mir fehlt dabei: .... der andere unterhält, die nicht selbst für sich sorgen können. Dann ja. Aber wenn ein gut verdienender Mann zwei Personen, sprich: seine Frau, unterhält, damit sie sich um den Haushalt kümmert, er ihr aber dafür nichts bezahlt, sondern im Prinzip ich das über die Steuerentlastung bezahle? Ich möchte das nicht, tut mir leid. Ehegattensplitting per se habe ich noch nie verstanden.

Zitat von BernhardQXY:
So zum Beispiel als Familiensplitting.

Das gerne sofort und gerne auch für unverheiratete Paare.

Zitat von BernhardQXY:
Durch den Wegfall des Ehegattensplitting gibt es ja noch weniger Anlass zu heirate, vor allem, wenn es bei den Nachteilen bleibt.

Wer die Ehe als finanzielle Versorgungsgemeinschaft sieht ... klar, für den gibt es dann weniger Vorteile.

Vergessen wurden bei den Vorteilen bisher die Erbfreibeträge, die lohnen sich für viele sehr ....
Edit: oh, und die Witwenrente (Witwerrente offenbar selten)

x 3 #7047


B
@Nalf
da wir IV/IV ohne Faktor trotz eines leichten Gehaltsvorteil meiner Frau haben, fallen wir aus der Frage hinaus und freuen uns über die Steuererstattung, wohl wissend, dass man darauf keine Zinsen bekommt. Die Handlung und denke deines Ex Shwiervaters finde ich abstoßend und wage nmich mal weit aus dem Fenster, dass die wenigsten Männer so ein framing haben. Ob es aber ein Beispiel für ein paar gibt, wo der Steuervorteil auf das Einkommen der Frau gerechnet wird weiß ich nicht- finde ich solange auch nicht notwendig, solange man von "unserem gemeinsamen Einkommen" spricht und auch so denkt, handelt und lebt.

x 1 #7048


NurBen
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich denke soweit muss es ja nicht bei jedem gehen, wie wäre es mit dem schwedischen Modell? Soweit ich weiß haben die eine App in der bestätigt die Frau, dass es zu einem einvernehmlichen S. kommt. Da geht man mit dem Thema deutlich lockerer um als bei uns. In der Disco fragt man eine Frau nach S. wie wenn man ein Getränk bestellt.

Es geht ja weniger um einvernehmlichen Sex. Sondern ums "ausnutzen".
Was ich aber spannend finde ist, dass nie ein Mann sagt, dass er für Sex ausgenutzt wurde.
Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Paarungsstrategien.
Ein Mann "umwirbt" die Frau und eine Frau versucht (über Sex) den Mann zu binden.

Das Gefühl des "ausgenutzt werdens" ist also unterschiedlich.
Ein Mann fühlt sich ausgenutzt, wenn er fleißig die Frau umwirbt, sie sich umwerben lässt, aber keine weiteren Absichten hat.
Eine Frau fühlt sich ausgenutzt, wenn sie versucht sich zu binden, aber er sich nicht binden lässt.

Dazu kommt noch, dass gesellschaftlich Frauen immernoch als "arme Opfer" gesehen werden deswegen Frauen eben keine "bösen Absichten" unterstellt werden
Das erkennt man deutlich daran, wie Menschen unterschiedlich reagieren, je nach dem ob das "Opfer" ein Mann oder eine Frau ist.

z.B.
Mann datet eine Frau, Sex alles inklusive und nach 3,4 Treffen meldet sich die Dame nicht mehr.
Da wird i.d.R. nicht gesagt "Die Frau hat dich nur ausgenutzt." sondern eher "Für sie hat es halt einfach nicht gepasst."
Sprich, es werden der Frau i.d.R. keine bösen Absichten unterstellt.

Umgekehrt:
Eine Frau datet einen Mann, Sex alles inklusive und nach 3,4 Treffen meldet sich der Mann nicht mehr.
Da wird i.d.R. nicht gesagt "Für ihn hat es wohl nicht gepasst" sondern "Er hat dich ausgenutzt / Wollte nur Sex."
Sprich, es werden dem Mann böse Absichten unterstelllt.

In der Realität ist es aber nun mal so, dass man nicht weiß ob Mann/Frau böse Absichten hatte oder nicht.

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NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Es wäre aber theoretisch möglich, dass immer jeder gewinnt. Das kann man nicht nicht wollen.

Klingt in der Theorie ganz nett... in der Praxis jedoch langweilig.
Spannung, Ungewissheit, etc... ist ein entscheidener Faktor beim Kennenlernen.
Ein Mann der sich der Frau auf dem "Silbertablett" serviert ist nicht sonderlich interessant für Frauen.

#7050


A


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