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Wann kommt es bei euch zum Date?

M
Zitat von BernhardQXY:
solange man von "unserem gemeinsamen Einkommen" spricht und auch so denkt, handelt und lebt.

Das, volle Zustimmung. Auch etwas, was ich nie verstehe, wenn Paare z. B. wegen Kinderbetreuung ungleich verdienen. Warum haben nicht alle einfach drei Konten? Die meisten Paare nehmen 3/5 und der Nettobetrag nach Klasse 5 wird als reale Zahl gesehen .... was falsch ist, weil der Mann mit Klasse 3 eben überdurchschnittlich weniger Steuern vorauszahlt. Rein optisch verdient die Frau dadurch nochmal weniger. @BernhardQXY : Wir hatten auch Steuerklasse 4/4 behalten bei unterschiedlicher Wochenstundenzahl. Nach Steuererklärung macht es sowieso keinen Unterschied.

#7051


M
Zitat von NurBen:
Es geht ja weniger um einvernehmlichen Sex. Sondern ums "ausnutzen".

Zitat von NurBen:
Da wird i.d.R. nicht gesagt "Für ihn hat es wohl nicht gepasst" sondern "Er hat dich ausgenutzt / Wollte nur Sex."

Ist das etwas verallgemeinert? Ich habe das noch nie gehört oder gedacht, auch nicht in meinem Freundeskreis.

Der Unterschied war doch eher: eine Person gibt vor ungebunden oder an einer Beziehung interessiert zu sein, und quasi deswegen lässt sich die andere Person auf mehr, aka S..., ein, weil sie ebenfalls an einer Beziehung interessiert ist.

Wenn klar ist, dass beide noch nicht genau wissen, wo es hingeht, können beide entscheiden, wollen sie S... oder auch nicht. Glaube nicht, dass es in diesem Fall geschlechtsspezifische Unterschiede gibt? Auch Frauen haben durchaus Interesse an S ..., ggf. auch wenn nicht klar ist, ob es eine Beziehung wird 😀. Offene Karten halt ....
Zitat von NurBen:
Ein Mann "umwirbt" die Frau und eine Frau versucht (über Sex) den Mann zu binden.

Ich kann nur für mich sprechen, aber das fand ich jetzt sehr lustig. Auf die Idee wäre ich wirklich nie gekommen 😀

x 2 #7052


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Spannung, Ungewissheit, etc... ist ein entscheidener Faktor beim Kennenlernen.

Find ich überhaupt nicht. "Kennenlernen" - da sagt doch schon das Wort, dass es ums Reduzieren von Ungewissheiten geht.

Zitat von NurBen:
Ein Mann der sich der Frau auf dem "Silbertablett" serviert ist nicht sonderlich interessant für Frauen.

Und was bedeutet dann "kennenlernen"?
Für mich geht es genau darum: sich dem anderen zeigen. Das ist nicht langweilig, sondern das ist die einzige Art, wie echte Nähe entstehen kann.

x 2 #7053


Blind-Meg
Zitat von Maribelle:
Der Unterschied war doch eher: eine Person gibt vor ungebunden oder an einer Beziehung interessiert zu sein, und quasi deswegen lässt sich die andere Person auf mehr, aka S..., ein, weil sie ebenfalls an einer Beziehung interessiert ist.

Wenn klar ist, dass beide noch nicht genau wissen, wo es hingeht, können beide entscheiden, wollen sie S... oder auch nicht. Glaube nicht, dass es in diesem Fall geschlechtsspezifische Unterschiede gibt? Auch Frauen haben durchaus Interesse an S ..., ggf. auch wenn nicht klar ist, ob es eine Beziehung wird . Offene Karten halt ....

Ganz genau das!
Aber Ben ist wahrscheinlich nicht zu dumm, das zu verstehen, unterstelle ich jetzt mal sehr wohlwollend. Er fühlt sich nur persönlich angegriffen. Wie auch immer das passieren konnte.

#7054


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Es geht ja weniger um einvernehmlichen Sex.

Doch, exakt genau darum geht es. Es geht um die Frage "Möchtest du Sex mit mir, auch wenn noch nicht klar ist, ob ich dich danach noch weiter kennenlernen möchte?"

Du unterstellst doch selber, dass Frauen binden und Männer Sex wollen. Also ist doch (oft) kar, wer was voneinander will.
Aber die Männer sind es, die vorgeben, sich binden zu lassen.

Kann doch jeder in seiner Strategie bleiben, nur halt offen sagen, was Sache ist.
Laut deiner eigenen Logik werden sogenannte "attraktive Männer" ja trotzdem noch genug Frauen finden, die sich ihnen für Sex zur Verfügung stellen. Aber Moment... Wenn das so wäre: wieso haben sie es dann nötig, ihre Absichten zu verschleiern?

x 2 #7055


Ema
Zitat von Nalf:
Ex-Schwiegervater vor versammelter Mannschaft zu Ex-Schwiegermutter: "Ich hab Dich damals aus der Gosse gezogen. Die paar Euro aus Deinem Job reichen nicht mal für die Nebenkosten. Ohne meine Rente landest Du wieder in der Gosse."

So jemand ist aber schon allein charakterlich völlig ungeeignet für jede Art von Beziehung, oder? Ganz gleich, wie das mit den Steuern geregelt ist.

Ich kann nur von mir sprechen, aber ich würde lieber von Grundsicherung leben, als mit so jemandem mein Leben zu teilen.
Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass das das erste Mal war, dass er seine Einstellung deutlich gemacht hat.
Unglaublich, wie manche Leute drauf sind.
Unglaublich (für mich) aber auch, dass seine Frau das so hinnimmt.

Nachtrag: Hatte deren Sohn, also dein Ex, auch so eine reizende Einstellung verinnerlicht?

x 1 #7056


E-Claire
Zitat von NurBen:
Eine Frau datet einen Mann, Sex alles inklusive und nach 3,4 Treffen meldet sich der Mann nicht mehr.
Da wird i.d.R. nicht gesagt "Für ihn hat es wohl nicht gepasst" sondern "Er hat dich ausgenutzt / Wollte nur Sex."
Sprich, es werden dem Mann böse Absichten unterstelllt.

ich kenne keine Feministin, die das sagen würde. In der Regel ist davon auszugehen, dass beide S*x gewollt haben und dann hat es im Nachgang für einen von beiden oder beide nicht gereicht.

Die, der Mann hat dich nur ausgenutzt Nummer, beruht auf der völlig sinnlosen und im Übrigen von Männer geprägten Mär, dass Frau da "etwas kostbares" zu beschützen hätte. Im Red-Pill Sprech übrigens Body-Count genannt.

x 3 #7057


T
@alleswirdbesser
Zitat von alleswirdbesser:
Doch, es bedarf halt zwei Anwälte, die zum Scheidungstermin erscheinen und nichts dagegen einzuwenden haben, wenn beide verzichten. Vor dem Scheidungsverfahren kann man das auch notariell regeln, dann benötigt man keine zwei Anwälte.

Wie sieht das dann für die Zeiten der Not aus, also wenn eine Seite in finanzielle Not gerät, was im Alter häufig passiert.
Der Passus "Auch in Zeiten der Not" könnte als sittenwidrich ausgelegt werden.
Dasselbe gilt auch für Eheverträge. Die sind oft das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, weil man hinterher immer wieder alles in Frage stellen kann.

#7058


M
Zitat von Tempest:
Wie sieht das dann für die Zeiten der Not aus

Das ist der Grund, warum das Familiengericht genau hinschaut, wenn der Versorgungsausgleich ausgeschlossen werden soll (egal wie, ob als Antrag zur Scheidung oder vorab notariell in einer Scheidungsfolgenvereinbarung).

Ich dachte zuerst, cool, das Gericht achtet darauf, dass niemand durch einen solchen Ausschluss benachteiligt wird, in der Regel die Frau, weil in der Regel sie weniger Rentenpunkte gesammelt hat.
Es ist aber eher so, dass der Staat verhindern will, dass einer der zwei durch Ausschluss des Versorgungsausgleichs später hilfebedürftig wird und z. B. Bürgergeld/Grundsicherung beziehen muss, obwohl - mit Versorgungsausgleich - der-/diejenige das nicht hätte machen müssen.

Also, kurz: Nur wenn beide Ehepartner ihr Leben auch ohne Versorgungsausgleich allein finanzieren können (ohne Staat), darf man den ausschließen.

x 2 #7059


T
Zitat von E-Claire:
ich kenne keine Feministin, die das sagen würde. In der Regel ist davon auszugehen, dass beide S*x gewollt haben und dann hat es im Nachgang für einen von beiden oder beide nicht gereicht.

In der Regel schon gar nicht Zwinkerndes Gesicht
Ich bin bekennender Heteroist, damit komme ich gut zurecht, weil es für mich immer ein Geben und ein Nehmen ist, wenn sich Mann und Frau zusammenfinden.
Das gegenseitige Aufrechnen tut keiner Beziehung gut.
Es schürt nur Ängste und Hass.
Da ich Elektrotechniker bin, neige ich zu der Einstellung in solchen Diskussionen immer zu denken, macht doch Watt ihr Volt.

#7060


B
Zitat von Maribelle:
Stimmt, aber warum ist das so? Ist ja nicht gottgegeben, könnte man ändern.

Wie? Man müsste also rein technisch die steuerliche Konsequenz aus dem Kind kürzen. Mithin hätte ein Kind einkommenstarker Eltern nur ein kleineres Existenzminimum. Das wäre fair?
Als Gutverdiener zahle ich trotz dieses vermeintlichen Vorteils trotzdem noch mehr Steuern als ein Geringverdiener. Und sogar pro Euro deutlich mehr als ein Geringverdiener. Damit ist mMn die Solidarität gegeben- Wenn Du gemeinsam um 100k Gehalt hast, musst Du so round about 20k Steuern zahlen. Unter Berücksichtigung aller Freibeträge normalen Spenden, sozialversicherungungsbeiträge , Kinderfreibeträge. etc. zahlen Menschen bei Mindestlohn gar keine Steuern.

#7061


M
Zitat von E-Claire:
dass Frau da "etwas kostbares" zu beschützen hätte

Das und irgendwie der Gedanke, dass Frauen sowieso nur für oder wegen eines Manns bzw. der daraus folgenden Beziehung (?) gern Sex haben. Dass Frauen gern Sex haben, weil es Spaß macht, kommt irgendwie nie vor ...

x 1 #7062


B
Zitat von Maribelle:
Warum haben nicht alle einfach drei Konten?

Weil es keine universallösung gibt. Es gibt ein gemeinsames Oder Konto und jeder arbeitet damit. Altersvorsorge, Sparpläne, Kredite, Taschengeld wird einvernehmlich besprochen.

#7063


M
Zitat von BernhardQXY:
Wie?

Ganz einfach: Kindergeld sind z. Zt. 259 EUR pro Kind. Das ist der Deckel. Mehr Steuerentlastung als 259 EUR pro Kind sollten auch Besserverdienende nicht bekommen. Warum auch? Der Betrag ist offenbar angemessen.

Zitat von BernhardQXY:
Als Gutverdiener zahle ich trotz dieses vermeintlichen Vorteils trotzdem noch mehr Steuern als ein Geringverdiener.

Ja, das hat damit aber nichts zu tun. Es geht ja nicht um Deine absolute Zahlung.

Zitat von BernhardQXY:
mMn die Solidarität gegeben

Naja, für mich nicht. Das ist dann eben Einstellungssache. Ich finde: Wer mehr verdient, sollte mehr abgeben (prozentual).

Zitat von BernhardQXY:
zahlen Menschen bei Mindestlohn gar keine Steuern

Ja, hoffentlich. Steckt im Wort drin: Mindestlohn ist ja offenbar der kleinste Lohn, von dem man noch leben kann Lachendes Gesicht.

So ist das in einer Solidargemeinschaft. Wird aber in unserer immer individualisierteren Gesellschaft immer öfter anders gesehen.

x 1 #7064


M
Zitat von BernhardQXY:
Weil es keine universallösung gibt.

Na klar, war eher rhetorisch. Für mich ist das die gerechteste Lösung, im Prinzip ja das, was Du schreibst: gemeinsames Einkommen, gemeinsame Ausgaben. Aber auch für mich gilt das, solange ein Partner weniger arbeitet, weil es jemanden zu betreuen gibt. In diesen Fällen staune ich oft sehr, wenn ich die Verrrenkungen sehe à la "ich zahle die Miete, Du zahlst die Getränke". Aber das ist wirklich nur meine persönliche Meinung, klar macht das jedes Paar, wie es will .....

#7065


A


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