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Wann kommt es bei euch zum Date?

M
Zitat von Tempest:
Du beziehst dich immer auf den unbereinigten GPG, weil sich die Zahl für dich besser anhört oder anfühlt.

Nein, ich mache das, weil der bereinigte GPG so groß ist und den ganzen Summs von Berufswahl beeinhaltet (ohne anzuerkennen, dass die Löhne je nach Frauenanteil steigen oder fallen in einer Branche), dass es keiner der hier mitschreibenden Männer auch nur in Betracht zieht, dass der unbereinigte Gap im Alltag relevant ist. Der bereinigte ist klarer.

Und das was Du schriebst:
Zitat von Tempest:
Wenn ich meine Ziele (goals) erreicht habe, gibt es einen Bonus. Das ist Firmenintern so geregelt. Wenn meine Kollegin das nicht erreicht hat, dann gibt es keinen, ist auch so geregelt.

hat mit GPG einfach nichts zu tun. Da stimmt jeder zu. Es hat nichts mit unterschiedlichem Grundgehalt zu tun. Und wenn Du das Glück hast, in einer Firma zu arbeiten, wo Deine Kollegin und Du (gleiche Jobposition) gleich verdienen, hast Du eben Glück gehabt.

Was Du aber - echt leider - wie viele Männer hier im Thread machen, ist, dass Du persönliche Anekdoten, die komplett unstrittig sind, mit dem GPG vermischst. Und das ist halt bisschen öde.

Und weil ich in meiner Google-Suche das Wort "bereinigt" nicth drin hatte, denkst Du sofort, jahaaaa, der unbereinigte ist belegt, der bereinigte vermutlich nicht, es liegt also doch an der Berufswahl Lachendes Gesicht (oder war das nicht der Hintergrund der Frage?).

Ich habe neu gefragt und darf verkünden:
"Ja, nach Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und ökonomischen Studien ist wissenschaftlich belegt, dass in Deutschland ein bereinigter Gender Pay Gap existiert. Dieser lag in den letzten Jahren relativ konstant bei etwa 6 Prozent. Definition: Der bereinigte Wert misst den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien."

#7231


Ragna
Zitat von Tempest:
Wie ich schon sagte, es wird niemals 100% Gerechtigkeit geben, das gibt unser System gar nicht her.

Das ist vollkommen richtig.
Unser Wirtschaftssystem bietet viele Möglichkeiten und Freiheiten, Kreuzfahrt, Konsum und Selbstverwirklichung, jedoch ist es nicht gerecht.

x 1 #7232


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Offenlegung aller Gehaltslisten, jeder kann jedem in die Lohnabrechnung schauen. Eigentlich ganz einfach. Dagegen regt sich Widerstand im männlichen ...

Datenschutz sag ich nur, ich denke da jaulen nicht nur Männer.
Und was ist dann die Folge, dass Frauen oder Männer zum Arbeitgeber gehen und sagen, dann will ich aber auch mehr?
Da wird der Arbeitgeber sagen, ja ich will auch so viel, aber wer soll das bezahlen?

x 1 #7233


B
ich bin mehr als belustigt, wie hier (nebenbei die üblich verdächtigen) lauthals "gender Pay Gap " krähen, ohne nach den Ursachen zu schauen. Es ist doch nun wirklich nicht schwer, zunächst auch mal zu schauen, wie die Berufe und deren Gehaltsspannen verteilt sind. Und wenn dann etwas übrig bleibt, dann muss man auch noch danach schauen, was das Thema Teilzeit bedeutet. Ich würde mich dazu hinreißen zu lassen, zu sagen: jedes GPG welches nach Berücksichtigung aller Umstände übrig bleibt und größer 0 % ist inakzeptabel- denn das liefe darauf hinaus, dass die Frau ausschließlich aufgrund ihreres Frau-Seins weniger bekommt.
Aber es ist ja nicht so. Dies wäre auch locker ein nachweisbarer verstoß gegen das Diskriminierungsverbot. Sondern es kommen weitere Punkte hinzu
Frauen verhandeln im Schnitt weniger gut als Männer- warum ist das so?
Menschen in Teilzeit (auch temporär) werden weniger stark gefördert als Vollzeitkräfte- daraus ergibt sich zwangsläufig ein Karrierevorteil und statistisch gesehen sind es wiederum die Frauen, die eher in Teilzeit sind, als Männer. Und damit logischerweise ein PayGap entsteht., welches seine Ursache in der Teilzeit hat und nicht im Frau-sein. Der nächste Punkt ist, dass Frauen im Schnitt sich nicht so hoch qualifizieren wie Männer mithin andere Berufe ausüben als Männer, die nicht so viel erwirtschaftbar machen. Dann wäre die Frage, warum das so ist.
einen weiteren Ansatzpunkt sehe ich noch an dem Betriebsrisiko der Mutterschaft. ich bin davon überzeugt, dass viele AG so gar keinen Bock haben, die Ausgaben für eine Mutterschaft zu tragen: Ausfallzeit des Mutterschutz, Schwangerschaftsvertretung, Rückzugsmöglichkeiten und Zeit zum Stillen etc. Das kostet nun einmal Geld, welches der Mann nicht kostet. Irgendwo hatte ich auch mal ne Studie gesehen, dass bei Lehrerinnen die Verbeamtung 9 Monate später eine erhöhte Geburtsrate nach sich zieht. Offenbar sichern sich die jungen Frauen ab. Was ja irgendwo verständlich ist.
Daraus wäre für mich die Konsequenz, dass es darum gehen sollte, schon weit globaler die Gleichberechtigung zu fördern. Nämlich ein Bewusstsein bei den Männern zu schaffen, dass Kinder ein gemeinsames Projekt sind, welches für ihn im Wesentlichen 5 Minuten Spaß und 25 Jahre lang unterhalt bedeutet, während die Frauen noch zu oft sich zurück nehmen. In meinen Augen sollte es für AG erstrebenswert werden, dass ihre Angestellten Kinder bekommen und für den Betrieb ein Gewinn darstellen, statt nu Kosten und Ärger. Das verstänsdnis von Männern stärken, dass es nur wenig gibt, was Männer und Frauen unterscheidet. Das halte ich für sinnvoller astatt klein klein im Detail Ungerechtigkeiten durch neue Ungerechtigkeiten zu beheben.

x 2 #7234


B
Zitat von Maribelle:
Oje. Nein, natürlich im Vergleich zwischen unverheirateten Paaren und verheirateten Paaren. Und um den ging es die ganze Zeit.

Nein. Es ging um die angebliche Ungerechtigkeit, dass es für die Frauen erstrebenswert ist, wenig zu verdienen, damit via Ehegattensplitting etwas heraus zu holen ist. Es wäre schön in einem Themenbereich zu bleiben.

#7235


Ragna
Zitat von BernhardQXY:
In meinen Augen sollte es für AG erstrebenswert werden, dass ihre Angestellten Kinder bekommen und für den Betrieb ein Gewinn darstellen, statt nu Kosten und Ärger

Das sag dann mal den Aktionären und Investoren, da gelten andere "moralische" Maßstäbe.

#7236


B
Zitat von Ragna:
Das sag dann mal den Aktionären und Investoren, da gelten andere "moralische" Maßstäbe.

Ich weiß. Ich finde es aber wichtig, Ursachen zu erkennen und mögliche Lösungen vorzuschlagen. Ob die dann auch umsetztbar sind, bleibt halt die Frage.

#7237


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
Wie ich bereits geschrieben habe, finde ich dass es Alleinerziehende benachteiligt.

Warum? A ist verheiratet, B alleierziehend -- beide haben 50.000 Euro zu versteuerndes Einkommen - 10.548 Euro Einkommensteuer ist theoretisch fällig. Der Mann von A verdient - sagen wir - 80.0000 zu versteuerndes Geld, dafür wären 22.464 Euro fällig. Das Ehepaar hätte also ca. 33.000 zu zahlen. Im Splitting hat jeder 65.000 zu versteuern, also zweimal 16.200 zu zahlen - auch schon um 32.000 Euro.

So gesehen hat die verheiratete A durch ihren Ehegatten eine höhere Einkommensteuer als die alleinerziehende B - und der Splittingvorteil ist mit etwa 1000 E so berauschend ja auch nicht. O.k. - besser als Nichts.

#7238


Ragna
Zitat von BernhardQXY:
Ich weiß. Ich finde es aber wichtig, Ursachen zu erkennen und mögliche Lösungen vorzuschlagen. Ob die dann auch umsetztbar sind, bleibt halt die ...

Richtig, aber dann müssen wir das "Thema" ganz anders diskutieren, welchen Werten wollen wir in Zukunft folgen, sind wir bereit Arbeit anders zu bewerten? Also im Kontext, welchen Wert die geleistete Arbeit für die Gesellschaft als ganzes darstellt?
Was leitet sich daraus ab und wie gelingt es, diejenigen die bisher von dem System profitieren, sich im Sinne des Gemeinwohl zu bewegen.

x 1 #7239


E-Claire
Zitat von Ragna:
Datenschutz sag ich nur, ich denke da jaulen nicht nur Männer.

Hm, ist das so? Du müsstest doch einfach nur die Verknüpfung von tatsächlichem Gehalt und personenbezogenen Daten aufheben. Jedenfalls ab Mittelständlern sehe ich da keinen zwingenden Grund. Wenn in-house Legal aus drei JuristInnen besteht, und ich veröffentliche Mitarbeiter 1 bekommt x, Mitarbeiter 2 bekommt x+8% und Mitarbeiter 3 bekommt x-4%, dann sehe ich da kein Datenschutzproblem.

Inwieweit es ein Problem gibt, bei direkter Zuordenbarkeit müsste man prüfen. Aber so einfach finde ich deine Antwort nicht.

Zitat von Ragna:
Da wird der Arbeitgeber sagen, ja ich will auch so viel, aber wer soll das bezahlen?

ich habe noch keinen AG getroffen, der Unterschiede bis um die 5% nicht sachlich begründen könnte.

x 1 #7240


Blind-Meg
Zitat von Ragna:
Datenschutz sag ich nur, ich denke da jaulen nicht nur Männer.

Macht du Onlinebanking? Nutzt Messenger-Dienste? Sammelst Payback-Punkte? Hast zuhause eine "Alexa" stehen? Youtube-Konto, Amazon, Netflix? Ja? Dann hast du ganz offensichtlich kein Problem mit fehlendem Datenschutz.

#7241


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
der Splittingvorteil ist mit etwa 1000 E so berauschend ja auch nicht. O.k. - besser als Nichts.

🤷‍♀
ich weiß wirklich nicht mehr, was ich dazu noch schreiben soll.


Nachtrag: außer vielleicht, wenn es doch egal ist, dann kann man es doch abschaffen. Denn dann verstehe ich die Aufregung nicht.

#7242


Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Macht du Onlinebanking? Nutzt Messenger-Dienste? Sammelst Payback-Punkte? Hast zuhause eine "Alexa" stehen? Youtube-Konto, Amazon, Netflix? ...

Um mich geht es hier jedoch nicht.
Was ich privat alles so mache - meine Privatsphäre.

x 2 #7243


Blind-Meg
@BernhardQXY
Der Untrschied zwischen bereinigter und unbereinigter GPG ist dir offenbar kein Begriff. Obwohl der hier mehrmals erklärt wurde. Schade.

#7244


ElGatoRojo
Zitat von Ragna:
Richtig, aber dann müssen wir das "Thema" ganz anders diskutieren, welchen Werten wollen wir in Zukunft folgen, sind wir bereit Arbeit anders zu bewerten? Also im Kontext, welchen Wert die geleistete Arbeit für die Gesellschaft als ganzes darstellt?
Was leitet sich daraus ab und wie gelingt es, diejenigen die bisher von dem System profitieren, sich im Sinne des Gemeinwohl zu bewegen.

Auch das ist ein generelles Problem. Fängt an mit überbezahlter Büroarbeit für Luschentätigkeiten und unterbezahlten Handwerksberufen, die jeden Tag sachlich fundierte Entscheidungen treffen müssen. Und ob denn Steuer auf Einkommen durch Arbeit ausgewogen ist gegenüber Steuer aus Einkommen durch Erbschaft und Kapitalerträge. Und ja - manche Gehälter sind wirklich unanständig überbezahlt in der Vorstandsetage. Dagegen ist der gesetztliche Mindestlohn ein guter Schritt.

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