Zitat von ElGatoRojo: Solange eine Frau keine Kinder hat, solange hat sie im heutigen Arbeitsleben gleiche Rechte und gleiche Chancen wie ein Mann.
Das stimmt noch nicht.
Bislang wird immer noch das Gebärrisiko eingepreist. Vor allem bei Weiterbildungen und Aufstiegschancen. Aber auch beim Gehalt.
Aber ich finde es gut, dass Du mit uns übereinstimmst, dass das so nicht sein sollte.
Zitat von Tempest: Weil man nicht die Frösche fragen sollte, wenn man einen Teich trockenlegen möchte?
Also ist da ein Teich, in dem nur bestimmte Frösche sitzen. Danke, dass Du das nicht bestreitest.
Zitat von Blind-Meg: Was würde Männern denn verloren gehen, wenn es keine GPG mehr gäbe?
Ein Privileg. Ein Vorsprung. Ein Marktvorteil, der ganz wesentlich ihre Attraktivität beim anderen Geschlecht mitbestimmt und manche davor bewahrt, sich gut benehmen, in ihrer Lebensführung flexibel oder familiendienlich sein zu müssen. Männer wissen doch ganz genau, dass das Leben als Hausmann und Vater in finanzieller Abhängigkeit zur Partnerin die höchststrafe für sie sein kann. Sie haben ja ihre Mütter und Großmütter gesehen, auch wenn sie sich nicht mit ihnen identifiziert haben.
Solange sie mehr verdienen als ihre Partnerin, haben Männer stets "was zu bieten" und das ganz ohne OP, Gym, Anpassungsfähigkeit und gesellschaftliche Unterwürfigkeit.
Zitat von Ema: Mir zumindest ist bisher nicht ganz klar, was da eigentlich genau gelaufen ist
Na dann hör gut zu, denn es ist einfach:
Von Frau Fernandes stehen wie von ganz vielen prominenten Frauen und ganz wenigen prominenten Männern seit mindestens 10 Jahren "look-alike Pron0s" im Netz. Die werden aktuell "deep Fakes" genannt, weil die KI es neuerdings ganz leicht macht, solche Bilder und Videos herzustellen und so aussehen zu lassen, als sei es Material, das die Frauen selbst von sich aufgenommen hätten.
Gegen diese Bilder hat Frau Fernandez schon vor einiger Zeit Anzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren ruhend gestellt, weil sie die Hersteller und Verbreitet dieser Bilder nicht ermitteln konnte. Dieses Verfahren wurde jüngst wieder aufgenommen.
Zum zweiten hat jemand im Namen von Frau Fernandes Social Media Accounts erstellt und Männer, vor allem Kollegen, in ihrem Namen angeschrieben, mit ihnen geflirtet und ihnen Bilder geschickt, die ebenfalls "look-alike nudes" waren. Etwa 100 Männer wurden angeschrieben. Etwa 30 Männer dachten, sie führten einen Online-Flirt bzw. eine Online-Affäre mit der verheirateten Frau Fernandes. Als sie von einem Kollegen auf diese vermeintliche Beziehung angesprochen wurde, hat Frau Fernandes auch diese Umstände angezeigt, aber auch hier ohne Ermittlungserfolg.
Als sie ihrem Mann von der Anzeige gegen Unbekannt berichtet habe, soll es eines Tages auf Mallorca aus ihm herausgebrochen sein, dass er diese Kontaktaufnahmen in ihrem Namen zu anderen Männern vorgenommen haben soll. Das hat Frau Fernandes dann in Spanien angezeigt. Die Ermittlungen dort laufen und wurden nicht ruhend gestellt.
Darüber hinaus soll es auch in Spanien zu einer Körperverletzung Fernandes gekommen sein, die sie ebenfalls angezeigt hat.
Außerdem hat Frau Fernandes sich nach der (angeblichen) Selbstbesichtigung des Ehemannes von ihm getrennt und scheiden lassen.
Die Anwälte ihres Ex-Ehemannes haben bislang keine Gegenanzeige wegen Verleumdung erhoben, sondern sind nur presserechtlich gegen den Spiegel wegen angeblicher Verdachtsberichterstattung und einseitiger Darstellung vorgegangen. Der Spiegel sagt dazu, dass Herrn Ulmen die Möglichkeit zur Stellungnahme geboten wurde, er jedoch nichts dazu geschrieben hat.
Besonders bemerkenswert ist, dass Herrn Ulmens Anwälte nur gegen zwei Vorwürfe eine Gegendarstellung erhoben haben und darauf ihre presserechtliche Anzeige fußen:
1. Soll Herr Ulmen sog. deep-fakes weder hergestellt, noch verbreitet haben.
2. Soll bei der Körperverletzung auch Frau Fernandes von der spanischen Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden sein.
Der Vorwurf, deep-fakes selbst hergestellt oder verbreitet zu haben, hat allerdings vorher niemand erhoben. Die Bilder, die an die 100 Männer über Social Media gingen, gelten in der Regel nicht als "verbreitet", wenn der Kontext strikt privat und begrenzt ist (was er bei einem fake Online Flirt wohl ist). Und dass Herr Ulmen die Bilder selbst hergestellt hat, ist auch nicht wahrscheinlich, weil sie ja seit vielen Jahren schon öffentlich im Internet kursieren.
Und dass Frau Fernandes bei einem Fall von häuslicher Gewalt ebenfalls vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde, soll zwar suggerieren, dass sie sich an der Körperverletzung beteiligt hat, ist in Spanien aber zur Feststellung der Beteiligten nicht ungewöhnlich. Wenn es eine Ermittlung der Polizei und Anzeige gegen sie gegeben hätte (so wie gegen Ulmen), stünde zu erwarten, dass Ulmens Anwälte diese Information in die Gegendarstellung geschrieben hätten.
Es ist also aktuell durchaus möglich, sich aus den verfügbaren Informationen ein Bild zu machen.
Zitat von Ema:
Was ich bisher ziemlich zweifelsfrei zu wissen glaube, ist dass diese Frau mit ihrem Ex noch ziemlich lukrative Werbeverträge wahrgenommen hat
Wenn Du heute einen Werbespot einer Apotheke mit einem Prominenten im TV siehst, wurde die Kampagnenplanung inklusive der Verträge, an die die Prominenten gebunden sind, 12-24 Monate zuvor begonnen.
Und Du kannst morgen auch nicht Deinen Arbeitsvertrag absagen, weil Dich gestern jemand geschlagen oder betrogen hat.
Zitat von Ema: von einem drittklassigen Popsternchen (wie ich sie genannt habe) aus dem Trash-TV nun zu einem erstklassigen Popsternchen
Wie kommst Du auf "Pop Sternchen"? Die Frau war zunächst TV-Moderatorin, dann Schauspielerin, dann wieder Moderatorin und auch Buchautorin. Ob erst- oder drittklassig weiß ich nicht. Wie schätzt Du denn z.B. Sascha Hehn oder Florian Silbereisen ein? Manche halten die auch für Trash und drittklassig. Andere für das beste, was das deutsche TV zu bieten hat.
Zitat von Ragna: Was wären denn deine Konkreten Vorschläge, dass Frauen hier grundsätzlich nicht benachteiligt werden
Skandinavien/Niederlande zeigt, wie es besser werden kann: Stellenanzeigen mit Gehaltsinfo (imho NL) und Offenlegung der steuerpflichtigen Einkünfte aller (Schweden). Unsere Ungleichheit basiert auf Schweigen. Dagegen hilft Transparenz.
Zitat von Maribelle: Ich hab mich ernsthaft noch nicht getraut, die zu schauen, aber habe es vor.
Kannst Du ruhig machen. Ist ein Film, der sich an Männer richtet. Für informierte Frauen gibt's keine neuen Erkenntnisse bis auf die eine, dass nun ein Mann zu den gleichen Schlüssen kommt und sie für Männer verständlich aufbereitet hat.
Zitat von ElGatoRojo: Ständiges Insistieren nervt mehr als manch anderes, was nerven könnte.
Und dieses subjektive Störgefühl ist meines Erachtens sozialisiert. Da stört der hier und eingestreuten GPG Dich viel stärker als die Kinderlosigkeitsarie anderer (die objektiv viel penetranter ist) oder der Altherrenspruch vom mit dem Schritt verdienten Geld (der wesentlich weniger konsensfähig ist).
Zitat von Tempest: Es geht hier auch um unternehmerische Freiheit, wenn es die nicht mehr gibt, gibt es auch keine Wirtschaft mehr.
Warum der Spruch nicht stimmt, sagt Dir jedes Geschichtsbuch Deiner Wahl.