Zitat von Balu85: Du räumst dem Partner ein Mitspracherecht ein?
Nein, natürlich kein Recht. Also kein einklagbares Recht, das seine Meinung gleichwertig zu der der Schwangeren macht.
Eben weil sie nicht Treuhänderin seiner Gene ist, sondern direkt und am eigenen Leib betroffen.
Da es aber bislang nur wenige Solomütter gibt (also Frauen, die eine Schwangerschaft von Anfang an ohne Vater planen) und die meisten Frauen, die schwanger werden, in einer Partnerschaft leben, werden die meisten Frauen selbst mit dem Partner die Situation besprechen wollen.
Oder hast Du aus meinem Zitat etwa auch herausgelesen, dass die Eltern ein Mitsprache"Recht" bei den Schwangerschaften ihrer Töchter haben sollten? Auch bei den Großeltern geht es ja um Genweitergabe und ein neues Familienmitglied, auf das sie sich vielleicht freuen, während die Tochter nicht schwanger sein möchte.
Zitat von ElGatoRojo: Über Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit usw. brauchst du mir nicht viel zu erzählen weil ich es auch zweimal sehr nahe mitbekommen und mitgestaltet habe.
Die Einstellung haben viele Männer. Ich halte sie aber nicht für stichhaltig.
Zitat von ElGatoRojo: Es gibt 1001 Sorten Väter - aber die meisten kümmern sich liebevoll um ihre Kinder.
Was ja nichts mit der Schwangerschaft zu tun hat.
Zitat von Ema: Die Gleichung: Rechte Männer sind so und tun grundsätzlich dies und linke Frauen sind gut und tun grundsätzlich jenes, ist in ihrer Pauschalität ja so naiv, dass es fast schon niedlich sein könnte, wenn es nicht gleichzeitig so unglaublich diffamierend wäre.
Da hast Du Recht.
Wenn es Dir um die Pauschalaussage geht, dann ändere ich gerne den Satz in
"Die meisten rechten Männer (und Frauen) kümmern sich um Vergewaltigungen besonders gern dann, wenn sie ihrer politischen Agenda (z.B. gegen Ausländer) nutzen. Während die Institutionen, die sich (abgesehen von der Polizei/StA) tatsächlich um die Aufklärung von, den Schutz vor und die Folgen von Vergewaltigung kümmern, in der Regel von linken und zentristischen Frauen (und feministischen Männern) gegründet, betrieben und unterhalten werden."
Das ist bloß ziemlich lang für einen Merksatz. Aber inhaltlich lückenlos und unangreifbar.
Und jetzt erklär mir nochmal, warum ein Amtsvergehen einer Frau Nagel an dieser Aussage etwas ändern sollte?
Oder ging es Dir nur um Semantik?
Zitat von Ema: hast du rumgegeifert
Du bist immer so nett.
Kannst Du Deine Meinung auch ohne ad hominem Vorwürfe formulieren?
Geifern unterstellt Aggressivität, kann aber auch der Abwertung dessen, was "gegeifert" wurde, dienen.
Das hast Du doch gar nicht nötig.
Wenn ich etwas schreibe, mit dem Du nicht konform gehen kannst, kannst Du das doch schreiben.
Z.B. so: Deine Aussage zu rechten Männern und linken Frauen ist zu pauschal.
Statt dessen ziehst Du ein von jährlich über 13.000 Sexualdelikten hervor, um Vermutungen zu "linken Frauen" anzustellen. Auch nicht einigen, sondern "den".
So richtig logisch ist das nicht, oder?
Und das "nichts" von meiner Kritik übrig geblieben sein, weil es sich dabei nur um "irgendwelche Kleinigkeiten" gehandelt habe, sehe ich anders.
Ich verstehe aber jetzt, warum Du meiner Ansicht nicht folgen kannst, wenn wir darin, was wir als diffamierend und infam werten, so weit auseinander liegen.
Ich finde Schüsse auf das Privat- und Berufsleben von Opfern nicht anständig und Du findest es unanständig, wenn ich "Männer" statt "die meisten Männer, die ich lese" schreibe.