Zitat von Nalf: Jedoch geht die Gefahr für Männer vor allem von anderen Männern aus.
Völlig klar, stellt niemand in Abrede.
Zitat von Nalf: Was muss sich ändern, damit die Gewalt, die Männer von Männern angetan wird, das Niveau der Gewalt annimmt, die Frauen anderen Frauen antun bzw. noch darunter sinkt?
Zunächst wäre es wünschenswert wenn jegliche Formen von Gewalt reduziert würden. Nur ist Gewalt so alt wie die Menschheit selbst, sprich man wird sie niemals ganz verhindern können. Also muss man wohl zunächst damit leben, dass wir ein Bestrafungsmodell bei Widerhandlung haben und diese dürfte man meinetwegen auch noch verschärfen.
Dennoch empfinde ich es als sehr wichtig, dass man das Kind auch beim Namen nennt und anerkennt, dass nicht wenige Frauen ebenfalls gewalttätig sind und dies auf viel subtilere Art ausleben. War gerade heute ein Artikel auf 20 min.
«Es gibt Frauen, die gewalttätiger sind als viele Männer»
https://www.20min.ch/story/sexuelle-ueb...-103551407Und bei der Gewalt von Männern ausgehend sollten wir meiner Meinung nach die falsche Toleranz über Bord werfen und anerkennen, dass wir in West- und Mitteleuropa die Gewalt auf direkten Weg importieren. Es hilt nicht wenn wir sagen, ja das sind einfach junge Männer und basta. Das sind junge Männer die völlig anders sozialisiert wurden. Die nach ihrem Glauben und ihrer Kultur glauben, die Frau habe Untertan zu sein und bei nicht gehorchen gibst halt mal einen Schlag ins Gesicht. Nur damit wir im Anschluss dann wieder hören dürfen, "ist ja klar, sind Männer."
Zitat von Nalf: Mann1989 These ist, dass extreme Feministinnen Männer hassen. Und dass dieser Hass Männer in gleichem Maß tötet wie Frauenhass zu Femiziden führt.
Das ist meine These, richtig.
Denn Morde an Frauen (jeder ist einer zu viel) geschehen nicht immer aus Frauenhass. Da gibt es auch Männer, die jahrelang psychisch von der Frau missbraucht wurden. Mit dem besten Freund ins Bett, ich nehme dir die Kinder weg. Ich sage allen du hättest mich geschlagen, ich nehme von dir jeden cent, damit du nichts mehr zum leben hast. So als paar Beispiele.
Nichts von alledem rechtfertigt einen Mord. Auf keinen Fall. Aber ich denke wir müssen so ehrlich sein und uns eingestehen, dass viele dieser schrecklichen Taten auch eine Vorgeschichte haben.
Zitat von Nalf: was können aus Sicht der Männer Frauen tun, um diese Suizide zu verhindern?
Für einen fairen Umgang sorgen, auch in Zeiten wo es nicht mehr läuft. Wenn wir das Thema Scheidung nehmen, dann ist es sicherlich zielführend wenn es zu Lösungen kommt, bei denen beide in Würde weiterleben können. Ist in der Realität leider noch zu selten der Fall.
Zitat von Nalf: Wo genau sind Feministinnen denn bevorteilt?
Frauen sind im Vorteil in gewissen gesellschaftlichen Themen. Mit Frauen wird in der Öffentlichkeit besser umgegangen als mit Männern. Ihnen werden Sitze in den Bussen und Zügen angeboten, die Tasche getragen, sie werden bei Dates eher eingeladen, sie dürfen über Männer frei reden, während Männer das eher vermeiden sollten. Bei Scheidungen und allgemein in der Justiz sind sie im Vorteil. Bis vor kurzem mussten sie 1 Jahr weniger arbeiten und müssen auch keine Wehrpflicht leisten und bei Nichterfüllung auch keinen Wehrpflichtersatz bezahlen.
Zum Beispiel mit der freien Äusserung fallen mir sogar Threads im Forum ein. Hier hatte sich ein verheirateter Mann in eine Frau verguckt. Seine Frau zuhause war nach seinen Worten eine "Couchkartoffel" und hatte wohl "ein üppiges Hinterteil". Dieser Mann bekam reichlich Gegenwind von einigen Damen hier drin. Da war von Undankbarkeit und bodyshaming die Rede etc.
Dann gabs einen Thread von einer Dame, die einen Mann traf. Der Mann muss wohl attraktiv gewesen sein, aber war nicht so gut bestückt. Das wurde dann ins Lächerliche gezogen und Witze darüber gemacht.
Für mich ist beides vollkommen in Ordnung. Störend wird es für mich dann, wenn das Eine völlig ok sein soll und das andere aufs Schärfst verurteilt wird.
Und da wage ich die These, dass sich Frauen gegen Männer viel mehr erlauben dürfen als umgekehrt.