Zitat von Tempest: Ich habe den Satz "Du wirst dein Kind nie wieder sehen" auch gehört.
Sowas prägt.
Bei mir war der Satz: "Das Kind nehm ich mit und Du kannst am Wochenende kommen und ihn in XY-Stadt sehen." Da zahlte ich noch Trennungsunterhalt und hatte ungefragt sein neues Leben bereits vorfinanziert.
Und ich habe mich dann ans JA gewandt und würde dazu verpflichtet, das Kind im Gegenzug dafür, dass es in seiner gewohnten Umgebung bleiben durfte, alle zwei Wochen zum Vater zu fahren. Waren hin und zurück jeweils 11 Stunden.
Zitat von Mann1989: Denn Fakt ist, dass du als Mann bei der Justiz so gut wieimmer den Kürzeren ziehst.
Das stimmt als Pauschalaussage einfach nicht. Das JA bestätigt den, dessen Vorstellungen mit dem Kindeswohl am besten übereinstimmen. Die Strafjustiz verhängt längere Haftstrafen an Männer, aber mehr psychiatrische Einweisungen an Frauen. Aus Zivilverfahren ist keine Bevorzugung des Geschlechts bekannt, allenfalls der Schutz des wirtschaftlich Schwächeren.
Zitat von Mann1989: Leider ist es aber noch oft so, dass der Mann im Anschluss am Existenzminimum lebt.
Und diese Aussage ist schlicht falsch. Nachweislich sind nach einer Scheidung in D und der Schweiz mehr Frauen als Männer am Existenzminimum.
Für die Schweiz gibt es sogar sehr exakte Zahlen dank dem Schweizer Haushalts-Panels:
Das Einkommen geschiedener Frauen sinkt um durchschnittlich 38% während das Einkommen geschiedener Männer nur um 3-7% sinkt. Eine von 10 geschiedenen Müttern ist auf Sozialhilfe angewiesen, während es nur einer von dreißig bei den geschiedenen Vätern ist.
Ich habe den Eindruck, dass euch männliche Schicksale einfach mehr beeindrucken, betroffen machen und stören als weibliche Schicksale. Anders kann ich mir die subjektiven Empfindungen zur Lage gegenüber den verfügbaren Zahlen nicht erklären.
Zitat von Tempest: Du verstehst nicht was ich meine. Ich bringe die 2 Gockel erstmal auseinander. Wenn jemand meine Partnerin angreift, mache ich das eben etwas energischer
Und hier ist es dann umgekehrt.
Bei Gewalt gegen Männer nur etwas Engagement. Bei Gewalt gegen die eigene Frau 100% Engagement.
Warum schützt Du Männer weniger als Frauen? Möchtest Du als Mann auch weniger beschützt werden?
Zitat von Blindfisch: Ich persönlich lehne Gewalt ab, aber es gibt Situationen in denen ein Mann tun muss, was zu tun ist. Es gibt nun mal Männer, und ja ich betone dabei Männer, die leider keine andere Sprache verstehen.
Deine These ist also, dass es mehr Gewalt von Männern an Männer gibt, weil Männer übergriffiger sind und die Abwehr des Übergriffs dann nur als Gewalt erfolgen kann, weil alles andere wirkungslos ist.
Könnten wir also die Gewalt von Männern gegen Frauen dadurch verhindern, dass Frauen bei geringeren Übergriffen auch zum Gewaltexzess greifen, um die wenigen übergriffigen Männer zu erziehen?
Beim Catcalling sofort anspucken?
Beim Griff an den Po sofort ein Tritt in die Eier?
Bei Drohungen in der Beziehung sofort eine Schelle?
Zitat von Mann1989: Wer psychische Gewalt zuhause erfährt, wird mit einer gewissen emotionalen Ladung das Haus verlassen. Nächste Kneipe, 2-3 B., falsches Thema und los gehts.
Diese These ist anders. Männergewalt als Ausdruck von psychischem Stress, den Frauen verursachen. Dann müssten Männer ja in reinen Männerumgebungen (Internate, Klöster, Gefängnisse, Men Going Their Own Way) wesentlich weniger bis gar nicht gewalttätig sein. Nehmen wir Klöster wegen der religiösen Zurückhaltung und Gefängnisse wegen der vielen anderen Stressoren mal raus, bleiben reine Jungeninternate, geschlechtergetrennter Sport u.ä. Da müsste es dann ähnlich friedlich wie in Mädcheninternaten zugehen. Da aber viele Männer ja die Beziehung zu einer Frau suchen und den Frauen gar nicht klar ist, dass ihre Kritik oder ihre Witze oder ihre Anlagen als psychische Gewalt zu körperlicher Gewalt werden, wäre dann nicht eine Lösung a) die psychische Belastung durch die Partnerin anzusprechen und zu unterbinden? Oder b) die psychische Belastung anderweitig zu regulieren?
Denn laut LeSuBiA Studie ist es nicht so, dass Frauen mehr psychische Gewalt verüben und Männer die in physische Gewalt umwandeln.
Laut dieser Studie erleben knapp 49% der Frauen in ihrem Leben psychische Partnerschaftsgewalt und 40% der Männer. Bei beiden Geschlechtern kann danach PTSD oder Suizidgedanken auftreten.
Warum sind Frauen dann nicht genauso körperlich gewalttätig, wenn sie in eine Kneipe gehen?
Zitat von Mann1989: denn ich bin ja ein Befürworter von beispielsweise den Parkplätzen
Zitat von Mann1989: Gar nicht unbedingt. Das muss man nicht anerkennen, wenn man nicht möchte. Für mich ist es das aber, weil Frauen etwas dürfen, was Männer nicht dürfen. Umgekehrt kenne ich das nicht.
Da komme ich jetzt nicht mit. Du hast weiter oben die Frauenparkplätze als diskriminierend für Männer beschrieben, obwohl auch Männer sie nutzen dürfen. Und später dann als "Goodie" für Frauen, bist aber dafür. Das klingt danach, als würdest Du den Frauen die Parkplätze lassen, wenn Du im Gegenzug dann auch ein "Goodie" nur für Männer bekommen oder behalten dürftest? Ist das so? Und welchen Vorteil gegenüber Frauen stellst Du Dir im Gegenzug vor, damit es ausgeglichen ist?
Zitat von Mann1989: Ja aber sicher. Warum haben sie in diesen Ländern oftmals ein Gewaltproblem?
Weiter oben hieß es noch (aber nicht von Dir), dass die Leute sich in ihren Herkunftsländern nicht so benähmen, weil man dort nicht mit rosa Taschentüchern käme.
Über andere Länder finde ich schlechter belastbare Zahlen, weil ich deren Sprache (Arabisch, Türkisch, Albanisch) nicht sprechen. Bleiben wir doch hier. Was hilft also hier im DACH-Raum, um gewalttätigen Männern das abzugewöhnen? Oder hilft nur weg sperren?
Zitat von Mann1989: Was denkst du sind die Ursachen?
Das sage ich später, wenn noch mehr Männer sich dazu Gedanken gemacht haben.
Zitat von Mann1989: Nun, ich denke gerade Du, die sich schon öfters dem Vorwurfs des Männerhass konfrontiert sahst (auch von anderen Frauen), solltest wissen dass diese Aussage schlicht unrichtig ist.
Ich werde besonders häufig des Männerhasses oder des gleichgeschlechtlich bezichtigt, wenn ich Fakten/Zahlen benenne, nach denen sehr maskulin konnotiertes Handeln gesellschaftsschädlich wirkt und von mir nicht als cute oder 6y oder ist halt biologisch so empfunden wird.
Zitat von Mann1989: Was ändert die Loyalitätspflicht? Für mich irgendwie nichts.
Für mich sehr viel. Wenn mich ein wildfremder Mann "eine 2 von 10" nennt (rein theoretischer Fall) dann ist das eine Beleidigung, die von wildfremden Männern nicht ungewöhnlich ist. Die kommentieren gerne mal den Körper von fremden Frauen. Wenn die Bemerkung vom eigenen Partner kommt, ist die Beziehung beendet. In einer Beziehung erwarte ich einen Respekt und eine Loyalität, die ich auf der Straße oder beim Dating nicht erwarten kann. Ist das für Männer anders? Bekommt ihr keine Beleidigungen von wildfremden Frauen über euer Äußeres und trifft es euch deshalb genauso hart, wenn eine Frau beim Dating oder eure eigene Partnerin körperliche Makel anspricht und euch damit beleidigt?
Zitat von RoteTablette: Wenn ich eine junge hübsche Frau wäre, und ein smarter reicher Typ lädt mich auf seine Privatyacht oder seinen Herrensitz ein, würde ich mir die Frage stellen: Warum macht er das wohl?
a) wegen meiner schönen blauen (oder braunen) Augen?
b) weil er auf Sex aus ist?
Oha! Also dürfen Frauen, die sich von Männern einladen lassen, nicht mehr auf ihre sexuelle und körperliche Unversehrtheit hoffen? Auf Sex hoffen und ihn erzwingen sind doch auch bei reichen Männern mit Yacht immer noch zwei verschiedene Dinge. Eins ein Verbrechen und das andere die ehemals schönste Nebensache der Welt. Worauf haben die Frauen sich also eingelassen? Auf einen Flirt? Und dann mussten sie damit rechnen, von einer Gruppe vergew. zu werden?
Also sind alle Männer, die sich für eine Frau interessieren, potentielle Verge.waltiger?
Das ist wesentlich mehr "alle Männer" als ich jemals vermutet hatte. Ich dachte, nicht alle Männer üben sexuelle Gewalt aus. Es seien nur ganz wenige und man erkenne die auch an einer besonders archaischen Herkunftskultur.
Zitat von RoteTablette: Ja! Unbedingt! In dieser (westlichen!) Gesellschaft des 20./21. Jahrhunderts wäre ich 1000x lieber eine Frau als ein Mann.
Das Personenstandsgesetz ermöglicht Dir ja sämtliche Vorteile. Wenn Du 1000 Mal lieber Frau wärst, warum wirst Du es dann nicht?
Zitat von RoteTablette: Und jetzt erzähl mir bitte noch, es gäbe hier keine Vorurteile gegen Männer:
Sind es Vorurteile oder Erlebnisse und Daten?
Wenn da z.B. steht, dass gewisse Männer sich nicht durch die Polizei, sondern nur durch direkte und überschießende körperliche Gewalt abschrecken lassen, ist das ein Vorurteil gegen Männer, dem Autor wird aber keine Misandrie vorgeworfen. Kommt der gleiche Satz von einer Frau, ist die Reaktion eine empfindlichere.
Zitat von RoteTablette: Männerfeindlichkeit oder Männerhass wird eine Abneigung gegen, eine Verachtung für oder eine Reihe Vorurteile über Männer bezeichnet"
Ich verachte Männer nicht. Nur Männer und Frauen, die darauf bestehen, patriarchale Muster als biologisch bedingt oder notwendig oder gar gut zu bezeichnen. Ich habe auch keine Abneigung gegen Männer. Ich lebe seit vielen Jahren nur mit männlichen Menschen zusammen.
Wenn behauptet wird, dass Frauen hypergam ihre Partner auswählen, ist das dann ein Vorurteil, eine Verachtung und damit eine Misogynie?
Und wie ist das, wenn ich behaupte, dass die Mehrheit der Männer es nicht ertragen kann, wenn die Partnerin mehr verdient? Ist das dann misandrisch?
Beide Aussagen haben jedenfalls krass unterschiedliche Wirkungen auf Männer. Je nachdem, ob sie ein Mann oder eine Frau sagt und ob der Sachverhalt gynozentrisch oder androzentrisch berichtet wird.
Zitat von ElGatoRojo: Hätte ich und alle in meiner sozialen Lage alle Gewalttaten angezeigt, sähe die Polizeistatistik der Jahre 1958 bis 62 schon weniger nett aus. Und klar - damals waren es alles Deutsche als Opfer und Täter.
Danke, dass Du das anekdotisch bestätigst, was ich nur aus den späten 80ern und 90ern auch so erlebt habe. Wenig interkulturelle Beteiligung und wesentlich mehr Gewalt.
Zitat von ElGatoRojo: Aktion.Oder soll ich dem Belästiger meiner Frau mit dem StGB drohen? Das beeindruckt ihn vermutlich eher weniger.
Was spricht dagegen Dich vor die Frau zu stellen und sie derart zu schützen?
Warum die Selbstjustiz und damit selbst zum Täter werden?
Zitat von NurBen: Kommt darauf an, wenn du ihm mit dem Ding den Schädel einschlägst finde ich das schon beeindruckend. Und auch irgendwie witzig.
Würde auch jeder Richter lustig finden, wenn er hört, dass du mit dem StGB auf ihn eingeprügelt hast.
Und wieviel Humor hätte das Forum, wenn ich von einem Date berichten würde, bei dem der Mann leicht angetrunken ungefragt meinen Körper berührt hat und ich ihm daraufhin einen Gegenstand über den Kopf gezogen habe? Ja, die Faktoren sind leicht verändert. Aber wäre die gleiche Gewalt, die unter Männern herrscht und hier dann doch irgendwie als notwendig und teilweise heroisch und witzig angetan wird, obwohl man sämtliche Gewalt verurteilt, noch genauso notwendig, heroisch und lustig, wenn sie regelmäßig von Frauen ausginge?
Ich habe ja meine Theorie, woher diese Gewalt stammt und wofür die gut ist. Aber möchte gerne noch z.B. @Schnuddel74 dazu hören.