Ich muss gestehen, dass ich keine Zeit (und Lust) hatte, die letzten Tage komplett zu lesen.
Was mir auffällt, ist ein immer höherer Anteil von Posts mit Whataboutism (also: Fakten nicht entkräften, sondern neue Fakten, die oft auch stimmen und - auch - schlimm sind, einwerfen, um damit die ersten Fakten zu relativieren).
Beispiel:
Zitat von ElGatoRojo: Auch in einer Welt nur von Frauen wird es physische Gewalt geben
Absolut richtig. Davon abgesehen, dass solche Geschichtchen natürlich überzeichnen (ich wollte z. B. keine Welt ohne Männer), um auf ein konkretes Problem hinzuweisen, könnte man auch gern zuerst versuchen, Gewalt, die von Männern ausgeht, zu stoppen. Dann wären ja die einzigen, die Gewalt ausüben, die Frauen - und dann kümmern wir uns darum. Deal?
Hier braucht es übrigens bei "von Männern" kein "einige, manche" als Ergänzung, weil "von Männern" genau nicht heißt: von allen Männern, sondern von einer unbestimmten Zahl von Männern.
Zitat von ElGatoRojo: Was hindert wen, die Worte "manche" oder "einige" zu verwenden.
Niemanden, mache ich hier im Thread oft, auch wenn es nicht nötig ist, aber es ist halt auch nicht nötig bei "von Männern".
Zitat von ElGatoRojo: so viel Genauigkeit der Rede sollte schon sein
Whataboutismus ist auch das:
Zitat von NurBen: Ist doch umgekehrt genauso.
Zitat von NurBen: Als wenn es eine Relevanz für das Opfer hätte
Da wird halt immer so viel Blödheit suggeriert - als ob jemand (ich? hm) es für irgendein Opfer besser fände, ob es durch einen Mann oder eine Frau verletzt wird. Nun. Es ging darum, dass es hübsch wäre, wenn weniger Menschen Opfer körperlicher Gewalttaten werden würden. Dabei festzustellen, dass körperliche Gewalt mehrheitlich von Männern ausgeht, könnte andere Maßnahmen einleiten, als wenn man das nicht weiß. (Physische Gewalt: sicher oft nicht weniger schlimm, gern separat betrachten.)
Zitat von Fenjal: faszinierend wie selbstbewusst du bist,
Danke
😊 Zitat von Fenjal: mit Sicherheit würdest du schon laufen, wenn ein Rehbock aus dem Farn tritt.
Absolut. Wobei: nein. Ich würde langsam den Abstand vergrößern. Weil: keine Ahnung, ob der gute Bock jetzt gerade sein Revier verteidigt oder sonst was. Ich respektiere mir unbekannte Tiere, deswegen halte ich Abstand.
(Dass Du - obwohl ich lang vor Deiner Antwort sogar die Zitate zu der Umfrage "Bär - Mann" und die Begründung der Antwort "Bär" gepostet hatte, das Ganze wörtlich nimmst ... ok.)
Zitat von Fenjal: sich als Feministin zu bezeichnen und gleichzeitig traditionelle Rollenbilder zu leben und abzunicken.
Hm. Wer macht das hier? Und was bedeutet in dem Zusammenhang "traditionelle Rollenbilder"? Bzw. es ist halt kein Widerspruch. Menschen können traditionell leben und trotzdem Feministen (m/w/d) sein. Dein Satz hat einfach keinen Zusammenhang. Du wiederholst Deine Schlagworte, wie z. B. die Zettelunterschreiberinnen und Lauerjägerinnen. Entschuldigung: Lauerjäger. Wir gendern sicher nicht. Dein Auftritt ist sehr kuratiert, so kommt es mir vor. Ich find's fast etwas schade.
Zitat von Fenjal: Ich bin Frau, richtig, nur,
Du grenzt Dich von theoretisch unterstelltem Verhalten ab, das Du ablehnst, was aber völlig überflüssig ist, weil Dir das ja niemand unterstellt hat. Du unterstellst es halt anderen, wiederholt und wiederholt. Ist ok. Nur: ALLES, was Du aufzählst, mache ich auch nicht. Aber zu differenzieren finde ich trotzdem wichtig, offenbar anders als Du, weil ich z. B. Leistungen einer Solidargemeinschaft wichtig finde. Let's agree to disagree.
Auf PNs möchte ich zu diesem Thema nicht antworten, bitte um Verständnis. Bin wieder raus, weil Frühling
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