Zitat von Maribelle: Nein, Frauen (ich auch) haben in Deutschland nicht die gleichen Chancen wie Männer.
Das möchte ich so pauschal glatt in Abrede stellen. Kann natürlich sein, dass frau es nicht so einfach hat, z.B. auf einem U-Boot Dienst zu tun, weil man da auf engstem Raum zusammen leben muss und kein Platz für Intimsphäre ist. Oder ähnliche Fälle. Aber MINT-Studium? Jura-Fächer? Handwerk? BWL? Politik? Wo soll da eine strukturelle Chancenungleichheit sein (außer bei den Grünen, wo es eine Ungleichheit zu Lasten der Männer gibt)?
Zitat von Maribelle: Siehst Du diese strukturellen Vorteile für Dich (auch)? Oder gab es eventuell - systemische - Nachteile?
Ich will dir mal einen handfesten strukturellen finanziellen Nachteil für Männer nennen: Die
Rentenversicherung.
Männer wie Frauen kaufen Rentenpunkte zum selben Preis; sie erzeugen einen für beide Geschlechter gleichen Rentenanspruch pro Monat.
Nur leben Frauen ca.3-5 Jahre länger als Männer, bekommen mithin für dieselbe Einzahlung mehr Rente pro Punkt während ihrer Lebensspanne.
Das geht nur, weil die männlichen Einzahler sie querfinanzieren.
Darüber hinaus haben sie einen weiteren Vorteil: Da sie länger leben, erhalten die verheirateten unter ihnen anschließend Hinterbliebenenrente; jedenfalls mehr als die Männer, deren Frauen vorher versterben, denn davon gibt es viel weniger und deren Frauen verdienten im Schnitt auch weniger.
Auch diese Zahlungen werden von den männlichen Einzahlern querfinanziert.
Dass Frauen im Schnitt weniger Rente bekommen als Männer, liegt daran, dass sie weniger eingezahlt haben. Dadurch fallen sie eher in die Sozialhilfe, so dass ihre Rente vom Steuerzahler aufgestockt wird.
Diese Zahlungen werden vom Steuerzahler aufgebracht (also überwiegend Männer, denn die verdienen ja immer noch mehr als Frauen, zahlen also auch mehr Steuern), obwohl sie überwiegend Frauen zu Gute kommen.
Das ist die dritte Querfinanzierung.
Nur damit ich jetzt hier nicht falsch verstanden werde: Ich bin nicht für die Abschaffung des Sozialstaats. Ich will nicht hin zu amerikanischen Verhältnissen.
Aber diese strukturellen Umgleichheitenwerden von feminstischer Seite nie erwähnt, denn sie widersprechen dem feministischen Narrativ, vom Patrairchat unterdrückt zu sein.
Nennen wir es doch beim Namen: Vieles von dem, was sich Feminismus nennt, ist
Lobbyismus zugunsten der Frauen. Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun, sondern nur mit der Wahrung und Ausweitung von Eigeninteressen; der Rest sind nur Nebelkerzen, um die Ahnungslosen zu verwirren und auf die eigene Seite zu ziehen.