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Wann weiß wann ob man sich trennen sollte?

Sonnenblume53


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Noname,

ich kenne natürlich Deine persönliche Situation nicht.

Wäre es möglich, Dir für zumindest kurze Zeit
Abstand zu verschaffen? Eltern, Freundin? Damit Du für Dich Deine Gefühle klären kannst? Ohne ihm den wahren Grund des Abstandes mitzuteilen?

Es ist momentan wegen Corona sehr schwer, das weiß ich.

Vor 6 Stunden • x 1 #16


Tanika


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Zitat von Noname12:
Streicheleinheiten, Umarmungen, Komplimente, S. etc. Sind nicht vorhanden.


Zitat von Noname12:
der Aktivitätsgrad ist so unterschiedlich, ich unternehme eigentlich alles alleine


Zitat von Noname12:
tiefe Gespräche führen wir nicht, obwohl ich es mir wünschen würde.


Zitat von Noname12:
aber ernste Themen (wie zb meine Sorgen) werden eher übergangen.
Also wir reden schon, aber sehr oberflächlich.


Zitat von Noname12:
Die Wertschätzung fehlt.


Zitat von Noname12:
Das Umsorgtwerden


Zitat von Noname12:
Ich fühle mich eben eher wie in einer Bruder-Schwester Beziehung, als in einer Partnerschaft.


Zitat von Noname12:
dass es ihm zum Beispiel auch egal ist, wie ich nachts heimkomme


Lies dir das alles nochmal in Ruhe durch und überlege dir, was du einer Freundin raten würdest, ob sie noch an ihrer Beziehung festhalten soll oder nicht.

Vor 5 Stunden • x 1 #17



Wann weiß wann ob man sich trennen sollte?

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Noname12


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Danke!

Ich weiß selber, dass es richtig wäre, zu gehn, jedoch halten mich die Gefühle ab. Und die Angst, dass niemand diese Bedürfnisse erfüllen kann und ich zu hohe Ansprüche habe.
Seht ihr das so? Dass ich zu viel erwarte?

Vor 5 Stunden • x 1 #18


Noname12


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Und @Sonnenblume53
Den Rückzugsraum habe ich. Bin viel allein zuhause und Zeit zum Nachdenken habe ich (vielleicht sogar zu viel).

Vor 5 Stunden • #19


Tanika


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Nein, du stellst definitiv keine zu hohen Ansprüche, wenn du die aufgelisteten Punkte erfüllt haben möchtest.

Klar, an der einen oder anderen Stelle muss man immer Kompromisse machen. Aber in deinem Fall sind das zu viele.

Bei mir ist das so, dass meine Beziehungen immer schöner wurden. Ich bekomme in meiner Partnerschaft heute alle mir wichtigen Punkte erfüllt. Das war in meiner ersten Beziehung auch nicht so. Der Preis dafür ist jedoch, dass man auch mal den Kummer einer Trennung aushalten muss. Davor hast du Angst bzw. Respekt und das ist auch normal.

Du warst fast dein ganzes Erwachsenenleben mit ihm zusammen. Da spielt neben dem, was du als Mensch für ihn empfindest, auch die Gewöhnung eine große Rolle.

Vor 5 Stunden • x 3 #20


Sonnenblume53


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2482
Zitat von Noname12:
Seht ihr das so? Dass ich zu viel erwarte?


Ich nicht, Noname.

In meinen Augen warst Du/wart Ihr einfach zu jung, als ihr fest zusammenkamt.
Es finden im Leben einige Weiterentwicklungen statt (es heisst, im Durchschnitt alle 7 Jahre, würde ja dann bei Euch passen!), in der sich beide gemeinsam in die gleiche Richtung, möglichst mit gleichem Tempo, entwickeln sollten, wenn`s optimal läuft.

Hier scheint es mir, als habe er Dich überholt...nach 30 Jahren Ehe würdest Du vermutlich nur Ruhe und Frieden wollen und mit einer gemeinsamen Runde auf dem Sofa restlos zufrieden sein (ich weiss, wovon ich spreche).

Aber noch ist es nicht so!

Da Du sehr hin- und hergerissen scheinst, hoffe ich für Dich, dass Du mal mit Abstand in anderer Umgebung Deine Situation in Ruhe betrachten kannst und mehr Klarheit über Deine Gefühle erhältst. Ich finde so etwas sehr hilfreich. Muss nicht für Dich gelten!

Alles Liebe!

Vor 5 Stunden • x 1 #21


Noname12


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Das mit dem Überholen ist ein gutes Stichwort. Jedoch bin ich es, die ihn in allen Hinsichten überholt hat. Das kam gestern auch zur Sprache als Grund für sein Verhalten, die Unzufriedenheit mit sich selber.

Vor 5 Stunden • x 1 #22


Tanika


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Zitat von Noname12:
Das mit dem Überholen ist ein gutes Stichwort. Jedoch bin ich es, die ihn in allen Hinsichten überholt hat. Das kam gestern auch zur Sprache als Grund für sein Verhalten, die Unzufriedenheit mit sich selber.

Ja, das denke ich auch und so liest es sich auch. Sonnenblume hat sich vermutlich nur vertippt.

Ich finde, du gehst sehr verantwortungsvoll mit deinen Trennungsgedanken um. Auch das ist Garant, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst.

Vor 5 Stunden • x 1 #23


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von Noname12:
Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.


weißt du, ich habe ein wenig das gefühl, dass du dir ein leben ohne ihn nicht nicht vorstellen kannst, weil du ihn so irre liebst, eure beziehung als so rettenswert ansiehst, sondern weil du ein leben ohne ihn einfach nicht wirklich kennst! weil du angst davor hast, dich dem (erwachsenen)leben jetzt alleine zu stellen. all das, was du über ihn und eure beziehung schreibst, klingt sehr danach, als hättet ihr euch auseinanderentwickelt - vor allem emotional

du solltest dir vielleicht bewusst machen, dass du zwar neun jahre mit ihm hinter dir hast, eine lange zeit, in der bestimmt viel in eurem leben passiert ist - aber du hast noch ganz schön viele jahre leben und liebe vor dir.

willst du diese jahre wirklich an der seite eines mannes verbringen, der zwar ein toller kumpel zu sein scheint, aber keiner, der dir die nähe gibt, die du dir wünscht - emotional und körperlich?

Vor 5 Stunden • x 1 #24


Sonnenblume53


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Liebe Noname,

mein Grund, von seinem "überholt" zu schreiben, resultiert aus Folgendem:

Zitat von Noname12:
ch habe es ihm oft gesagt, dass mir Nähe fehlt und er hat darauf mit Unverständnis reagiert bzw. garnicht und sagte "wir liegen doch immer auf dem Sofa nebeneinander, das ist doch genug".


Das klingt ja wirklich wie über 30 Jahre Ehe... Nähe ohne die "Turnübungen", die von Rheuma und Arthrose
blockiert werden (falls ich richtig interpretiere)

Zitat von Noname12:
Ein für mich (!) ebenfalls nicht zu vernachlässigender Punkt ist, dass es ihm zum Beispiel auch egal ist, wie ich nachts heimkomme, da er ja eh bei keinen Feierlichkeiten dabei ist. Keine Abholung o.ä. Und sich keine Sorgen um mich macht.



Das halte ich z.B. für Vertrauen zu Dir, das durch die Gewissheit der Beziehungssicherheit erlangt wurde. Sicherheit macht leider auch bequem! Bequemlichkeit im Sinne von Sicherheit und sich geborgen fühlen passt widerrum mehr zu einer sehr langen Beziehungszeit.

Ist aber nur meine Erfahrung nach über 30 Ehejahren.

Vor 5 Stunden • x 1 #25


Noname12


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@Sonnenblume53 ja wir sind auch wie ein altes Ehepaar. Das passt super.

@DieSeherin ja, ich habe Angst davor mein Leben allein bestreiten zu müssen, da ich es nicht kenne. Finanzielle Sorgen habe ich zb nicht. Aber wir haben einen Hund und wie ich den allein halten soll (arbeite Vollzeit) weiß ich nicht. Das ist auch eine Sache, die mich abhält. Abgeben ist aber auch keine (!) Option.

Aber ja es stimmt, ich habe Angst davor, mein Leben allein bestreiten zu müssen, ich habe es noch nie tun müssen.

Vor 4 Stunden • x 1 #26


Noname12


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Ich bin gerade geschockt darüber, zu realisieren, dass es wirklich die Angst davor ist, das Leben zum ersten Mal allein zu bestreiten. Die Angst vor Einsamkeit.
Aber auch zu einem großen Teil die Angst, zu bereuen.

Vor 4 Stunden • #27


Tanika


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Zitat von Noname12:
Ich bin gerade geschockt darüber, zu realisieren, dass es wirklich die Angst davor ist, das Leben zum ersten Mal allein zu bestreiten. Die Angst vor Einsamkeit.
Aber auch zu einem großen Teil die Angst, zu bereuen.

Das ist total normal. Ich bin z.B. direkt von meinen Eltern zu meinem ersten Mann gezogen. Dann war ich lange verheiratet und mit Ende 40 habe ich nach der Trennung das erste Mal alleine gelebt. Ich hatte erst soooooo Schiss. Und was ist passiert, klar ich war auch sehr traurig über die Trennung, ABER ich habe mich auch soooo wohl alleine gefühlt. Ich habe mir Tiere angeschafft, was er nicht wollte, ich habe die Wohnung kunterbunt gemalert, was er nicht wollte ... ich habe meine Freiheiten insgesamt soooo genossen. Du machst auf mich nicht den Eindruck, dass du das nicht auch schaffst.

Mit dem Hund findet ihr eine Lösung.

Vor 4 Stunden • x 4 #28


Sonnenblume53


1557
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Zitat von Noname12:
Ich bin gerade geschockt darüber, zu realisieren, dass es wirklich die Angst davor ist, das Leben zum ersten Mal allein zu bestreiten. Die Angst vor Einsamkeit.
Aber auch zu einem großen Teil die Angst, zu bereuen.


All diese Gefühle sind ganz normal, Noname.
Sie wollen erkannt, geordnet und transformiert werden.

Deswegen war es mir so wichtig, darauf hinzuweisen, ob Du evtl. eine andere Umgebung aufsuchen könntest? In der vertrauten Umgebung hat sich nicht nur der ewig gleiche Tagesablauf eingespielt, sondern oftmals auch gleiche Gedanken und Gefühle.

Vor 4 Stunden • x 2 #29


Noname12


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Ich ertappe mich häufig dabei, dass ich denke dass das Leben alleine doch ganz schön sein könnte.
Und wie war das doch gleich? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?

Und einen anderen Ort aufsuchen, ohne dass es auffällt, wird mir nicht möglich sein.

Vor 4 Stunden • x 2 #30



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