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Warum fühlt sich Trennung nach On/ Off wie Entzug an?

DieSeherin
Zitat von Schattenseite:
ich war nach den drei Jahren am Ende meiner Belastungsfähigkeit angelangt, ich wollte diese Endlosschleife durchbrechen

und das machst du dir bitte jeden morgen beim aufwachen ganz klar und jeden abend vorm einschlafen!

ey, du hast noch fast 40 jahre leben vor dir... verschwende kein einziges damit, an einer beziehung festzuhalten, die dir nicht gut tut! du möchtest doch eine beziehung die liebevoll ist, gelassen, partnerschaftlich und unkompliziert, oder? mit dem mann blockierst du dich für solch eine!

x 3 #16


S
@Sincerite kurz gesagt: Liebe. Da das so allgemein klingt: Geborgenheit, die ich ihm geben konnte und die er aufsog wie ein Schwamm. Ich genoss es sehr, von ihm gebraucht zu werden und hielt ihn stundenlang im Arm, nur, um ihn zu streicheln … wir hatte auch allgemein sehr viel Körperkontakt und auch wenn er es nie lange tat, aber er kuschelte sich oft an mich und streichelte mich zurück. Ich vertraute ihm zu 100% und er war mein bester, engster Freund geworden, andersrum ebenso, sagte er mal. Wir waren Bezugsperson Nr. 1 füreinander, erzählten uns alles, was über den Tag so passierte. Okay, er mehr und über die Zeit vor ihm durfte ich nicht reden, weil er sonst ausflippte. Er war sehr eifersüchtig und meinte bis zum Schluß, er würde weder mir noch sonstwem hundertprozentig vertrauen, was sehr wehtat.
So doof das klingt, aber selbst diese Eifersucht und Kontrolle vermisse ich jetzt, auch wenn ich ihm in den drei Jahren keinen Anlass dazu gegeben hatte, mir zu misstrauen. Er durfte jederzeit in mein Handy schauen, hatte auch den PIN dazu.

x 1 #17


A


Warum fühlt sich Trennung nach On/ Off wie Entzug an?

x 3


S
@DieSeherin das sage ich mir oft, aber ich dachte wirklich, bei ihm angekommen zu sein. Schlimmer geht es doch immer …

#18


F
@Schattenseite : Schlimmer geht immer ...
aber keiner weiß, was wäre, wenn es anders gelaufen währe

x 3 #19


S
@NeuesLeben oh Mann … heftig. Aber danke für Deine Ehrlichkeit!

x 1 #20


Ameise_78
Zitat von Schattenseite:
verrückt, aber genau solche Worte hat er mir häufig an den Kopf geknallt: ich sei toxisch, schwer narzisstisch gestört, würde ihn „mit Liebesentzug bestrafen“ etc.

Oh.

Zitat von Schattenseite:
weil ich die Diagnosen Depression und Borderline erhalten habe und offen damit umgegangen bin.

Macht sich das im Alltag bei dir stark bemerkbar..?

x 4 #21


hotte
@Schattenseite

ich möchte gerne @ElGatoRojo zur Seite springen ABER mit einschränkungen...

Mir ging es anfang des Jahres ähnlich.... mein Kopf wusste das "sie" nicht "gut" für mich war aber mein ganze Körper wollte zu ihr zurück. Ich habe konsequent den Kontakt reduziert und nach 2 oder 3 wochen die entscheidung getroffen wieder am Leben teilzunehmen.

Ich bin auf ein Dating event gegangen mit dem Vorsatz das ich mir lediglich beweisen wollte das ich nicht das schüchterne kleine Etwas bin. Mir war und ist bewusst das ich noch nicht ready bin für eine "reguläre" beziehung so mit permanent aufeinander hocken etc. also dachte ich das ich da vollkommen locker rangehen kann.

Dumm nur das ich auf dem Event tatsächlich eine Frau kennengelernt habe, die, ähnlich wie ich, auch nix gesucht hat. Wir haben uns recht lange gut unterhalten und die hatte noch während dem Gespräch überlegt ob sie mir ihre Telefonnummer geben würde wenn ich danach fragen würde (hab ich hinterher erfahren). Sie hatte vor einem Jahr auch eine heftige Trennung hinter sich gebracht.

Wir reden und telefonieren Stundenlang ohne das uns die Themen ausgehen und wir sind unterschiedlich genug um interessant zu sein aber gleich genug um anzuziehen. Wir treffen uns sporadisch und schreiben jeden Tag. Sie hat ein ziemlich krasses soziales Umfeld (auf die menge der Leute bezogen) und ich bin dann eher der langweilige und strukturierte typ.

Der Punkt auf den ich hinaus wollte ist das sie mich so akzeptiert wie ich bin, MIT den Ecken, Kanten und Herausforderungen. Sie hat mir klar gemacht das dinge für die mich meine Ex kritisiert hatte und die sich ganz tief bei mir eingebrannt haben gar nicht so sind und hat mir einfach eine vollständig neue form von persönlicher Wertschätzung gezeigt. Es war von Anfang an klar das wir beide unser eigenes Leben haben und uns auf eigene Dinge konzentrieren wollen. Dennoch gibt sie mir eine persönliche Sicherheit und ZEIGT mit das ich ein wertvoller Mensch bin. Das, und einiges andere, war es was ich nach der Trennung nicht mehr glaubte wiederzufinden. Wir reden sehr offen sowohl über die Themen die sie beschäftigen als auch die Themen die mich beschäftigen und sind total offen was unsere Gefühle und Bedürfnisse angeht (inkl. Themen aus den vergangenen Beziehungen). Im Gesamten ist die Situation etwas kompliziert weil da noch andere Punkte mit reinspielen, aber das ist hier gerade nicht relevant.

Wenn du jemanden Kennenlernst mit dem du offen und ehrlich umgehen und reden kannst und ihr euch beide gut tut, dann go for it. Aber sei vorsichtig und achte darauf das du nicht direkt in einen Rausch gerätst weil auf einmal bedürfnisse erfüllt werden. Du musst ganz genau in dich hineinhorchen und abschätzen ob dir sowas gut tut.

Ein paar flüchtige Abenteuer können dabei helfen die körperlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Das schwierigste dürften Zeiten sein in denen man früher nicht alleine war.... da helfen Freunde oder notfalls aktivitäten ala Spontacts.

x 3 #22


S
@Ameise_78 mal mehr, mal weniger, aber ich bin inzwischen langzeiterkrankt und mache seit dem Winter endlich eine Traumatherapie. Vielleicht sehe ich seither die (Ex-) Beziehung auch kritischer als davor. Letztes Jahr um diese Zeit war ich in einer Tagesklinik, da wurde die Beziehung bewusst außen vor gelassen und es lief besser zwischen uns beiden. Er nahm in dieser Zeit viel Rücksicht auf mich und sich auch mal zurück. Er sagte damals, wenn ich dort gut mitmache und die Therapeuten mir zeigen, was ich ändern muß, käme ich als die „perfekte Frau“ wieder raus.
Ich war aber kein Auto in der Reparaturwerkstatt.😅

x 5 #23


S
@hotte das freut mich sehr für Dich! Und es gibt Hoffnung. Mit jemandem über früher reden zu dürfen und das nicht untersagt zu bekommen, klingt traumhaft, denn mein Exfreund hatte es mir von Anfang an direkt verboten. Er selbst redete auch wenig über seine eigene Geschichte, obschon es mich sehr interessiert hätte.

x 1 #24


hotte
Zitat von Schattenseite:
@hotte das freut mich sehr für Dich! Und es gibt Hoffnung. Mit jemandem über früher reden zu dürfen und das nicht untersagt zu bekommen, klingt traumhaft, denn mein Exfreund hatte es mir von Anfang an direkt verboten. Er selbst redete auch wenig über seine eigene Geschichte, obschon es mich sehr interessiert ...


Ich habe nach der Trennung damals die Paartherapeutin auch weiter besucht um mit ihr meine Trennungsthemen weiter aufzuarbeiten. Sie sagte mir auch das Frauen auf keinen Fall irgendwelche Stories über die Ex hören wollen.

Du darfst nicht vergessen das wir in unserem Alter schon einiges erlebt haben und wer wirklich erwartet das wir ohne Altlasten in eine Beziehung kommen ist in meinen Augen entweder Weltfremd oder hat echt glück gehabt (oder lügt!). Für mich ist jemand der mit "themen untersagt" ein no-go denn ich bin nunmal jemand der vielen über reden verarbeitet. Allerdings muss man auch dazusagen das es sich die waage halten muss.... es gibt für alles Grenzen Zwinkerndes Gesicht

Ich glaube bei uns war der Punkt das wir beide ja "eigentlich" nichts wollten und deshalb konnten wir vollkommen offen und ehrlich sein. Dummerweise hat genau das dazu geführt das es immer "intensiver" wurde und da sie einige Erfahrungen damit machen musste von Männern betrogen zu werden, ist ein offener und reflektierter mann für sie natürlich erstmal wie ein Einhorn. (no pun intended!)

Mein Tipp an dich... such dir Trost bei Freunden und Familie, beschäftige dich mit deinen Themen und arbeite daran deinen Diagnosen "in den Griff" zu bekommen. Wenn du am wenigsten suchst.... dann wirst du fündig!

x 2 #25


Vienne
@Schattenseite

Diagnose Borderliner und Depression...

Darf ich fragen, wie deine Beziehungen davor verliefen...waren das auch ON Off Beziehungen?

x 3 #26


hotte
Zitat von Schattenseite:
@hotte das freut mich sehr für Dich! Und es gibt Hoffnung. Mit jemandem über früher reden zu dürfen und das nicht untersagt zu bekommen, klingt traumhaft, denn mein Exfreund hatte es mir von Anfang an direkt verboten. Er selbst redete auch wenig über seine eigene Geschichte, obschon es mich sehr interessiert ...

Was mir gerade noch einfällt... ich weiß nicht woher du kommst... aber als es so intensiv war, war ich in einer Trennungsselbsthilfegruppe. DAS hat auch echt gut getan. Dummerweise war ich der einzige Mann in der Gruppe aber der Austausch hat mir gut getan. Obwohl ich die Gruppe nicht sehr lange besucht hatte, habe ich den Kontakt zu einigen der Damen gehalten und nachdem die Gruppe nun aufgelöst wurde habe wir einfach unseren eigenen privaten "Gesprächskreis" gegründet und treffen uns morgen das erste mal.

Selbsthilfegruppen können bei dir auch dabei helfen mit den anderen Themen besser in Einklang zu kommen. Ich kenne mich mit Borderline nicht so richtig aus aber kann mir vorstellen das die aktuelle Situation UND die Diagnose bzw. deren Probleme zusammen ne ganz miese Mischung sind.

Daher möchte ich dir an dieser Stelle noch etwas ans Herz legen das mir sehr geholfen hat als es richtig k*cke wurde....

Die Telefonseelsorge! Kein witz... ich hab da angerufen und wildfremden leuten teilweise einen vorgeheult wie ein Teenager der nicht mehr klar kam. Die Leute am Telefon waren super. Verständnisvoll, offen, hatten gute Ratschläge und haben es JEDES mal geschafft mich aus der Krise zu bekommen. Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 / 0800 1110222 oder 116 123

x 2 #27


DieSeherin
Zitat von Schattenseite:
ich dachte wirklich, bei ihm angekommen zu sein. Schlimmer geht es doch immer …


öööhhh... bei all dem, was du so über ihn erzählst (und damit meine ich nicht das "liebe-aufsaugen, sondern die kontrolle, die eifersucht, den liebesentzug...), kann es aber auch sehr, sehr, sehr viel besser gehen! und selbst alleine scheint mir dein leben lebenswerter, als für ein paar gute momente viele schlechte momente in kauf nehmen zu müssen!

x 2 #28


S
@Vienne nein, mein erster Freund hatte sich nach 2,5 Jahren getrennt, weil er keine Gefühle mehr für mich hatte (was er nach sechs Monaten bereute, aber da hatte ich mich schon neu sortiert und blieb Single). Dann trat nach wenigen kurzen Kennenlernphasen der Vater meiner Tochter in mein Leben, der da gerade in Trennung lebte, dann doch wieder zur Noch- Frau zurückging, bis sie ihn hinauswarf, er wieder bei ihr ankam - ein Auf und Ab, das sich fast vier Jahre hinzog, bis unsere Kleine ein halbes Jahr alt war und ich ihn endgültig aufgab- da war auch körperliche Gewalt im Spiel, die er uns beiden antat, also mußte ich den Kreislauf durchbrechen und allein für mich und das Kind sorgen.
Einige Zeit später lernte ich den Vater meiner Söhne kennen und wir blieben
fast dreizehn Jahre bis zu seinem Tod ein Paar. Er schütze moch häufig grgen Attacken von seiten des Vaters meiner Tochter, der uns jahrelang nachstellte. Die Beziehung zu meinem langjährigen Partner lief ohne Beleidigungen, Verlassen, Gewalt etc., also ich kenne auch „normale“ Beziehungsqualiät. Streit gibt es mit Sicherheit überall, aber es ist nicht ausgeartet. Nach ihm war ich nur in kurzen Kennenlernphasen von wenigen Wochen bis Monaten, bis ich meinen letzten Partner kennenlernte. Es war die berühmte „Liebe auf den ersten Blick“ und wir fühlten uns sofort innig und magisch zueinander hingezogen. Aber es krachte im Prinzip auch von Anfang an. Rückblickend sogar öfter als in der Verbindung mit dem Vater meiner Tochter, nur halt ohne körperliche Gewalt. Das hätte ich mir nicht wieder gefallen lassen.

x 3 #29


S
@Schattenseite
Zitat:
Gekämpft hat er nicht und schon immer gesagt, er würde mir nicht „hinterherrennen“, wenn ich mich mal trenne, denn ich könne froh sein, ihn zu haben und es sei ja dann meine Entscheidung, die er akzeptieren würde.

Ein Typ der sich im Wochen Takt trennt um dich emotional zu erpressen zu destabilisieren, ist mit 1000 % Sicherheit nicht die Kirsche auf dem Eis !

Also da hat er schon was mit der Selbsteinschätzung.


Zitat:
Er selbst hatte während unserer knapp drei gemeinsamen Jahre zeitweise im Wochentakt Schluß gemacht und kam aber immer wieder auf mich zu, nachdem er sich wieder beruhigt hatte, was meist nur ein paar Stunden oder wenige Tage dauerte.

Was hat das mit Liebe zu tun ?

Nichts !

Wer besonders viel aushält ? Nein das hat nichts mit Liebe zu tun.


Zitat:
In dieser Zeit schrieb er mir wütende Nachrichten oder ignorierte mich komplett.

Silence Treatments = bestrafen durch ignorieren.

Wütendende Nachrichten = fehlende Impulskontrolle und degradieren deiner Person um sich zu erhöhen.


Zitat:
Ich war in dieser Zeitspanne jedesmal total am Boden und wie gelähmt.

Erstarrt sozusagen ?

Zitat:
Meldete er sich dann wieder, war ich dankbar und unendlich froh darüber. Es war ein richtiger Teufelskreis und seinen Trennungsdrohungen und meinen Verlustängsten um ihn.

Deine Verlustangst ist deine Wunde , dein Knopf wo mit er spielt.

Wenn eine Person eine schwäche hat und die andere Person das ausnutzt , hat das was mit Liebe zu tun ?

Zitat:
Soweit, so gut, ich wusste also, was passieren würde, wenn ich gehe.

Jein,….. meist kommen sie in ihre Verlustangst und kommen dann wieder angedüst.

Zitat:
Meine Gefühle für ihn sind noch unverändert stark,

Also wenn einer sich im Wochentackt trennt , kann man von Drama sprechen.

Was dir fehlt hormonell ist das Drama. Das ist keine Liebe. Es sei du bist Masochistisch.

Eine normale Beziehung wabert so bei Cortisol 1-3 , Dopamin 1-5, Adrenalin, Serotonin usw. wabern auch im unteren Bereich.

Der Drama Boy hier , jede Woche Trennung , Cortisol Level 8-10 kaum bist du auf der 8 trennt er sich wieder.

Kommt dann wieder an und dein Dopamin ist auf 10 . Deswegen ist Versöhnungsex so toll.

Das hier muss erstmal auf einen normalen Level wieder herunter.



Zitat:
aber ich habe weiterhin vor, an der Trennung festzuhalten, was zum ersten Mal so ist. …

👍

Zitat:
Vier frühere Versuche hatte ich nach kurzer Zeit abgebrochen und ging zu ihm zurück, weil ich unglaublich starke Gefühle für ihn hatte und habe und wirklich mit ihm alt werden wollte.

Und weiter im Wochen Rhythmus dich trennen und ins Verlustangst leben ? Warum liebst du das ?

Zitat:
Trotz meiner Trennung nun denke ich jedoch weiterhin 24/7 an ihn und leide genauso, als wenn er sich wiedermal getrennt hätte.

Wieviel Prozent hast du am Tag an ihn gedacht ?

80 % ?
90 % ?

Weil man wusste ja nicht wie er wieder austickt , also muss man ja schon schön aufpassen das man nichts falsch macht.

Nun sind die 80-90 % deines Alltages mit Denken über die Probleme von ihm nicht mehr da.

Das schafft eine enorme Leere von 80-90 %.

Zitat:
Ich bin tageweise regelrecht handlungsunfähig und fühle mich wie auf Entzug von ihm.

Ja kommt durch den emotionalen Missbrauch von ihm.

Da ist unteranderem der präfrontale cortex in Mitleidenschaft gezogen, und durch die eventuelle traumatische Erfahrung bist du erstarrt (?)

Zitat:
Dabei weiß ich, dass wir auf Dauer nicht zusammen glücklich werden, denn sonst hätten ja nicht immer wieder die gleichen Reibereien zu seinen Wutausbrüchen und meiner Traurigkeit geführt. Aber leider scheint rationale Betrachtung hier fehl am Platze zu sein und ich stecke in meinem emotionalen „Hungerloch“ nach ihm fest.

Solche Beziehungen können eine komplexe PTBS verursachen.

Du bist in dieser Beziehung geblieben wegen einem Traumabondings.

Zitat:
na ja, ich war nach den drei Jahren am Ende meiner Belastungsfähigkeit angelangt, ich wollte diese Endlosschleife durchbrechen

Der Glaubenssatz das wenn man nur lange genug aushält das es dann echte Liebe war , ist falsch.


Zitat:
aber es fühlt sich leider nicht so „erlösend“ an, wie ich gehofft hatte und meine Trauer um unsere gemeinsame Zeit bzw. um eine mögliche Zukunft ist einfach riesig. Dabei weiß ich rational, dass es die richtige Entscheidung war und ist, zu gehen und wegzubleiben. Seinen Kontakt im Messenger habe ich blockiert und er hat sich sofort danach gelöscht, was ich auch gut finde. Er hatte das früher oft getan, die ganze App runtergeworfen, um sich kurz darauf wieder anzumelden und mir zu schreiben. Daher diesmal mein Blockieren des Kontaktes.

Blockieren und löschen auf allen Kanälen ! Auch Bekannten sagen das sie nichts erzählen sollen.


Zitat:
wenn ich mich aus Selbstschutz zurückziehen wollte, weil er mal wieder Schluß gemacht hatte oder mich mit Nachrichten rund um die Uhr (kein Witz- er war immer erreichbar und verlangte das auch von mir, indem er mir unaufhörlich von seinem Tagesablauf und dem seines Sohnes berichtete, was mich sehr viel Aufmerksamkeit kostete, denn ich habe drei eigene Kinder) überforderte, wurde er entweder besonders sauer oder besonders anhänglich. Angeblich habe ich ihn fortwährend verletzt und unglücklich gemacht und zurückgestoßen, wenn ich mir mit einer Antwort Zeit ließ und (was selten vorkam) ein Treffen absagte. Ich kann und will diese Verantwortung für ihn als Ü- Fünfziger nicht mehr übernehmen.

Klingt ziemlich schräg.


Zitat:
verrückt, aber genau solche Worte hat er mir häufig an den Kopf geknallt: ich sei toxisch, schwer narzisstisch gestört, würde ihn „mit Liebesentzug bestrafen“ etc.
Er sagte auf oft, mit mir hätte er sich „ganz schön was eingetreten“ und ich hätte „einen mächtigen Treffer“, weil ich die Diagnosen Depression und Borderline erhalten habe und offen damit umgegangen bin.
Ich fand das nicht in Ordnung von ihm und sagte ihm das immer wieder, doch er unterließ es einfach nicht.

Das die BPS und die komplexe PTBS eine Überschneidung von 80 % haben ist dir bekannt ?

Sie wird oft „verwechselt“ mit der BPS.




Zitat:
kurz gesagt: Liebe. Da das so allgemein klingt: Geborgenheit, die ich ihm geben konnte und die er aufsog wie ein Schwamm. Ich genoss es sehr, von ihm gebraucht zu werden und hielt ihn stundenlang im Arm, nur, um ihn zu streicheln … …

Weil ?

Eine die sich immer kümmert ?

Zitat:
wir hatte auch allgemein sehr viel Körperkontakt und auch wenn er es nie lange tat, aber er kuschelte sich oft an mich und streichelte mich zurück. Ich vertraute ihm zu 100% und er war mein bester, engster Freund geworden, andersrum ebenso, sagte er mal.

Wieso vertraust du einer Person die sich willkürlich trennt?

Das Probleme ist das dieser engster Freund ein Täterverhalten an den Tag legt.


Zitat:
Wir waren Bezugsperson Nr. 1 füreinander, erzählten uns alles, was über den Tag so passierte. Okay, er mehr und über die Zeit vor ihm durfte ich nicht reden, weil er sonst ausflippte. Er war sehr eifersüchtig und meinte bis zum Schluß, er würde weder mir noch sonstwem hundertprozentig vertrauen, was sehr wehtat.

Sehr eifersüchtig , spricht von geringen Selbstwert.

Zitat:
So doof das klingt, aber selbst diese Eifersucht und Kontrolle vermisse ich jetzt, auch wenn ich ihm in den drei Jahren keinen Anlass dazu gegeben hatte, mir zu misstrauen. Er durfte jederzeit in mein Handy schauen, hatte auch den PIN dazu.

Schon sehr schräg und sehr kontrollierend.


Zitat:
mal mehr, mal weniger, aber ich bin inzwischen langzeiterkrankt und mache seit dem Winter endlich eine Traumatherapie. Vielleicht sehe ich seither die (Ex-) Beziehung auch kritischer als davor.

Wegen was bist du in der Traumatherapie ?

Zitat:
Letztes Jahr um diese Zeit war ich in einer Tagesklinik, da wurde die Beziehung bewusst außen vor gelassen und es lief besser zwischen uns beiden. Er nahm in dieser Zeit viel Rücksicht auf mich und sich auch mal zurück. Er sagte damals, wenn ich dort gut mitmache und die Therapeuten mir zeigen, was ich ändern muß, käme ich als die „perfekte Frau“ wieder raus.

Also sein Verhalten bringt dich in die Tagesklinik , und wenn du brav dort mitmachst wo dich der Tox hingebracht hat , ja dann ist alles gut.

Sorry der Typ hat ein ding ordentlich zu laufen.

Zitat:
Ich war aber kein Auto in der Reparaturwerkstatt.

Nein weil der Verursacher immer noch da war. Der Täter wie man sie auch nennt lag direkt in deinem Bett.

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