Zitat von finita:(...)Kuddel...Du haderst nach so einer Geschichte nun mit der Moral. Es ist Deine Weise, Dich mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen, es ist einer von vielen Aspekten.
Die Ehefrauen, die ihre Männer behalten, wiedererobert haben, fühlen sich als Sieger...die verlassenen Geliebten verstehen nicht, warum...weil die Gefühle doch so intensiv waren...
Die Verlassenen trösten sich, geben sich die Schuld, kehren zur Moral zurück...es sind nur Teilaspekte. Nie die ganze Wahrheit.
@ finita
Deinen Einwand bezüglich "Moral" auf mich bezogen - gut, dass Du das erwähnst! Während meiner knapp 9-jährigen Affäre war bei mir NIX mit Moral. Ich habe ALLES in den Wind geschlagen, was auch nur annähernd mit Moral zu tun haben könnte. Moral hat in einer Affäre keinen Platz - denn wäre Moral vorhanden, käme keine Affäre zustande. Betrug und Lüge lassen sich mit Moral NICHT vereinbaren - bei KEINEM der Beteiligten an einer Affäre.
Die Affäre kann ich nicht rückgängig machen - will ich auch gar nicht! Fakt ist allerdings, dass es für mich nicht mehr - NIE mehr - in Frage kommt. Ich will und werde nicht mehr teilen - ich will ein ALLES oder es bleibt beim "nichts"! An einem Ehe-"Lug und Betrug" werde ich mich nicht mehr beteiligen.
Daraus kannst Du sicher ableiten, wie ich es jetzt - 3 Jahre nach der Affäre - mit der Moral halte. Ich habe andere Prioritäten gesetzt. Das ist die Erkenntnis, aus einem GROSSEN Fehler gelernt zu haben.
@ Bleistift
danke für das "Kompli" - ich schreibe so, wie ich es jetzt empfinde. Auf den Punkt zu kommen, Eingeständnisse und Zugeständnisse zu machen, mich zu Fehlern und den Folgen zu bekennen, andere Wege aufzuzeigen...es IST möglich, "umzukehren", ohne das Gesicht zu verlieren!
"Ehe nach Affäre" klappt, wenn beide Partner einen gemeinsamen Weg finden wollen. Auch hierzu bedarf es Zugeständnisse - beiderseits...auch wenn die/der Betrüger/in zunächst ein einer Bringschuld ist. Und... auch die/der Betrogene ist nicht unschuldig an einer Affäre....gibt sie/er doch auch einen Anlass, dass jemand fremdgeht.
@ all
Dass Betrogene eine Ahnung haben, dass die/der Partner/in fremd geht - das mag es geben. Ich bin mir sicher, dass es AUCH Betrogene gibt, die nichts mitbekommen, weil sie eh schon in der Ehe immer ihr eigenes Ding gemacht haben, auf sich fixiert waren, was vor allem Männern nachgesagt wird....
