Zitat von Dummda:@ frischgeföhnt,
In erster Linie habe ich über die AF gelacht. ich bin aber auch sauer auf sie.
In erster Linie hättest Du diese Emotionen Deinem Partner entgegenbringen müssen.
Um ihn dann vor die Tür zu setzen.
Aber das ist nur meine Meinung.
Zitat von Dummda:Mein Mann war in erster Linie dankbar, dass ich lachen konnte. Er redet nicht schlecht über sie. Das geht auch nicht, denn sonst würde er ja zugeben, dass er sich mit der falschen eingelassen hätte. Dennoch sagt er mir genau, dass ich für ihn die richtige bin. Er kann es auch genau erklären.
Er will auch keine Konsequenzen tragen, deshalb ist er dankbar, dass Du es so "locker" aufnimmst. Deine Art, Dich ihm gegenüber so zu verhalten, macht Dich für einen Betrüger tatsächlich zu "der Richtigen".
Zitat von Dummda:Er hatte auch keine Affäre mit ihr, weil sie so toll war, sondern weil er eine Affäre haben wollte und sie zufällig passte. So richtig tief ging das nicht bei denen. Das hätte mich auch sehr gewundert. Sie war ein Mittel für seinen Zweck. Sie meint, er habe sie benutzt. Kann man so sehen. Aber hat sie ihn nicht auch benutzt? Es sind zwei erwachsene Personen. Dass es mich gab, wußte sie. Es kann mir keiner sagen, sie habe nicht wenigstens mal bei Facebook nachgeschaut o.ä. Sie haben die Affäre auch Vorort geheim gehalten. Wer kapiert denn da nicht, dass es nicht ernstes werden soll?
Fühlst Du Dich bei seiner Aussage was sie für ihn war aufgewertet? Gibt es Dir ein Gefühl von Überlegenheit und nimmst Du an, dass genau deshalb ihr (wieder) eine gute Beziehung führen könnt? Die Beziehung ist nichts wert, wenn man belogen und betrogen wird.
Und anstatt das zu reflektieren, redest Du davon, dass die beiden sich benutzt haben. Wurdest nicht Du in erster Linie von beiden benutzt? Dein Partner hätte das unterbinden sollen und müssen.
Warum seid ihr damals eine Beziehung eingegangen? Hatte das auch einen Nutzen für ihn oder ging es ihm da um den Menschen und sein Lebenskonzept? Warum tritt er dies samt der Partnerin mit Füßen, indem er lügt und betrügt.
Das Geheimhalten dient lediglich ihm zum Schutz, sich keinen Konsequenzen stellen zu müssen.
In einer Dreiecksgeschichte gibt es nur Verlierer. Außer vielleicht der Betrüger selbst ... Er verliert zwar auch, aber meist nicht soviel, dass er etwas daraus lernen würde. Vielleicht würde er mal "erkennen", würde er alleine dastehen.
Zitat von Dummda:Ja, wir haben sehr gute Gespräche und sind beide bereit zu reflektieren.
Ich halte nichts davon innerhalb einer Beziehung zu verzeihen. Es ist nicht nötig, denn in dem Moment, wo er erkennt, was er getan hat, was das bedeutet hat, in dem Moment braucht es kein verzeihen. Wir beginnen jetzt eine neue Ebene zu betreten und das ist der einzige Weg der richtig ist. Wichtig ist nicht die Affäre an sich, sondern das was wir daraus machen, wie wir damit umgehen.
Bist Du sicher, dass er reflektiert? Oder bist es eher Du, die alle innere Kraft zusammennimmt, damit aus einer kaputten Beziehung wieder was tragfähiges wird?
Versucht er durch sein "Bemühen" Dich nicht eher wieder auf Kurs zu bringen, damit ihr Euch beide in Sicherheit und Vertrautheit wähnt?
Es nützt auch nichts, die Vase aus dem Haus zu verbannen, stellt die Vase doch Eure Beziehung dar. Sie ist zerbrochen und ihr wollt sie kleben ... Indem ihr sie rausverbannt und nicht mehr seht, verdrängt ihr eher.
Zitat von Dummda:ich habe wieder Respekt und Vertrauen in meinen Mann zurück bekommen durch sein Handeln. das heißt nicht automatisch, dass es reichen wird. Aber ohne das, wäre es aussichtslos. Es tut noch weh, aber der Heilungsprozess kann beginnen.
Wir bemühen uns beide sehr. Seine Bemühungen helfen mir enorm. Er wertet mich und unsere Beziehungd dadurch wieder sehr auf und das gibt Hoffnung.
Am Anfang sah ich noch nicht mal den Tunnel an dessen Ende ich ein Licht hätte sehen können. Jetzt sehe ich ihn und das Licht.
Hat er auch Respekt vor Dir und was Du bereit bist für den Erhalt der Beziehung zu tun?
Ich bezweifle es.
In einem anderen Thread hab ich das Beispiel mit der Pistole genannt und "die Kugel ist aus dem Lauf".
Respekt hättest Du Dir verschafft, wenn Du ihn verlassen hättest, da Du schlicht und ergreifend mit Dir so nicht umgehen lässt. Er weiß jetzt, wie Du damit umgehst, wenn er sich solch einen "Vertrauensverlust" leistet bzw. das er keine Konsequenz in Form Deiner Trennung fürchten muss, was er nämlich am meisten gefürchtet hat (darum die Heimlichkeit). Das gab ihm die vermeintliche Kontrolle, den Betrug im Griff zu haben, die Geschichte steuern zu können.
Mein AM (von dem ich mich leidvoll getrennt habe) scheute nichts mehr als den Verlust. Nach Auffliegen bemerkte er mir gegenüber, wie erleichtert er war nicht vor die Tür gesetzt zu werden. So eine gutmütige Frau findet man ja nicht mehr ...
Wie armselig von ihm, aber doch sehr schlau, wenn man nicht allein dastehen will.
Ich bezweifle, dass ein Betrüger den Partner respektiert, wenn er nach seinem Betrug und seinem verletztenden Verhalten, anstatt einer klaren Grenze auch noch die "Eier gegrault" bekommt.
Auch hier müssten Betrogene Taten herrschen lassen und nicht mit Worten "drohen" (wenn Du ..., dann ...)
Natürlich gilt dies auch auf Frauen als Betrüger und jeder Fall ist individuell, aber es verhält sich ja danach (Auffliegen der Affäre) auch wieder in Mustern.