Unheilig
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ich persönlich fühle mich von Dir nicht angegriffen. Ich habe allerdings zum Ausdruck gebracht, dass Deine Ausführungen durchaus wertend (unsachlich) empfunden werden. Aus Blancas Beitrag kannst Du ja auch entnehmen, dass es nicht nur mir so ging.
So und nun zu Deinem Rat an mich persönlich:
Ich habe mich bewusst nach reiflicher Abwägung für meinen Mann entschieden und nicht dagegen. Und es in den vergangenen 4 Jahren kein einziges Mal bereut.
Ich fühle mich auch nicht mehr verletzt, leide nicht mehr, habe ein durchaus ordentliches Selbstwertgefühl und kann mich auch nicht über mangelnden Respekt seitens meines Mannes beklagen.
Ich weiß ganz genau was ich tue (bin schließlich alt genug dazu), also hör auf mich "bekehren" zu wollen, dass ich mich von meinem Mann trennen müsste.
Und im Vorgriff auf die Frage, die nun sicherlich kommt:
Ich bin hier, weil die zwangsweise Beschäftigung mit dieser Affärenproblematik mir einige differenzierte Blickwinkel auf menschliches Verhalten eröffnet hat. Das hat mich persönlich um einiges weiter gebracht. Zusammen mit den selbst gemachten Erfahrungen kommen in manchen Momenten Fragen auf, wie andere Betroffene mit dieser Materie umgehen (ich habe damals die Verarbeitung ohne Forentätigkeiten bewerkstelligt) und bin auf dieses Forum gestoßen.
Da habe ich dann einiges gelesen, mir fielen auch einige Stereotypen auf und irgendwann habe ich mich halt dazu entschlossen auf einen Beitrag zu antworten um eben Betroffenen, die sich noch in der Akutphase befinden, meine Erfahrungen zu diesem Thema zu schildern.
Es sind meine Erfahrungen, gemacht aus meiner persönlichen Lebenssituation mit meinem Ehemann, der ja auch seine eigene Person, wiederum mit prägenden Erfahrungen usw. darstellt.
Um in diese Situation zu kommen haben wir beide (meine Mann und ich) als individuelle Personen unsere Fehler gemacht. Daraus darf man auch lernen wie man es besser machen kann ohne alles immer gleich hinzuwerfen.
Eine Trennung von meinem Mann erwäge ich derzeit wirklich nicht und dies ganz sicher nicht aus irgendwelchen materiellen Gründen. Im Gegenteil, ich möchte eher denjenigen Betrogenen, die sich noch mit ihren Zweifeln rumschlagen, Mut machen, dass es, wenn man eben einige Voraussetzungen beachtet, durchaus wieder eine schöne und glückliche Beziehung werden kann.