Zitat von Voldemort:Oh ja, da sprichst du was an....im Nachhinein denke ich jetzt, so wie ein kleiner Junge, der dauernd an sich herumspielt! Am Anfang hielt ich das für nicht ganz ernst gemeinte Späße, ich kann immer, usw. Mein Ex war ja auch schon im fortgeschrittenen Alter. blaue Pille nahm er wirklich nicht, keine Ahnung, wie die das machen und ich ziehe es auch vor, nicht mehr drüber nachzudenken

Sex kann zur Sucht werden
Sexuelle Stimulanz hat die gleiche Auswirkung auf das Gehirn wie Zucker: P. und außerpartnerschaftliche sexuelle Aktivitäten bringen den erregenden Kick, den der eigene Partner nicht mehr auslösen kann. Die Gier nach Ablenkung und Ekstase kann dazu führen, dass der Narzisst einer sexuellen Sucht verfällt. Dann dreht sich der ganze Alltag nur noch um seine ero. Fantasien. Jede Zeitschrift wird nach *beep* durchsucht, er Sb stundenlang vor Sexseiten im Internet, lauscht den ero. Stimmen vom Telefonsexdienst und gut sich beim Chatten auf. Selbst in alltäglichen Dingen werden aufreizende Kurven gesehen, die sofort sexuelle Fantasien auslösen. Die Sucht kann sich sogar so weit steigern, dass wirklich alles, was gesehen wird, unmittelbar einen sexuellen Bezug bekommt.
Sexuelle Erlebnisse durch P. oder Prost. erfordern keine Intimität und der Narzisst kommt zu einer schnellen Bedürfnisbefriedigung, ohne dabei Rücksicht auf das Gegenüber nehmen zu müssen. Da es ihm ohnehin schwerfällt, auf emotionaler Ebene etwas zurückzugeben, kann er sich völlig ohne Druck und ohne Erwartungen aufseiten des Partners nach Belieben austoben. Zudem bekommt er von dem sexuellen Objekt noch suggeriert, unwiderstehlich zu sein. So kann er je nach finanzieller Ausstattung unbegrenzt seine Sucht befriedigen.
Bei einer Sexsucht ist der Wunsch nach sexueller Befriedigung so groß, dass alles andere in den Hintergrund gerät. Eine Sexsucht kann zu gesundheitlicher Gefährdung oder zu finanziellen Problemen führen. Immer häufigere Bord. oder Abos von Sexseiten sind teuer. Gleichzeitig fühlt sich der Narzisst immer weniger befriedigt der Drang nach Sex wird noch größer. Dabei ist er weder in der Lage, eine Bindung zu dem Partner aufzubauen, noch dazu, einen Höhepunkt wirklich zu genießen. Im Grunde geht es auch nicht unbedingt um den ejakulierenden Abschluss, sondern vielmehr darum, möglichst lange erregt zu bleiben. So kann das Surfen auf Sexseiten zu einer stundenlangen Unternehmung ausarten.
Der Partner hat andere Bedürfnisse
Wenn der Narzisst eine so starke Potenz besitzt, dass er den geschlechtlichen Akt mehrfach am Tag durchführen kann und möchte, der Partner aber im Gegensatz nur hin und wieder das Bedürfnis nach sexueller Befriedung hat und mit zwei- oder dreimal in der Woche zufrieden ist, dann gibt es hier bereits einen Konflikt, dem meist nur durch die Aufopferung des Partners zu begegnen ist. Der Partner wird aber hierdurch auf Dauer seine körperlichen und nervlichen Kräfte verlieren und erheblich an Lebensfreude einbüßen.
Hier besteht ein unterschiedlicher sexueller Trieb, der durchaus veranlagungsbedingt ist und bei zwanghafter Monogamie dazu führen muss, dass am Ende beide mit dem sexuellen Erleben unzufrieden sind und sich daraus dauerhafte und vor allem unüberwindbare Konflikte ergeben. Der eine wird aggressiv, wenn er nicht seinen Sex bekommt, und der andere wird krank, wenn er ständig seinen Körper hinhalten muss. Mit einem Kompromiss ist dieses Problem auf die Dauer nicht zu lösen: meist ist dies dann der Nährboden für außereheliche Betätigungen des potenten Partners.