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Warum hört es nicht auf ?

O
Was wirst Du jetzt für Dich tun ?

Meine Frage begründet sich aus Dem was ich mich Frage ...

#106


O
Ich habe meine Antwort : Weiter machen, und neue Ziele finden !

x 2 #107


A


Warum hört es nicht auf ?

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R
Zitat von Opposite:
Was wirst Du jetzt für Dich tun ?

Ich werde versuchen, mir diesen neuen inneren Gedanken zu behalten.

Und mir ist klar geworden, dass ich momentan einfach nicht mir ihr reden sollte, weil mich das einfach zu heftig triggert.

Sie will halt unbedingt Normalität aber ich hab da jetzt einfach keinen Bock drauf 😉

Ich fokussiere mich jetzt auf das was für mich und meine engsten Menschen wichtig ist.

Einfach existieren, den Frühling geniessen und damit klarkommen, was so passiert 😉

x 2 #108


Sonnenschein85
Zitat von reader001:
Ich werde versuchen, mir diesen neuen inneren Gedanken zu behalten. Und mir ist klar geworden, dass ich momentan einfach nicht mir ihr reden sollte, ...

Das klingt gut. Genau, leg den Fokus auf dich und deine liebsten. Und versuche das Leben wieder Stück für Stück zu genießen.

x 2 #109


brokenforever
@reader001

Deine Art, zu trauern ist meiner erschreckend ähnlich.
Auch wenn wir beide sehr unterschiedliche Lebenssitutaionen/Krisen hatten/haben, so ähnlich ist unser Betrauern eines Zustandes, der uns Sicherheit gab. Sicherheit und Stabilität, die uns bereits in der Kindheit fehlte.
Ich habe vor kurzem eine Therapie begonnen, um mit meinem Trauma besser umgehen zu lernen und rate dir, das auch zu tun. Sei dir das wert, es ist gut investiertes Geld.

x 3 #110


A
Zitat von reader001:

Sie will halt unbedingt Normalität aber ich hab da jetzt einfach keinen Bock drauf

Normalität bei einer Trennung und einem Betrug ist doch nicht, dass man weiter regelmäßig in (näherem) Kontakt ist, wenn es keine gemeinsamen, KLEINEN Kinder mehr gibt.

Es ist schön, wenn das geht, aber normal (blödes Wort Zwinkerndes Gesicht ) wäre ja eher in eurem Fall gar kein Kontakt. Und zwar weil es einem der Beteiligten - dir - eben noch gar nicht so richtig gut geht.

Schade, dass deine Ex das nicht sehen mag und da nur an sich denkt.

Ich frage dich nochmal @reader001 seid ihr geschieden und wenn ein, warum nicht? Lachendes Gesicht

x 1 #111


M
Zitat von J_Eulenspiegel:
Es gibt von der Kirche aus Caritas und Diakonie die solche Beratungen kostenlos anbieten.
Je nach größe der Stadt gibt es auch eine Art Selbsthilfegruppe.

Der Austausch mit Menschen mit ähnlichen Verletzung kann sehr hilfreich sein, Einfach dass man merkt, man ist nicht allein mit seinen Problemen, die doch längst bewältigt sein sollten. Warum sollten sie das? Es gibt keine Messlatte, die vorschreibt, dass man nach einem Jahr Freude strahlend und hoffen durchs Leben geht.

Du bist um die 50, die Jugend lange vorbei, das Alter noch nicht da. Aber dennoch fühlst du dich allein gelassen und ziel- und orientierungslos und bedeutungslos. Was hat das alles noch für einen Sinn? Ich bin nichts wert, keinem bin ich wichtig, wer soll sich für mich jemals interesssieren? Tja, es kommt keiner, der an der Tür klingelt und sagt, komm, zieh dir deine Schuhe an, wir gehen mal spazieren und reden miteinander. Es kommt keine Frau, die dir zeigt, dass sie dich attraktiv und interessant findet. Ist ja auch kein Wunder, du strahlst das nach außen was du fühlst. Und das wirkt nun mal eher ein wenig verzweifelt und ziellos als männlich attraktiv und willensstark.

Weil die Trennung dein Selbstbild erschüttert hat und du deinen Wert offenbar auch stark von der Beziehung abhängig machst. Da könnte ein Erfahrungs- und Gedankenaustasch mit Männern, die das gleiche durchmachen und das nicht zeigen wollen, hilfreich sein. Du bist nicht allein damit und du hast einen unschätzbaren Vorteil, den du nicht siehst, Und bei genauem Hinsehen sind es mehrere Vorteie, die du auch nicht würdigst, obwohl sie NICHT selbstverständlich sind.

1. Du suchst keine Betäubung mit chemischen Substanzen. Auch Alk ist nur eine Dro. und übertüncht manches und macht es weniger spürbar. Du bist gegen diese Versuchung offenbar immun oder du hast so viel Stabilität in dir, dass du dir sagst, so was nehme ich nicht. Das ist nicht selbstverständlich, denn

2. du stellst dich damit deinem Schmerz, du durchlebst ihn und nimmst ihn an, auch wenn du glaubst, er dürfe nicht da sein. Ist er aber doch und es ist viel gesünder das zu spüren und das zu beweinen als es krampfhaft zu verdrängen.

3. Du weißt natürlich intellektuell, dass dein Wert durch die Trennung nciht geschmälert wurde, aber du ordnest es so ein. Mann = Beziehung = wertvoll und selbstbewusst = männlich. Mann - keine Beziehung - minderwertig und kleinmütig = unmännlich. Du kannst dich von diesen Denkmustern los sagen, sie wurden dir eingeimpft und du hast sie übernommen, aber sie sind schlichtweg falsch und von überkommenden Traditionen geleitet. Nach dem Motto, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Dieser Spruch ist sowas von blöd und kurzsichtig, denn auch jeder Indianer kennt Schmerz, aber er ist ja so tapfer, dass er ihn nicht zeigt. Und was ist damit gewonnen? Kriegt er deswegen Anerkennung oder eine Tapferkeitsmedaille? Nein, aber was verdrängter Schmerz im Inneren eines Menschen anrichtet, wird weggedrängt. Denn irgendwie bahnt sich der Schmerz doch seinen Weg und führt vielleicht im Endeffekt zu einer Fühllosigkeit.
Insofern ist es doch besser, den Schmerz wahrzunehmen, ihm Zeit und Raum geben, so dass er eines Tages die Chance hat, zu gehen. Weil er nicht mehr notwendig ist, weil seine Zeit um ist.

Jeder hat im Lauf seines Lebens Liebeskummer und leidet unter Trennungen. Völlig normal, es gehört dazu und der Mensch kann das auch überwinden. Damit der Schmerz merkt, jetzt ist es aber auch mal gut, jetzt kann ich ihn in Ruhe lassen, er hat genug gelitten unter sich und unter den Umständen.
Die Beziehung war vorbei, aber ich litt immer noch und vermisste ihn. Es ging mir schon besser, ich habe zeitweise nicht mehr an ihn gedacht, aber - zack - wie aus heiterem Himmel war er wieder da. Der Kummer, der Schmerz, von dem ich die Nase voll hatte. Aber er kam immer wieder.

Dann akzeptierte ich ihn und sagte, du schon wieder? Mir ging es doch heute gut und jetzt sitzt du schon wieder im Stuhl neben mir. Ich will dich nicht, ich will dich nicht spüren, wann gehst du endlich? Verschwinde, ich will dich nicht, ich brauch dich nicht. Du bringst mich nur aus dem Gleichgewicht.
Dem Schmerz war es egal, er war da und sagte zu mir: ich gehöre jetzt zu dir, es ist jetzt meine Zeit und ich gehe dann, wenn ich nicht mehr notwendig bin. Aber bis dahin musst du mich nun mal akzeptieren.
Irgendwie half mir das. Ich integrierte den Schmerz, den Kummer, die Klatsche für den Selbstwert und er verschwand dann irgendwann. Erst kam er seltener, dann noch weniger und dann war er weg und grinste mich an und sagte, bis zum nächsten Mal dann ...

Du brauchst keine neue Beziehung die dich aufwertet, dafür bist du im Moment zu schwach, zu angeknackst. Also lass es denn jede Frau riecht 10 Meter gegen den Wind, dass du nicht in dir zu Hause bist. Das wirkt nun mal nicht attraktiv und das weißt du ja auch. Also lerne doch einfach mal, etwas liebevoller mit dir umzugehen. Der Schmerz wird immer mal wieder kommen und dich fordern. Dann akzeptiere ihn als normalen Bestandteil deines Lebens.
Aber lerne, dass du dir was wert bist. Lerne, Kleinikgeiten wieder zu schätzen und pfege dich. Nicht nur in körperlicher, sondern vor allem in mentaler Hinsicht. Lenk deinen Blick auf die positiven Dinge und vielleicht findest du etwas, was dein Interesse findet. Vielleicht nimmst du mal Frühjahrsblumen wahr, die wachsen. Du könntest die Sonne genießen und Dein Gesicht zur Sonne wenden und einfach mal die Ruhe genießen. Sich einfach mal eine gute Zeit gönnen und wenn es nur fünf oder zehn Minuten sind.
Und aktiviere Kontakte, sofern du welche hast. Da war doch Klaus-Dieter, den du schon lange nicht mehr gesehen hast. Der ist zwar verheiratet, aber warum solltest du ihn nicht mal anrufen? Einfach mal fragen, Du bist mir gerade eingefallen, hast du nicht mal Lust auf ein Bierchen. Und dann redest du und gehst ein Stück fröhlicher nach Hause.

Viele Männer haben einen großen Nachteil gegenüber Frauen. Frauen können es sich mit sich oft schöner machen und sie stellen sich schneller auf neue Lebenssituationen ein. Und der Schmerz, den sie auch fühlen, der wird halt durchlebt, weil der Schmerz auch weiblich ist.
Du könntest das auch machen, ein wenig liebevoller mit dir umgehen anstatt nur zu funktionieren wie eine Maschine. Du bist aber keine Maschine, sondern ein fühlendes Wesen. Also steh dazu. Es gibt in keinem Leben nur Sonnenschein, denn das wäre auch langweilig. Ohne Schatten keine Sonne, das ist nun mal so. Auf schlechte und schwere Zeiten folgen logischerweise bessere. Die werden auch kommen, wenn du sie lässt.
Komm bei Dir an, Du bist wertvoll und nur weil die Eine dich nicht mehr wollte, bist du immer noch wertvoll und auch dir steht ein Stückchen vom Kuchen zu. Aber sehen und was dafür tun und ihn anzunehmen, ist deine Angelegenheit. Ohne dich und deine Bereitschaft und ein wenig Selbstpflege geht es nicht.

Und wenn du es nicht schaffst? Es gibt das was dir schon angeraten wurde. Vielleicht Selbsthilfegruppen, vielleicht Beratungsstellen, vielleicht auch Therapeuten die hilreich bei der Bewältigung sind, aber es gibt auch dich. Deine innere Stärke, die du in dir hast, aber nicht wahrnimmst nd zu wenig zu Wort kommen lässt..

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R
Zitat von brokenforever:
Ich habe vor kurzem eine Therapie begonnen, um mit meinem Trauma besser umgehen zu lernen und rate dir, das auch zu tun. Sei dir das wert, es ist gut investiertes Geld.

Genau das hat mir ein guter Freund auch gesagt. Er wurde vor 20 Jahren oder so nach kurzer Ehe verlassen. Hat also bis heute die gute Wirkung der Therapie nicht vergessen.


Zitat von Akelei76:
Normalität bei einer Trennung und einem Betrug ist doch nicht, dass man weiter regelmäßig in (näherem) Kontakt ist, wenn es keine gemeinsamen, KLEINEN Kinder mehr gibt.


Ja, das stimmt. Aber vllt. schiebe ich das Argument nur vor, weil ich nicht loslassen wollte. Wir waren halt so wahnsinnig eng viele Jahre, dass es mir unfassbar erschien, sie zu vergessen oder nicht mehr an sie zu denken.

Ich würde schätzen, so 50% der Orga sind eher Kleinigkeiten, die eigentlich nicht sein müssen...
Es ist schon bisschen ein Hallo-bist-du-noch-da?

Am liebsten wäre es mir egal und ich könnte ich selbst sein wenn ich sie sehe aber ich existiere einfach nicht wenn ich sie sehe ich weine dann schnell, rede nur Blödsinn, kann nicht mehr klar denken, bin nicht mehr der Ehemann von früher. Es ist wie als hätte diesen Ehemann zerstört und ich kann nur noch atmen wenn ich sie nicht sehe oder spreche.

Beim letzten längerem Gesprächsversuch zur Aufarbeitung war ich wieder einigermaßen ich selbst. und was ist passiert? wir hatten genau wieder einen sinnlosen Streit wo ich mir nur denke, warum versteht sie nicht was ich meine und später weiß ich nicht mal mehr was der Grund des Streits war.... ich bin mir sicher einige hier wissen genau was ich meine...

da ging mir schon bisschen ein Licht auf, und irgendwas in mir hat resigniert...


Die Arbeit heute war übrigens wunderschön, ich hab mehr Energie weil ich wenigere trauere dank @Scheol

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R
Zitat von Margerite:
Die Beziehung war vorbei, aber ich litt immer noch und vermisste ihn. Es ging mir schon besser, ich habe zeitweise nicht mehr an ihn gedacht, aber - zack - wie aus heiterem Himmel war er wieder da. Der Kummer, der Schmerz, von dem ich die Nase voll hatte. Aber er kam immer wieder.

Dann akzeptierte ich ihn und sagte, du schon wieder? Mir ging es doch heute gut und jetzt sitzt du schon wieder im Stuhl neben mir. Ich will dich nicht, ich will dich nicht spüren, wann gehst du endlich? Verschwinde, ich will dich nicht, ich brauch dich nicht. Du bringst mich nur aus dem Gleichgewicht.

So oder so ähnlich habe ich das jetzt 18 Monate gehabt. Irgedwann denkt man sich dann: was stimmt nicht mit mir!
Es ist dann zum Verzweifeln, das war auch der Grund warum ich dann ins Forum geschrieben habe.

Vielen lieben Dank für deinen ermutigenden Worte. 🙏 Habe mir alles durchgelesen und werd es bald nochmal lesen.

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