×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

391

Warum hört es nicht auf ?

M
Zitat von Akelei76:
Du hängst da noch so fest, weil keine Ablösung stattgefunden hat. Da kann ja dann auch nichts weitergehen...

Kontakt ist für den Verlassenen wirklich schädlich. Er hat so viele Dinge zu verdauen. Er hat die Kontrolle über sein Leben und sein Bild von sich verloren, weil er vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Er hat nichts zu sagen weil eine andere im Moment mächtigere Person über ihn entschieden hat.
Er steht vor einem anderen Leben, das er jetzt allein meistern muss. Er vermisst die vertraute Umgebung, die vertrauten Geräusche, die Stimmen und das normale Chaos des Familienlebens, das halt manchmal auch chaotisch ist.
Er leidet unter der Einsamkeit und fühlt sich als sei er auf einem anderen Planeten allein ausgesetzt worden und soll sich da jetzt ein anderes Leben aufbauen. Zum Aufbauen fehlt jede Kraft, denn alle Energie wandert in den Alltag, denn man hat immer noch seine Arbeit, die in dieser Zeit Fluch und Segen zugleich ist. Und man muss in anderer Hinsicht auch funktionieren, Essen kaufen, sich kleiden - man kann sich nicht völlig hängen lassen und den Tag im Schlafanzug verbringen, auch wenn man das manchmal möchte. Und all das braucht Kraft, die zu wenig vorhanden ist, weil ja auch der Antrieb fehlt. Ganz zu schwiegen, von den finanziellen Begleiterscheinungen und Ärgernissen.

Was soll das alles noch? Wo soll das noch hinführen? Bleib ich nun als übrig gebliebener oder besser weg rationalisierter Exehemann den Rest des Lebens allein - vergessen und einsam?

Viele hier und ich auch kennen diesen Zustand, aber wenn man sich erst Mal klar macht, was auf den Verlassenen alles einstürmt, merkt man erst, was er alles leisten muss, um noch halbwegs normal durchs Leben zu kommen.

Und noch schlimmer ist es wenn es keinen klaren Cut gibt, weil Kinder da sind z.B. Da kann man nicht sagen, ich helfe mir selbst, indem ich diese Person ganz aus meinem Leben verbanne.Aber durch den Kontakt wird man wieder an den Schmerz erinnert und an den Verlust und an die Einsamkeit daheim, wo man momentan kein Daheim hat, das diesen Namen auch verdient.

Jedes Wiedersehen triggert einen und eine emotionale Ablösung dauert ungleich länger, weil die Gefühle immer wieder berührt werden, sozusagen Futter bekommen. Und dann merkt man vielleicht, dass der frühere Partner viel besser damit zurecht kommt oder es sieht zumindest so aus. Dann kommen womöglich noch Neid und Eifersucht dazu.

Eine Zeit des Kontrollverlusts und das vertragen Menschen sehr schlecht, weil sie meist eine Sicherheit sehr schätzen, auch wenn sie letztendlich nur eingebildet ist. Denn sicher ist im Leben leider gar nichts.

Nur, einen Tipp wie man eine Ablösung beschleuigen könnte, habe ich jetzt auch nicht. Das Beste ist die Kontaktabstinenz. Und wenn die nicht geht, dann ist es besser, den Kontakt zumindest vorübergehend auf eine rein sachliche Ebene zu beschränken, denn Sachlichkeit bedeutet auch Distanz, die man zu der anderen Person aufbaut. Man nimmt sich damit sozusagen aus der emotionalen Ebene und hält den Kontakt nur so weit er unbedingt nötig ist. Und dann sagt man sich, das ist nun mein Expartner und nichts anderes (auch wenn es vorübergehend wieder sauweh tut).

Und was auch hilft, ist die Fokussierung auf das eigene Leben. Was anfangs noch schwer ist, wird mit der Zeit leichter. Man stellt sich in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit, akzeptiert die Kummerphasen wie sie kommen, aber versucht auch die angenehmen Seiten wahrzunehmen und irgendwann zu genießen.

Ich war ja früher ein ziemlich unsicherer Mensch. Keiner merkte es, weil ich es überdeckte, aber ich war im Grund genommen schüchtern, was sich vor allem auf fremdes Terrain und fremde Menschen bezog. Fuhr ich dienstlich auf einen Kongress, vergewisserte ich mich, dass wer da war, den ich kannte. ich brauchte immer ein Sicherheitsnetz. Und ich hatte Angst vor Großstädten. Die langen Wege, die verworrenen Öffis, ich verlief mich, verirrte mich oft und das ängstigte mich dann erst recht, weil ich mich als lebensuntüchtig ansah. Ja, andere die tun sich da leicht, die sind nicht solche Hasenfüße, die gehen ihren Weg. Aber ich? Lieschen Müller aus der Provinz konnte das nicht.
Und dann noch Kaffeepausen, oh mein Gott! Wenn jemand da war den ich kannte, kein Problem, aber wehe es war keiner da. Ich würde allein rumstehen und mich an der Tasse festhalten und warten auf das Ende der Pause.

Ja, ich hätte mir ja gerne mal das Sportstudio in meiner Nähe angeschaut, aber allein wäre ich da nie und nimmer hingegangen. So viele fremde Menschen, die mich überforderten. Und allein auf eine Reise zu gehen war unvorstellbar. Niemals würde ich das machen. Zu viel Angst vor der Einsamkeit.
Ich war von Ängsten besetzt und vermied daher Situationen die diese hervorrufen könnten.

Und heute? 20 Jahre später. Ich fahre allein auf den Kongress und wenn ich niemand Bekanntes treffe, macht es nichts oder ich lerne andere Menschen kennen. Vor Großstädten habe ich keine Angst mehr, ich verirre mich nicht mehr so leicht. Und allein in einem Hotel? Kein Problem für mich mehr. Ich bin auch gerne allein unterwegs. Unser Kongress ist heuer in Berlin und ich hänge noch mindestens 2 Tage an. Ich brauche keinen Menschen der sich meiner annimmt, ich mach es allein und genieße die Entscheidungsfreiheit, dass ich das machen kann was ich möchte ohne Absprachen und ohne einen gefühlten "Klotz am Bein", der jetzt zu müde ist um nochmals los zu ziehen. Es war ein langer Weg und viel Training bis ich diese Ängste ad acta legen konnte und zum Teil verdanke ich das auch der gescheiterten Beziehung mit einem Bindungsvermeider. Denn der blieb immer autark und entschied zu meinem Schmerz allein über sein Leben.
Und irgendwann erwachte auch der Trotz in mir. Was du kannst, kann ich schon lange. ich sehe mir nicht mehr selbst im Weg und das fühlt sich verdammt gut an. Vielleicht fliege ich eines Tages doch noch nach New York - allein.

Es ist schön, wenn man Ängste und Schüchternheit abgelegt hat und Mut fühlt. Der fehlt Dir, lieber TE, jetzt. Aber er kann wieder kommen und er wird wieder kommen, wenn du ihn lässt. Er ist nicht weg, sondern im Moment nur verdeckt.

Gönn dir doch einfach jeden Tag einen kleinen Hoffnungsschimmer, eine kleine Alltagsfreude. Freue dich über Dinge, die du gut gemacht hast, über die Kollegen mit denen du auch mal lachen kannst, über Freunde die du jetzt wieder treffen könntest.

Es gibt einen alten Spruch. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Auch wenn du vlt. nicht an ihn glaubst, es ist was wahres dran. Pack etwas an und es wird leichter. Akzeptiere eine Situation wie sie ist und sie wird auch leichter erträglich. Mit kleinen Wahrheiten kann man sich auch helfen.

x 5 #121


R
@Margerite deine Worte treffen mein Herz und meinen Geist 🙏

ja, ich habe auch Lust auf dieses selbstständige unabhängige Leben wie du.

Und ich hoffe, dass ich auch wieder mit Gott meinen Frieden machen kann und wieder Vertrauen aufbauen kann, dass das Universum es gut mit mir meint.

Und auch wenn du von mir in der dritten Person geschrieben hast am Anfang, hat es mir was gegeben: Ein wenig mehr Nachsicht mit mir selbst und weniger Druck. 🙂

x 2 #122


A


Warum hört es nicht auf ?

x 3


Scheol
Zitat von reader001:
Und mir ist klar geworden, dass ich momentan einfach nicht mir ihr reden sollte, weil mich das einfach zu heftig triggert.

Stell dir eine Wiese vor , wo eine Person immer 20 x am Tag drüber latscht.

irgendwann hast du da einen Trampelpfad über diese Wiese.

wenn du Person nicht mehr drüber latscht , wird diese Wiese wieder zuwachsen.

kommt diese Person wieder und latscht wieder über diese frisch zugewachsen weg , wird diese Person wieder die alten Wege aufreißen.

so ungefähr kannst du dir dein Gehirn vorstellen.

Wenn immer wieder ein neuer Kontakt zustande kommt , ist der Weg in deinem Gehirn wieder aufgerissen und dein System kommt nicht zur Ruhe.

x 5 #123


M
Zitat von reader001:
Und auch wenn du von mir in der dritten Person geschrieben hast am Anfang, hat es mir was gegeben: Ein wenig mehr Nachsicht mit mir selbst und weniger Druck.

Das mache ich manchmal, wenn ich den Namen des oder der TE nicht mehr weß. Das hat aber nichts mit Abwertung zu tun.

Und halte Ausschau nach Kontakten. Es tut gut, sich mit anderen Menschen zu treffen, sich zu unterhalten, um das altbekannte Thema auszublenden und auch mal Spaß zu haben.

Nach meiner Trennung etablierte sich ein kleiner Stammtisch von 4 Frauen. ich war irgendwie zufällig dabei und wurde gefragt, ob ich nächsten Dienstag auch wieder kommen würde.
Erst dachte ich mir, nein, ich bin gerade in der ersten Phase des Liebeskummers und des Herzschmerzes und die plaudern über ihre Kinder oder ihren Beruf. Was soll ich dort? Dann dachte ich mir, halte es dir doch einfach offen.
Am nächsten Dienstag ging ich dann doch hin, schließlich hatte ich nichts Besseres zu tun, also setze ich mich halt dazu.
Von der Trennung erzählte ich nichts, sie wussten davon rein gar nichts.

Das Schlimme an diesem Abend war, dass in meinem Blickfeld ein frisch verliebtes Pärchen am Thresen saß. Ständig lachten sie, berührten sich und das tat mir irre weh. Denn sofort erwachte die Sehnsucht nach ihm, dem Verlasser und ich verspürte den heftigen Wunsch, dass ich am liebsten mit ihm dort sitzen würde. So wie es am Anfang mal war. Und jetzt saß ich da, er war über alle Berge und ich spürte nur den Schmerz wie eine offene Wunde.
Ich dachte mir, das Leben will dich verarschen, regelrecht, weil da jetzt Jemand sitzt, der das hat, was Du gerne hättest, aber nicht bekommst. Ich sprach an diesem Abend nicht viel.

Am Dienstag darauf ging ich wieder hin und mit der Zeit merkte ich, dass mir der Kontakt mit den Frauen gut tat. Ich erfuhr so manches und merkte, dass es in keinem Leben nur Sonnenschein gibt. Niemals erzählte ich von der Beziehung, das blieb bei mir. Und später dachte ich mir, dass es schon seltsam war, dass in dieser Lebensphase doch ein neues Türchen aufging.

So, als ob mir das Leben zwar was genommen aber auch wieder was geschenkt hatte.

Ich mag Berlin und das hat viele Gründe. Ein Grund war, dass der Ex. einen Kontakt in Berlin hatte, eine Art Freundin aus seiner Heimatstadt, die dorthin gezogen war. So hatte er schon mal eine Station zum Übernachten. Wie weit das mit dieser Freundin ging, weiß ich nicht, aber ich ging davon aus, dass es nur eine Freundin war, also eine platonische Beziehung.
Er berichtete öfters von Berlin und in mir entstand der Wunsch, einmal mit ihm dorthin zu fahren.

Ach, was wäre das schön, er würde mir Berlin zeigen (völiiger Quatsch bei der Größe der Stadt, die so vielschichtig ist), aber ich träumte davon, mit ihm Hand in Hand zu schlendern, was anzuschauen und ich würde mich wunderbar fühlen. Es kam nie dazu, denn ein Bindungsvermeider verreist nicht mit einer Partnerin (als ich ich mich nie fühtlte), weil das 24/7-Dauerbetrieb bedeutete und das hätte er nur schwer ausgehalten.

Und dann fand der nächste Kongress unserer Sparte, auf den er normalerweise auch immer hinfuhr, ausgerechnet in Berlin statt. Sollte ich dorthin fahren - allein? Das würde eine Kattastrophe. Ich hatte Angst ihn zu sehen, Angst vor den Gefühlen, die ein Wiedersehen auslösen würde, Angst vor der Großstadt, Angst vor dem Alleinsein im Hotelzimmer, Angst vor den Wegen dort. Die Teilnahme war ja freiwillig, ich hätte es auch sein lassen können.

Aber dann sprach wieder eine andere Instanz in mir. Haha, wieder mal Angst vor allem und jedem. Ich hatte ja sogar Angst vor dem Ankommen mit dem Zug, denn wo würde ich da hingehen müssen? Du bist ein Hasenfuß, warst du schon immer und gehst solchen Dingen aus dem Weg. Typisch für dich, mach nur so weiter und ziehe immer den Schw ... ein wie ein geprügelter Hund. Du bist ein richtiger Feigling.

Die 2 Instanzen stritten in mir und das nervte mich über Tage. Eines Tages setzte ich mich hin, meldete mich an und buchte ein Hotel , mitten in Berlin, gleich beim Alex. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Ein paar Wochen fuhr ich mit meinem Koffer nach Berlin und dann war alles so einfach. ich suchte das S-Bahn-Gleis, fuhr die 2 Stationen und im Vorbeifahren fiel mein Blick auf mein Hotel, an dem wir gerade vorbei fuhren. Ich wusste jetzt, der Weg zum Hotel bedeutet den linken Ausgang hinten.
Innerhalb von ein paar Minuten war ich dort, checkte ein, packte ein wenig aus und fuhr zum Kongressgebäude in Neukölln.
Ich regstrierte mich dort und besuchte eine Veranstaltung, traf bekannte Kollegen. Am Abend war die Eröffnungsfeier und die nächsten Abende ergab sich immer was mit Kollegen.
Und dann blieb ich noch 2 Tage und erkundete ein wenig Berlin. Die Selbstständigkeit gefiel mir und ich saß nie traurig oder gar weinend im Hotelzimmer. Ich blühte auf, unterhielt mich mit einer Verkäuferin mit blauem Lidschatten in einer Boutique, die mir erzählte, dass ihr Freund aus Brasilien sei und sie bald 3 Monate dorthin fliegen würden.
Es gefiel mir überall, ich ging alleine essen und fand nichts dabei. Dann fuhr ich heim und schrieb einer Freundin, Berlin war mein Freischwimmer.

Er, der Ex. war gar nicht dorthin gefahren. Der Gedanke dass er einem Wiedersehen mit mir aus dem Weg gehen wollte, gefiel mir.Seither war ich oft dort und jedes Mal fühle ich mich dort wieder wohl. Irgendwie frei und belebt.
Ich kann Dir nur empfehlen, aus Deinem Schneckenhaus raus zu gehen. Es kommt oft anders als man denkt und es kommt oft besser als befürchtet. Im Mai fahre ich wieder nach Berlin.

Gib Dir mal einen Tritt und pack was an, was Du schon lange machen wolltest. Es ist auch ein Signal an Dich selbst, dass die Zeit der Trauer auch mal zu Ende gehen muss.

x 1 #124


R
@Scheol ich verstehe genau was du meinst.

Es war soviel organisatorisches zu tun, dann außerdem sehr viel hoffen und bangen aufgrund ihres unklaren Verh. zu dem Typ, der selbst verh. ist mit zwei kleinen Kindern.

Mein System kam nicht zur Ruhe. Wenn ich sie sehe und spreche ist am schlimmsten. Mein System wurde dann bombardiert mit bew. und unbew. Informationen.

Und ich habe nie gelernt achtsam mit mir selbst zu sein, denke immer, dass ich alles aushalte, obwohl ich es nicht aushalte.

wie ein dummer junge, der immer wieder auf die heiße Herdplatte fasst.

Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass meine Gefühle und mein Sein wie ein ICE vorankommen. Nichts bremst mehr. Auch mein neuer Job eröffnet mir soviel Neues, es tut so gut, ich lerne soviel!

Und natürlich der tolle Frühlingsanfang hilft auch 😋

Und ich will sie loslassen, das ist auch neu. Das Unvorstellbare, dass ich meine so sehr geliebte Frau loslassen will, ist eingetreten.

Noch einmal drücken und küssen und dann: Leb Wohl!

🤠

x 1 #125


M
Zitat von reader001:
Und ich habe nie gelernt achtsam mit mir selbst zu sein, denke immer, dass ich alles aushalte, obwohl ich es nicht aushalte.

wie ein dummer junge, der immer wieder auf die heiße Herdplatte fasst.

Das Leben will dir was beibringen. Eigenständigkeit, Entschlusskraft, Entscheidungsfähigkeit, all das kannst Du lernen. Jetzt, wo du endlich begriffen hast, dass du diese Frau loslassen musst.
Bisher hat sie dich auf dem Abstellgleis geparkt, verhielt sich ambivalnet.

Verabschiede dich innerlich von ihr, du brauchst sie nicht mehr. Und wenn sie zurückkäme?
Dann wärst du der Notnagel und dafür solltest du dir zu schade sein. Wer dich nicht will, der hat schon. Und den brauchst du auch nicht.

x 5 #126


R
Zitat von Margerite:
Dann wärst du der Notnagel und dafür solltest du dir zu schade sein.

Keine Sorge, ich werde für keine Frau mehr.jemals ein Notnagel sein. 😎

x 1 #127


M
@reader001 Hallo, ja ich kann dich verstehen. Manchmal dauert es einfach eine Weile bis man damit klar kommt. Und nach so einer langen Zeit und mit Kindern sowieso.

Auch dieses Gefühl verlassen worden zu sein schmerzt. Es lässt einen nicht los.

Und solange man immer noch Gedanken an den/die Ex hat bringt es auch wenig jemand neues kennenzulernen.

Mir ging es auch mal gut, dachte man ist drüber hinweg. Dann auf einmal sind wieder die Gedanken da. Man sitzt da und weint.
Man möchte jemanden kennenlernen aber eigentlich ist man noch nicht soweit. Dann denke ich mir, ne. Passt doch eh keiner, also lieber lassen.

Vielleicht brauchst du auch einfach noch was Zeit. Für dich. Zu dir finden.

Ich finde es ja wichtig das man sich selber reflektiert und guckt, was auch die eigenen Anteile waren. Was die Zukunft bringen soll und wie man selber seine Zukunft gestalten kann.

Man muss Positiv nach vorne gucken. Auch wenn es dauert.
Irgendwann wird man wieder glücklich.

Du auch. Wünsche Dir alles Gute.

x 2 #128


Bergziege
Ich habe nur den Eingangspost gelesen und die Antwort lautet: DU hörst damit nicht auf und deshalb hört es nicht auf. Eigentlich ganz einfach.

#129


R
Zitat von Malina84:
Manchmal dauert es einfach eine Weile bis man damit klar kommt. Und nach so einer langen Zeit und mit Kindern sowieso.

so ist es. heute ist ein schwieriger Tag. Schlechte News von meinem Vater seiner Erkrankung und ich hab nach unseren Wohnwagen geschaut. War natürlich zuviel...

Es ist gar nicht der Stress, es hat absolut nichts mit dem Stress oder wegen Arbeit zu tun, das macht mir nichts aus.

Es ist das Privatleben. Das triggert mich einfach. Am Freitag war ich die halbe Nacht tanzen, war schön...trotzdem triggert mich das leere Haus am Samstag Abend und der Wohnwagen heute. Auch als ich vor kurzem meine Tochter gesehen habe --- halte ich ihre Hände in meinen Händen und denke mir plötzlich, sie hat die Hände ihrer Mutter und es triggert mich. ---Hoffentlich liest das Worrior nicht, cringe-iger gehts ja kaum noch,oder?



Wenn du mich auf der Straße sehen würdest, du kämst im Leben nicht drauf, dass ich so fühle...

x 3 #130


R
ach ja, und Freitag Nacht habe ich meine Tanzpartnerin geküsst. War aber nicht meine "Schuld", wir waren angetrunken, saßen nebeneinander, sie sieht mich plötzlich mit einem offenem Blick an und wie magisch küssen wir uns kurz. Wir sind eigentlich nur Tanzgenossen, und kennen uns schon lange..es bedeutet nicht, dass sich jetzt daran etwas ändert...bin mir sicher, sie sieht es auch so...

x 1 #131


S
Zitat von reader001:
habe ich meine Tanzpartnerin geküsst. War aber nicht meine "Schuld", wir waren angetrunken

Nee ne, das kann ich jetzt nicht glauben, kleine Kinder sagen: ich war das nicht, ich war nicht schuld.

Natürlich trage ich die Verantwortung für alles was ich sage, nicht sage, mache, nicht mache, ob mit oder ohne Alk.. Alk. setzt außerdem nur die Hemmschwelle runter, aber die Idee war vorher schon da.

Ich bin gerade etwas fassungslos, dass ein 53jähriger Mann allen Ernstes sagt: ich war nicht schuld, der Alk. war schuld.

Nur zur Klarstellung: um den Kuss geht es mir nicht, das haben scheinbar beide gewollt.

#132


R
Zitat von Sincerite:
Ich bin gerade etwas fassungslos, dass ein 53jähriger Mann allen Ernstes sagt: ich war nicht schuld, der Alk. war schuld

Alles gut, ich meinte das ironisch mit der Schuld. Es war ein beiläufiger Kuss. Ich hab auch schon mal ihr übernachtet ohne das was lief. Wenn ich unter Alk. stehe, sage oder tue ich allerdings sehr häufig Dinge, die ich nüchtern nicht sagen oder tun würde. Geht vermutlich vielen so.
Leider wird auch ein Kuss am nä. Tag gleich wieder überdeckt von besagten Trauermomenten.
Ich weiß gar nicht wie das wäre, wenn ich mich jemand zusammen wäre. Dann vemischen sich die Gefühle? Bin
jetzt schon fast 1,5 Jahre solo, solange ,wie seit ich 13 Jahre alt war nicht mehr.. .

x 1 #133


M
Zitat von reader001:
Und ich will sie loslassen, das ist auch neu. Das Unvorstellbare, dass ich meine so sehr geliebte Frau loslassen will, ist eingetreten.

Daran siehst du, dass es fürs Loslassen auch einen inneren Entschluss braucht. Solange du nicht bereit dazu bist, bieibst du in der Warteschleife hängen, die keinen glücklich macht, weil sie keine Perspektive bietet.

#134


M
Zitat von reader001:
wie ein dummer junge, der immer wieder auf die heiße Herdplatte fasst.

Und schon wieder eine Lehre fürs Leben. Der dumme Junge will es nicht wahrhaben dass die Herdplatte heiß ist und fügt sich kategorisch Schmerz zu, immer wieder. Womit wir beim Thema Selbstachtsamkeit sind, die man lernen muss oder sollte, denn das dient dem eigenen Schutz.
Wenn du nicht auf dich auspasst und sorgsam mit dir umgehst, tut es keiner für dich.

x 1 #135


A


x 4