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Warum hört es nicht auf ?

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Zitat von reader001:
Nun gut, wenn Du es dir so sehr wünscht, dann erfülle ich dir den Wunsch mir einem breiten glücklichen und strahlendem Lächeln.


Dass du ja keinen Smiley hinter diese Aussage setzt, sonst gibt's Haue!


Zitat von Sincerite:
Ich sage es jetzt mal hart: Anstatt des ganzen Selbstmitleids könntest du mal erwachsen deinen Anteil an der Misere der Trennung und deines jetzigen Seins betrachten und reflektieren. Jeder hat nur ein Leben und tatsächlich hat jeder das Recht zu gehen, wenn es ihm damit besser geht.

Ich denke, um die eigenen Anteile zu erkennen, ist es zu früh. Reader kann noch keine halbwegs objektive Sicht auf die Beziehung und die Dynamiken haben, solange die Gefühle regieren.
Aber es stimmt natürlich, dass nie nur einer die Beziehung an die Wand fährt, es haben beide dazu beigetragen.

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Zitat von Margerite:
Reader kann noch keine halbwegs objektive Sicht auf die Beziehung und die Dynamiken haben, solange die Gefühle


Ich bezweifle, dass ich in dieser Hinsicht noch sehr motiviert bin. Ich habe mir gefühlt schon hunderttausendmal den Kopf zerbrochen über meinen Anteil an der Trennung.

Das ist ja genau das, wo ich raus will. Vllt. hätte ich mich tatsächlich von ihr trennen sollen. Aber mann hat ja Verantwortung für die Kinder. Es war für mich undenkbar die Familie aufzulösen.

Dabei hat sie sich bereits schon jahrelang lieblos verhalten, hat viel gemeckert, wusste alles besser und wollte, dass ich mich anpasse. Sie hatte auch optische Vorgaben an mich. Mal hat sie mich abgewertet, dann wieder aufgewertet.

Aus heutiger Sicht würde ich Männdern, den es so ähnlich geht raten:
Verlasst eure Frauen, wenn es ihnen an Respekt mangelt. Es wird nicht besser werden. Nein. Wenn ihr Pech habt, fällt sie euch in den Rücken im Schlaf und lässt euch auf der Straße liegen.

Ich will mit dem Therapeuthen, es soll ein Mann sein, in die Traumasituation detailliert reingehen und es mit ihm 100% aufarbeiten

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A


Warum hört es nicht auf ?

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Zitat von Sincerite:
So etwas ist zu spüren, auch wenn man es nicht ausspricht, auch dass du dir vor der Trennung vorstellen konntest, sie loszulassen, so etwas kann das Gegenüber auch spüren.

ich erinnere mich gut an die Zeit davor. Also das wäre ja geradezu tragisch. Dann wäre die Trennung nur einziges Großes Missverständnis aufgrund von beidseitigen Unsicherheiten.....

Die Wut oder besser wütendende/gleichgültige Distanz auf sie ist heute nicht da. Ich bin ihr quasi 0% böse für die Trennung. Ich hab super geschlafen und von 6 mit hübschen Frauen geträumt. Mir gehts also so gut, dass es durchaus sein könnte, dass heute wieder das erhöhte Bild meiner Ex aktiv wird und ich letztlich im Tal der Tränen enden werde heute. Ich kenn das schon. Mal sehen, ob ich heute einfach glücklich sein kann

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R
aufgrund der Arbeit war keine Zeit für Gefühle und der Stress hat den guten Start in den Tag überdeckt.

Mir gehts seit meinem Post und dem Feedback strukturell besser. Ich weine nicht mehr aktuell. Und das ist auch kein Kloß im Hals. Kann gar nicht glauben, dass das anhalten wird. Nach 18 Monaten Trauer um meine Ex, meine Familie, mein altes glücķliches Leben, um den Auszug meiner Tochter, um die Bewusstwerdung der Suchterkrankung meines Bruders, die schwere Erkrankung meines Vaters, gehe ich jetzt hoffentlich wieder mit den Füßen auf dem Boden weiiter.

Wie ist dieses neue Leben? weniger glücklich aber auch weniger Verantwortung, dafür mehr Freiheit und mehr Selbstbestimmung.

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M
Zitat von reader001:
, um den Auszug meiner Tochter, um die Bewusstwerdung der Suchterkrankung meines Bruders, die schwere Erkrankung meines Vaters, gehe ich jetzt hoffentlich wieder mit den Füßen auf dem Boden weiiter.

da kommt brutal viel auf einmal zusammen. Es war nicht nur die Beziehung in einer Schieflage, es kamen noch weitere Probleme, die den engsten Familienkreis betreffen dazu. Diese Dinge sind - auch wenn man sie zeitweise mal verdrängen kann - unterbewusst doch immer präsent und bedeuten eine zusätzliche psychische Belastung. Und das vor allem, weil sie ja nicht leicht zu lösen sind.

Hat Dein Bruder Alk.? Und die Krankheit des Vaters kan auch chronisch und altesrbedingt sein. Davon bin ich auch betroffen, d.h. mein Vater, der mir in letzter Zeit viele Sorgen bereitete. Und im hohen Alter wird es gesundheitlich meist nicht besser, sondern es geht stetig und allmählich bergab. Wenn dann das Thema Tod im Raum steht, wird es noch schlimmer, denn man kann sich zwar mental vorbereiten, aber wenn es so weit ist, steht man dennoch auf einmal vor der brutalen Endlichkeit eines nahen Menschen. Das ist sehr hart und ein Schock ist es dann doch oft.

Gegenseitiger Respekt ist ein Grundpfeiler jeder Beziehung. Wenn es daran fehlt, kann man die Beziehung gleich aufgeben, denn verlorener Respekt ist nur schwer wieder herzustellen und oft gar nicht.

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Zitat von Margerite:
da kommt brutal viel auf einmal zusammen. Es war nicht nur die Beziehung in einer Schieflage, es kamen noch weitere Probleme, die den engsten Familienkreis betreffen dazu.

die Erkenntnis, dass mein jüngerer Brüder sein Leben hauptsächltich mit Alk. ruiniert hat kam zeitgleich mit der Trennung, weil ich ihn da paar mal gesehen habe. Und ja, er ist ein Alk.. geworden, der teilweise wirres Zeug redet. Und mein anderer Bruder hat schon lange keine Frau mehr und kennt auch keinen anderen Spaß im Leben außer Alk. und Canna.. Da denkt man sich als ältester Bruder schon, hoffentlich ende ich nicht aus so, und es macht mich traurig meine jüngeren Brüder so zu sehen, als mittelalte Männer, die ihren Körper und Geist mit Alk. etc ruinieren.

Bei meinem Vater bin ich eigentlich dankbar, dass er überhaupt noch da ist, aber da denke ich mir, bitte nicht jetzt sterben, weil ich da kein Kraft dafür habe, wieder einen Abschied hinzunehmen. Da denke ich mir, dass ich mir wünsche, dasser jetzt einfach noch klar und relativ gesund 2-3 Jahre mindestens hier bleibt.

Ja, es ist irgendwie das Ende meiner Kindheitsfamilie und meiner eigenen Familie, was jetzt die nächsten Jahre ansteht. Ich weiß ja nicht wohin es meine Kinder veschlägt in den nächsten Jahren. Aber so ist wohl der Lauf der Zeit.

Vllt. ist das Jammern über sowas auch nicht viel anders als das Jammern über schlechtes Wetter, es muss weitergehen. Es gibt für mich keine Alternative, ich muss versuchen, meine restliche Lebenszeit so vernünftig und clever auszufüllen, dass ich inneren Frieden und Glück in meinem Leben habe.

Und habe ich für mich befunden, dass ich nicht weiter trauern will und kann und das Ganze zurücklassen muss, ohne einem übertriebenem Hedonismus zu verfallen.

#156


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@reader001
Jeder Süchtige sucht erst nach einer Lösung, wenn er am Tiefpunkt ist. Es gibt die anonymen Alk. (AA). Ich habe mal eine Geschichte gelesen, da kam jemand, der noch nicht so viel Alk. aber regelmäßig getrunken hat, früher an seinen Tiefpunkt, weil er zu den Gruppen der AA gegangen ist. Diese Selbsthilfegruppen gibt es überall. Vielleicht wäre es für deine Brüder hilfreich, wenn sie einfach nur wissen, dass es solche Gruppen gibt und die Menschen dort trocken werden. Vielleicht könntest du eine Gruppe in ihrer Nähe finden und ihnen einfach nur einen Zettel mit der Adresse geben. Man kann da einfach so hingehen. Mehr können andere für Betroffene nicht machen. Aber dieses Wissen könnte für sie hilfreich sein, wenn sie einen Tiefpunkt haben.

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Zitat von Sincerite:
Man kann da einfach so hingehen. Mehr können andere für Betroffene nicht machen. Aber dieses Wissen könnte für sie hilfreich sein, wenn sie einen Tiefpunkt haben.

Leider Leider Leider ist mein Bruder komplett beratungsresistent und denkt immer noch,er braucht keine Hilfe. Für mich nichts zu machen, ich komme 0,0 an ihn heran. Ja, vllt. wenn er am absoluten Tiefpunkt ist, macht es Klick. Wenn ich aber seinen Zustand jetzt sehe, möchte ich gar nicht wissen, was dann der Tiefpunkt sein soll. Für mich ist es jetzt schon der Tiefpunkt

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Zitat von reader001:
Vllt. ist das Jammern über sowas auch nicht viel anders als das Jammern über schlechtes Wetter, es muss weitergehen. Es gibt für mich keine Alternative, ich muss versuchen, meine restliche Lebenszeit so vernünftig und clever auszufüllen, dass ich inneren Frieden und Glück in meinem Leben habe.

Nein, der Vergleich hinkt. Auf das Wetter hat man keinerlei Einfluss und
Schlechtwetterphasen vergehen schneller.
Was Du mit Dir rumträgst vor allem bzgl. deiner Brüder ist eine Bürde. Mit ansehen zu müssen, dass sie nicht in der Lage sind, ein stabiles Leben zu führen und ihr Leben ruinieren, führt zu einer Bedrückung, die nicht mehr verschwindet. Freilich sagt man sich, jeder sucht sein Leben aus. Aber das sind eben Sprüche, die etwas verdrängen solle, was weitaus schwerer wiegt, weil nahe Angehörige im Boot sind.

Die anonymen Alk. sind hilfreich und können eine Stütze sein und ich denke, die sind jeder Stadt vertreten, denn Alk. gibt es einfach überall. Im letzten Dorf bis Berlin.Allerdings muss man natürlich hingehen wollen und viele scheuen das Eingeständnis, dass sie abhängig sind.

Die Sorgen mit dem alten Vater die ich auch habe, sind obendrein noch da. Ich hoffe auch, dass ihm noch 2 oder 3 oder 4 schöne Jahre beschieden sind, aber die Erfüllung dieser Wünsche liegt nicht in unserer Hand wie manches Andere auch.

Du kannst nur Dein Leben im Rahmen Deiner Möglichkeiten in die Hand nehmen. Das ist dein Verantwortungs- und Einflussbereich und wenn der gute Vorsatz da ist, können auch Taten folgen.
Es bleibt nichts wie es mal war - das ist sicher und in mancher Hinsicht auch tröstlich.

Ich hatte einen Onkel der Alki war. Ich habe das nur am Rande mitbekommen, denn ich war schon weg zum Studium, als ich es erfuhr. Zudem lebte er 60 km entfernt. Es war einer, dem viel in den Schoss gefallen war, sagte zumindest mein Vater, der als Erstgeborener die Möglichkeiten, die man dem jüngeren einräumen konnte, nicht hatte. Aber er hat wenig daraus gemacht. Die höhere Schule mit Internat brach er ab und schlug wieder zu Hause auf. Dann Lehre und auf einmal hatte er einen Bombenjob im Bauamt einer Großstadt. Es folgte Hauskauf, 2 Töchter waren da, die Frau arbeitete bei McDonalds. Es hätte alles gut laufen können, aber er griff zum Alk und schlitterte in die Sucht. Zwei Entzugskuren blieben erfolglos und er starb mit 45 an einer Hirnblutung nach einem Sturz von der Treppe. Ein trauriges Ende, ein verwirktes Leben. Die anderen 2 Brüder führten ein halbwegs stabiles Leben ohne Suchtprobleme. Aber wenn man so zurückschaut, gab es in jedem Leben Bruchstellen, so weit ich es halt mitbekommen habe. Es gibt kein Leben, das nur glücklich verläuft.

Die Trennung kann für dich auch eine Chance sein und ein Lernprozess, den du nutzen kannst. Es heißt ja immer, es geschieht nichts umsonst und manche Schicksalsschläge erweisen sich rückblickend als sehr lehrreich. Man kann daran wachsen und es ist nie verkehrt, über das eigene Leben und die Mechanismen, die man sich angeeignet hat, nachzudenken.

Dir stehen viele Möglichkeiten offen, vergiss das nicht.

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S
@reader001
Es ging mir nicht um Beratung, weil ich weiß, dass das in der nassen Zeit nicht ankommt. Natürlich kann er sich auch immer für einen Entzug einweisen. Es ging mir nur darum, dass er weiß, wo es niedrigschwellige Angebote gibt, z.B. nur anrufen.

https://www.anonyme-alkoholiker.de/kontakt/deutschland/

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S
@reader001
Und für dich gibt es als Angehöriger die ALANON-Gruppen. Dort treffen sich die Angehörigen von Alk. Menschen. Alk. ist kein Charakterfehler, sondern eine Krankheit. Es sei auch eine Familienkrankheit, weil alle von den Konsequenzen betroffen sind und auch das eigene Denken und Fühlen dadurch verschoben wird.

https://al-anon.de/

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Zitat von Margerite:
Was Du mit Dir rumträgst vor allem bzgl. deiner Brüder ist eine Bürde. Mit ansehen zu müssen, dass sie nicht in der Lage sind, ein stabiles Leben zu führen und ihr Leben ruinieren, führt zu einer Bedrückung, die nicht mehr verschwindet.

Das schwingt soviel mit. In der Kindheit waren wir eine ziemlich tolle Großfamilie, fast nur Lehrer und Rechtsanwälte, Ärzte. Dann gings ab 2000 Schlag auf Schlag, die Oma plötzlich gestorben, meine Eltern trennen sich, der Onkel auch plötzlich jung gestorben, die zweite Tante trennt sich auch.Alle hatten mindestens drei Kinder. Haben uns immer bei der Oma getroffen und waren ergo so 20 große und kleine Menschen. Bei Problemen, frag die Tante oder der Onkel hilft etc...das wars dann mit der Großfamilie und der eigenen Kindheitsfamilie...

Natürlich hab ich auch Angst,dass meine Trennung sich negativ auf die Entwicklung meiner Kinder auswirken könnte. Bei meinen beiden Brüdern kamsja, wie erzählt, zu Suchterkrankungen, möglicherweise durch die Scheidung meiner Eltern ausgelöst.

Deshalb hätte ich mich nie getrennt, weil die Scheidung meiner Eltern aus meiner Sicht nur schlechte Auswirkungen hatte. Eine Scheidung nach 27 Jahren mit 4 Kindernist auch was ganz anderes, als nach 10 Jahren ohne Kinder finde ich. Das wird hier im Forum immer so easy geschrieben: Kontaktabbruch, Kontaktabbruch...

Man ist nicht nur mental und emotional verwachsen, auch biografisch und organisatorisch und finanziell. Das ist ein Gordischer Knoten, erst Recht wenn man sich 110% mit Familie identifiziert hat.

Aber in der heutigen Zeit verliert die Familie an Bedeutung für Frauen...Frauen arbeiten, haben Geld, haben Job, und finden leichter einen neuen Partner, wenn sie es wollen. Wird ja immer gesagt, eine Frau kann jederzeit einen Mann für 6 finden. Viele denken sich dann wozu der Stress mit dem Mann? Wenn die Frauen jung sind und schwanger, haben sie Angst und wollen Schutz. Dann emanzipieren sie sich und der Mann ist plötzlich der Kontrollator, dabei hat SIE IHM 20 Jahre bei jedem Problemchen nach der Meinung gefragt und um Hilfe gebeten.....

sry für mein Geschimpfe, das musste mal raus 👎 hab heute frei....................................................... 😔

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hab mir heute schöne Schuhe gekauft, immerhin, das ist nice 😎☀
und ich gehe heute wieder tanzen und muss mich sonst um nichts kümmern...
Viele Eltern sind da bestimmt neidisch drauf....

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GreenTara
@reader001
Schöne Schuhe, das ist ganz wichtig, wenn man schon mit gesenktem Kopf herumschleicht.

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"Ich bin nicht das, was mir widerfahren ist. Ich bin ich. Ich bin das Licht. Ich bin nicht mein Körper"

Carlos Santana

#165


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