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Warum hört es nicht auf ?

R
Zitat von Akelei76:
Vielleicht, weil du dich nicht gesehen gefühlt hast, vielleicht, weil du nie der Adressatin gesagt deine Gefühle ausdrücken könntest.

Es kann sogar sein, dass ich der erste war, der die Trennung wollte, und von Trennung gesprochen hat. ich erinnere mich nicht genau. Vllt. wollte ich damit erreichen, dass ihr die Affäre leid tut. Ich liebe sie noch und liebe sie nicht mehr. Diese Unklarheit ist irgendwie mein Trauma. Dieses Chaos und die Unmöglichkeit, eine klare Sicht auf die Dinge zu bekommen. Wenn ich es durchdenke, versinke ich irgendwann in der Trauer und Sehnsüchten. Mabchmal denke ich, eine neue Frau könnte das ändern. Aber wenn ich mit Frauen chatte oder telefoniere, dann merke ich, da entstehen sofort Erwartungen, die ich nicht erfüllen kann oder will.

x 3 #46


S
Zitat von reader001:
Ich liebe sie noch und liebe sie nicht mehr.

Ist eben so zur Zeit.


Zitat von reader001:
Dieses Chaos und die Unmöglichkeit, eine klare Sicht auf die Dinge zu bekommen.

Ist normal im Trauerprozess. Je länger du damit haderst, um so länger dauert es. Fühlen ohne Wertung, wäre mein Weg.

Zitat von reader001:
Mabchmal denke ich, eine neue Frau könnte das ändern.

Das fände ich nicht richtig. Wenn man so stark mit sich selbst beschäftigt ist, kann man das Gegenüber gar nicht richtig wahrnehmen. Aus meiner Sicht wäre das ein Benutzen.

x 2 #47


A


Warum hört es nicht auf ?

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R
Zitat von Sincerite:
Das fände ich nicht richtig. Wenn man so stark mit sich selbst beschäftigt ist, kann man das Gegenüber gar nicht richtig wahrnehmen. Aus meiner Sicht wäre das ein Benutzen

Der Gedanke kommt mir sehr entgegen, mich stresst das OD sowieso total. Da bleibe ich lieber allein. Ich habe auch das Gefühl, dass es besser so für alle Beteiligten ist.

x 2 #48


S
@reader001
Zitat von Sincerite:
Ich habe da noch ein Frage, aber du musst nicht antworten, wenn du nicht willst.
Welche Vorwürfe hat sie dir gemach? Kannst du diese nachvollziehen oder sind sie haltlos?

Hast du diese Mitteilung gesehen ?

#49


Scheol
Zitat von reader001:
Du meinst, es wird bleiben? Nicht einfach auflösen, wenn ich es integrieren kann?

Das lernen damit umzugehen , wäre das auflösen, das diese Gefühle , existenziell bedrohlich sind.

Man kann ein Trauma nicht ungeschehen machen…….die Erfahrung wird bleiben.

x 1 #50


R
Zitat von Sincerite:
Hast du diese Mitteilung gesehen ?

Es waren die gleichen Vorwürfe wie schon jahrelang vor der Trennung. Und auch nach der Trennung führten unsere Gespräche/Streits in die immer gleichen Sackgassen. Es ist einfach traurig, wenn es zwei Menschen, die sich mal sehr geliebt haben, nicht mehr schaffen, sich zu verstehen bei bestimmten Punkten. Ich war auch nicht mehr glücklich in der Ehe. Diese Erkenntnis habe ich schon lange, es ändert aber nichts an besagten Trauer-Trauma-Momenten leider... sie belasten mich und rauben mir Lebensenergie

x 2 #51


S
@Scheol
Sind die Gefühle existentiell bedrohlich oder wollen die Gefühle zeigen, dass die Situation für das System Mensch des TE existentiell bedrohlich war? Weil bedrohlich ist die Situation ja eigentlich nicht, nur unangenehm.

x 2 #52


R
Zitat von Scheol:
Das lernen damit umzugehen

Wie sollte ich denn reagieren, wenn ich spüre, dass es wieder losgeht ? So wie es ist, belastet es mein Leben sehr

#53


Sonnenschein85
Zitat von reader001:
Wie sollte ich denn reagieren, wenn ich spüre, dass es wieder losgeht ? So wie es ist, belastet es mein Leben sehr

Ein Mix aus Zulassen und Gedanken umlenken. Lass es ein wenig zu um es zu verarbeiten und wenn du das Gefühl hast es erdrückt dich dann lenk deine Gedanken um. Lenk dich ab. Geh raus aus der Situation. Geh an die frische Luft oder ähnliches.

Hast du einmal überlegt Tagebuch zu führen, hier als Blog oder auf Papier? Zum Gedanken und Gefühle ordnen und verarbeiten.

x 3 #54


S
Zitat von reader001:
besagten Trauer-Trauma-Momenten

Vielleicht weil du keine Kontrolle über die Trennung hattest. Von jetzt auf gleich Ende. Vielleicht war da auch Ohnmacht. Aber Ohnmacht bedeutet nicht gleich hilflos. Du hast es überlebt. Die verbliebenen Gefühle werden verblassen, die Abstände zwischen den schweren Gefühlen werden größer. Selbstliebe ist wichtig.

x 5 #55


mokka_23
@reader001 Es kann auch sein, dass die Trennung ein anderes Trauma triggert, das du nicht verarbeitet hast. Kommt dir da etwas spontan in den Sinn, typischerweise aus deiner Kindheit?

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WillyWichtig
Ich habe mir mal sagen lassen, dass schlechte Erfahrungen, Trennungen immer auf der „Festplatte“ bleiben.
Das kann man nicht ändern aber mit positiven Erlebnissen/ Programmen überschreiben!

Das bedeutet nicht unbedingt eine neue Beziehung. Sondern Aktivitäten, die man neu erkundet und die einen einfach glücklich machen.

Dann geraten die schlechten Programme immer weiter in den Hintergrund.

Nach einigen Jahren und einigen Anstrengungen kann ich nur sagen:

Stimmt!

x 2 #57


Scheol
Zitat von reader001:
Wie sollte ich denn reagieren, wenn ich spüre, dass es wieder losgeht ? So wie es ist, belastet es mein Leben sehr

Ein Therapeut wird mit dir Werkzeug erarbeiten , das du dich selbst regulieren kannst. Dich ins hier und jetzt , den 1 März 2026, 18:38 halten oder zurück rufen.

Versuch mal die 4-7-8 Vagusnervatmung. Gibt es bei YouTube Video von.

Auch ist die Übungen des neurogenes Zittern , dem TRE , Trauma relace exerzcise , des abzittern haben hier im Forum auch schon geholfen.

Ein Trauma steckt im (Nerven)System fest.

Stell dir vor die hast eine Sektflasche ohne Korken und du hälst den Verschluss mit dem Daumen zu.
nun schüttelt ( Trauma Ereignis ) jemand die Flasche , der Druck will aus dem System entweichen. Du versuchst nun dagegen zu drücken.

das dumme nur ist , du denkst immer wenn das Trauma hoch kommt ploppt es mit der Gewalt hoch wie du es damals ( beim Ereignis ) gespürt hast.

um es mal mit Zahlen zu verdeutlichen . 100 kg druck.

also drückst du mit 101 kg dagegen.

immer wenn das Trauma ( Druck ) im System hoch kommt , denkst du , du musst mit 101 Lg auf den Flaschenhals drücken um den Inhalt ( die Gefühle ) zu unterdrücken.

oft wabbert das Trauma aber „nur“ mit 10,20, 60 Kg , aber der traumatisierte „erwartet“ das es wieder so schlimm werden „könnte“ wie beim Ursprung und drückt die Energie im System runter meist soviel wie es geht auch mehr als 101 kg. Dieses ständige kontrollieren des Druckes das unterdrücken ist für die Person sehr ermüdend / sehr erschöpfend.


in der Literatur ist es beschrieben wie ein Ball dem man im Wasser Unterwasser drücken muss um ihn zu kontrollieren.


das System kann man mit Körperarbeit ( arbeiten mit dem Körper ) versuchen zu erleichtern.

TRE
Atmung
Tai Chi
Sport
sich abklopfen
sich abstreifen und dabei hinein fühlen
EMDR
Bilaterale Musik
ASMR

usw.

usw.

damit kann man das System erleichtern. Einigen üben können für einigen zu früh oder die falschen sein. Andere Übungen können dauern bis diese Erfolg zeigen.

Ein Trauma dauert solange wie es dauert . Geduld ist auch hier gefragt

x 4 #58


R
Zitat von mokka_23:
Es kann auch sein, dass die Trennung ein anderes Trauma triggert, das du nicht verarbeitet hast. Kommt dir da etwas spontan in den Sinn, typischerweise aus deiner Kindheit?

Spielt bestimmt mit rein. Bin ja Scheidungskind, und meine E. haben sich nach der Trennung nie wieder gut verstanden. Wir waren eine große Familie, und sind nach der Scheidung meiner E. nie wieder als solche komplett zusammengekommen. Vllt. einmal bei der Hochzeit meiner Schwester, und das in 25 Jahren. Sehr traurige Sache. Deswegen habe ich einen inneren Konflikt wegen meiner Kinder. Ich will ihnen nicht dasselbe zumuten, aber meine Ex hat mich für mein Empfinden so schlimm im Stich gelassen, dass ich am liebsten den Kontakt komplett abbrechen würde. Das würden dann aber meine jungen erwachsenen Kinder mitbekommen und das will ich ihnen einfach nicht zumuten.

Also, verarbeitet irgendwie schon, aber der Verlust ist einfach zum zweiten Mal da. Ich weine ja nicht nur um meine Ex, ich weine auch darüber, dass ich sozusagen schon wieder meine Familie verloren habe. Es kommt einfach alles zusammen. Ein Bruder von mir ist suchtkrank geworden und ich erkenne ihn mittlerweile nicht mehr wieder. Mein anderer Bruder hat sich auch stark verändert durch den ständigen Konsum von Rauschmitteln. Mein Vater ist auch noch schwerkrank geworden, könnte sein, dass er in einem halben Jahr oder Jahr stirbt. Klar, er ist alt, aber trotzdem, das wird wieder ein Verlust sein. Ich habe einfach keine Lust auf dieses "neue Leben" und will mein "altes Leben" wieder zurück. 😓

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H
Hi
Ich habe selber gerade an meinem Strang weitergeschrieben und vieles liest sich gleich.
Ich denke auch dass es nach so langer Zeit (leider) länger braucht um zu heilen bzw sich wieder unbeschwert zu fühlen.

Setz dich nicht unter Druck und akzeptiere deine Gefühle solande sie dich im Alltag nicht komplett ausnocken.

Mir hat eine Therapie geholfen und hilft mir immer noch. Auch das Buch von Doris Wolf " wenn der Partner geht" hat mir geholfen. Ich musste auch erst alles "verstehen" was da überhaupt passiert ist, hätte sowas auch nie für möglich gehalten. Und eine Art von Trauma ist das nun mal, wenn man so vielen Jahre von einem sicher geglaubten Menschen verraten wird und soch erst mal das ganze Leben auflöst.

Ich hab mich emotional von meinem NM gelöst mittlerweile. Vielleicht durch die Wut und teils auch die Verachtung, die ich gespürt habe wegen seines Handelns. Trotzdem denke ich auch noch fast jeden Tag dran und weine zwischen durch auch noch

Von daher bin och sicher, dass das alles völlig normal ist. In der Literatur steht dass es mindestens 2 Jahre dauert. Die braucht unser Herz und aich der Verstand nach diesem traumatischen Vorfall.

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A


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