Zitat von whynot60: Weißt Du das nicht?
Nein, sonst würde ich nicht fragen.
Vorweg: Du klingst für mich sehr feindselig. Das überrascht mich sehr, zumal wir vor einigen Jahren rege Unterhaltungen per PN führten.
Auch meine explizite Begrüßung dürfte nicht bei Dir angekommen sein?!
Zitat von whynot60: z. B., warum tragen Frauen etwa Minis? Oder irgendwelche Pushups? Oder gar Cameltoe-Höschen?
Es hebt eben das Selbstbewusstsein, kann eine Frau allein durch ihr Auftreten, ihre Erscheinung, ihre Reize Männer sozusagen deppert machen.
Hier bin ich halb bei Dir, halb aber auch nicht.
Ein Minirock ist für mich ein Kleidungsstück. Ein Pedant zur männlichen Short.
Ein Cameltoe ist übrigens sehr unangenehm zu tragen und sorry ... ist eigentlich dem Mann zu liebe. Ähnlich wie wir uns ungern die Beine in 10cm HighHeels brechen, wenn auch wir wissen, dass "ihr" enorm drauf steht. Von Bettschuhen fange ich gar nicht erst an. Die sind auch nur für Euch.
Zitat von whynot60: Und was ist daran schlimm? Auch ein Künstler etwa präsentiert ja seine Werke. Oder sonst irgend etwas wird eben vorgezeigt. Wozu, meinst Du, ist denn das gut?
Hm ... da bin ich im Denken männlich gestrickt ... eine Mö*se ist gottgegeben und jetzt keine besondere Leistung.
Der Aufreger - wenn es denn überhaupt einer ist - liegt auch weniger im Präsentieren, denn in der dahinter liegenden Absicht.
Ich muss grade daran denken, dass ich mal ein Date hatte. Wir waren grade frisch zusammen und in einer Bar. Wir saßen nebeneinander. Plötzlich setzte sich - meinem Freund gegenüber - eine junge Frau. Sie war davor schon suchend im Lokal herumgelaufen. (Nur ... weil es im Bezug auf vorherige Themen so gut passt ... auch sie stammte aus dem Ostblock ... und ich vermutete, dass sie eine Professionelle war) Und sie provozierte ihn aufreizend und tat so, als wäre ich nicht anwesend. Wahrscheinlich triggern uns solche Erlebnisse.
Zitat von whynot60: Das sind halt Spielchen, wie letztich vermutlich das ganze Leben ein Spielchen ist.
Ok - da sehen wir das Leben völlig unterschiedlich, was legitim ist.
Zitat von whynot60: Und verstünden Mann und Frau, vielleicht etwas lockerer mit diesen fundmentalen Dinge umzugehen, sähe das Leben insgesamt ganz anders aus.
Das kann sein.
Nur kann ich mich nicht erinnern, je in Geschichte gelernt zu haben, dass es in zivilisierten Gesellschaften Polygamie gegeben hätte. Vielleicht irre ich mich aber auch.
Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, welche Meinung ich dazu haben soll. Und ich weiß auch nicht, ob meine Meinung (zur Monogamie) angeboren oder anerzogen ist.
Ich frage mich grade bei der Diskussion in meinem Kopf, wozu dann überhaupt eine Partnerschaft eingehen, wenn sie nicht exklusiv ist?
Und dann komme ich zum Schluss, dass mit einer polygamen Gesellschaft passiert, was aktuell -zumindest in Europa - passiert. Wir bekommen keine Kinder mehr.
Zitat von whynot60: Und ohne nun indiskret werden zu wollen - aber auch Du wirst ja größenbedingt schon unterschiedliche Feelings erlebt haben.
Deshalb mein Statement von kleinen Genetalien, die zueinander passen. Da bin ich ganz bei Dir.
Zitat von whynot60: Und ich verstehe halt schlicht und einfach nicht, warum mann/fra sich dazu nicht bekennt, sondern das möglicherweise zentral Unpassende dann auf irgendwelche Nebenschauplätze verlagert wird und dann dort Kämpfe ausgetragen werden, die von vornherein völlig an der Sache vorbeigehen.
Weiß jetzt nicht, welche Situation Du vor Augen hast, aber ich bin schon bei Dir, dass es zusammen passen sollte.
Zitat von whynot60: Und überdies meine ich ja überhaupt, wie schon einige Male erschreckender Weise gesagt, dass dieses kulturelle Konzept ein grundsätzlicher Fehlschlag ist.
Für Dich. Für mich nicht.
Und was interessant ist: In Afrika - (kann nicht sagen, ob das allgemein gültig ist, oder nur die Familie betraf, die ich kenne) gehen Frauen Ehen nur mehr ein, wenn klar ist, dass sie die einzige Ehefrau bleiben. Es scheint also so zu sein, dass aufgeklärte Gesellschaften zur Monogamie tendieren. Warum auch immer das so ist.
Zitat von whynot60: Was hindert denn daran, dass man nicht dann und wann auch andere Eise lutschen darf?
Das ist leicht beantwortet!
Weil es keine Garantie gibt, dass Du nur einmal lutscht und dein altes Eis nicht gleich fallen lässt.
Warum sind grade Männer immer so schockiert, wenn Frau fremdgeht? Weil meistens klar ist, dass es in dieser Konstellation nicht nur ein Strohfeuer ist (mir ist bewusst, dass ich pauschaliere ... wird schon auch Ausnahmen geben)
Zitat von whynot60: Man kann sehr vieles lieben oder auch begehren an einem Menschen, das beschränkt sich doch bei weitem nicht allein auf S**, hoffe ich zumindest.
Womit ich mir die Frage stelle, warum wir dann nicht einfach eine große F+ Gesellschaft werden?
Zitat von whynot60: Und, tiefer verstanden, genau das zeigt doch die Bedeutung des Geschlechts und der S...ualität, also dass man/fra dieses selbst ins Zentrum rückt. Gerade so, als hätten er/sie sonst nichts zu bieten.
Da hast Du schon recht.
Bei mir ist es nicht mehr alleine der "Betrug" sondern vielmehr die Angst vor tödlichen Krankheiten!
Zitat von whynot60: Was, meinst Du, könnten wir glücklich sein, wenn es diese kulturelle Verunglückung nicht gäbe (die übrigens patriarchalen Ursprungs ist - das Matriarchat kannte diese Abirrung gar nicht)?
Da kenn ich mich zu wenig aus. Keine Ahnung, ob es das bei "uns" je gab.
Dass sie eine männliche Erfindung ist, überrascht mich jetzt nicht sonderlich.
Zitat von whynot60: Und hat ein Mann eben nicht entsprochen, so wird er eben quasi zurückgegeben und ausgetauscht.
Das ist jetzt der Haken in einer Wirtschaftsgemeinschaft. Wenn auch der Terminus wenig romantisch klingt. Die braucht es, um gemeinsam Kinder zu bekommen.
Zitat von whynot60: Und muss dann die Wege der Heimlichkeiten beschreiten. Sieht man/fra das echt nicht?
Wenn man von Deinen Prämissen ausgeht, verstehe ich Deine Verzweiflung!
😁