Zitat von Trebor72:Niemals brauch ich jemanden, der mir mit Geschwafel die Welt erklärt.
Das mag niemand.
Es gibt welche, die tun bis zu einem gewissen Punkt so, als nähmen sie Ratschläge an, aber wenn's ans Eingemachte geht, ziehen sie ebenso vehement eine rote Linie.
Insbesondere die histrionische Persönlichkeitsstruktur ist ein Kandidat dafür. Diese Leute sind so gut wie nie in Therapie, weil in der Regel keine Krankheitseinsicht vorliegt. Sie sind häufig rethorisch sehr geschickt, erfassen intuitiv die Bedürfnisse des Gegenübers und nutzen dieses Wissen für eigene Zwecke.
Sie beherrschen die "Trickkiste der Manipulation". Kommt es zum seltenen Fall einer Therapie, führen sie den Behandler auf stetig neue "falsche Fährten" und brechen letztendlich, mit der Begründung, sie würden nicht verstanden, die Therapie ab.
Viele der Betroffenen sind gesellig, so dass oberflächlich betrachtet, keine Störung vorliegt. Allerdings leiden sie, wenn sie allein sind erheblich, was häufig mit körperlichen Krankheiten "artikuliert" wird.
Solange sie anderen "helfen" vergessen sie vorübergehend ihre eigenen Probleme, weshalb sie dies eifrig praktizieren.
Heute weiß man (Forschung im Bereich der Psychologie) dass neben dem Vernachlässigen des Säuglings/Kindes ebenso das Verwöhnen bei entsprechender, Hirnstruktur gebundener Veranlagung, zu Problemen auf Beziehungsebene führen kann.
Auch dem Verwöhnen liegt eine Egozentrik zugrunde, die nicht der gesunden bedingungslosen Mutterliebe entspricht. Es wird verwöhnt, um das Kind an sich zu binden (oft genug aus falscher Sorge, man könnte sonst nicht genug geliebt werden.)
Resultat, ein ständiges Ringen um Aufmerksamkeit.
Wer sich für die Thematik interessiert, es gibt Literatur für Laien zum Thema.
Zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte:
der Therapeut wird dem Hilfesuchenden nicht die Welt erklären.
Er stellt Fragen. Das Nachdenken soll befähigen, die eigenen Vorstellungen davon wie die Dinge sind und wie sie sein sollen, zu hinterfragten.
Alle Schwierigkeiten mit Störungintensität haben gemeinsam, dass ein falsches Bild der Wirklichkeit den Handlungen zu Grunde gelegt wird.
Dies kann nur erkannt werden, durch Rückmeldung von aussen.
Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie ist das
Eingeständnis mit den eigenen Lösungsstrategien in einer Sackgasse fest zu stecken. In sofern wird kein vernünftiger Mensch dir hier dazu raten können.
Weiterhin ist die Fähigkeit und der Wille zu Kooperation essentiell, welche du in Gänze zu entbehren scheinst.