Liebe Ires,
ich komme hier nicht richtig hinterher und entschuldige mich auch bei fast allen anderen Teilnehmern, daß ich nicht alles aufnehmen kann. Ich find die Beiträge von spotty ganz toll, aber auch andere.
Zurück zu Dir, nach einer Nacht auf den Kissen; ich habe mich eher auf den Titel konzentriert und hoffe, Du kannst damit etwas anfangen.
Vorweg noch:
Zitat von Ires:Ich habe einiges falsch aber auch einiges richtig gemacht in meinem Leben.
Das ist nahezu erschreckend normal

Leben eben.
Also: Erfüllung erfahre ich eher durch Sein denn durch Haben, das ist ja nicht so ungewöhnlich; wobei Du auf der "Haben-Seite" sehr viel "hast", wenn wir Deine Ehen, Kinder usw. mal dort einordnen. Das ist ja Biografie.
Das Sein, also das Erleben bewegt doch aber denk ich genauso, wenn nicht gar mehr bzw. geht das ja zusammen einher. Emotionale Abgründe überleben und daraus wie Phönix aus der Asche auferstehen. Dieses Bild finde ich zwar einerseits abgedroschen, aber wirklich schön, denn es ist sehr kraftvoll.
Ich nehme jetzt absichtlich Kraft als Begriff und nicht Stärke.
Stärke hat immer so etwas von Bäume ausreißen. Aber das will ich gar nicht. Es ist aber beglückend zu wissen, daß einen der stürzende Baum nicht wird umhauen können.
Ein riesiger Vorteil der Chaoten ist ja: Sie haben viel weniger Angst.
Zitat von Ires:Man könnte es auch spontan und flexibel nennen.
Das Erleben beschert einem auch unglaubliche Schönheit. Wunder, Faszination, alles Dinge, die sich mit Worten ja eher gar nicht trefflich wiedergeben lassen, weil es Berührungen sind.
Daraus ergäbe sich, möglichst viele Situationen zu schaffen oder sich in Situationen zu begeben, mit ungewissem Ausgang, die solches Erleben möglicherweise entfalten können.
Du bist gerade im Umbruch glaube ich, mit kommendem Ruhestand usw. Da hat man wenig festen Boden, eher schwankende Planken. Aber genau das ist ja so eine Situation
Vielleicht trägt es etwas zu Deiner Frage bei. Berichte gern mal über den Weitergang, ich würde mich sehr freuen
