DarkSun
Mitglied
- Beiträge:
- 241
- Danke erhalten:
- 225
- Mitglied seit:
Smiley ? Ja!
Weiß gar nicht wo ich anfangen soll, und ob das überhaupt wirklich interessiert in der Ausführlichkeit. Ich machs trotzdem, kann ja jeder selbst entscheiden zu lesen oder auch nicht. Das wird langsam zum Tagebuch . vielleicht kann jemand etwas daraus ziehen.
Wir habens tatsächlich so gemacht, wie ich es ihr vorgeschlagen hatte. Lange, verhaltene Umarmung bei der Begrüßung, Unsicherheit auf beiden Seiten. Haben erstmal in der Küche eine Kippe geraucht, sind dann ins Bett gegangen und haben uns ersteinmal lange in den Armen gehalten. Ich war glücklich, das sie sich überhaupt darauf eingelassen hatte. Hat schließlich auch etwas zu bedeuten, ohne zuviel reininterpretieren zu wollen. Dadurch kam dann ein Gespräch zustande.
Was ich völlig übersehen habe, in meiner um mich selbst kreisenden Egozentrik, . ich habe immer nur davon gesprochen, das es die beiden Themen Beziehungsflucht und "Typfrage" gab, keinen wirklichen Disput. War der Meinung, ich brauch salop gesagt nur Schnipp zu machen, und sie spielt wieder mit. Hatte sie damals nicht. Und das mit Recht wie mir jetzt erst klar wird.
Ich hatte nie wirklich verstanden, WaruM es ihr so weh getan hatte, das ich die Flucht ergriffen hatte, statt an meinen Themen zu arbeiten. Habe immer nur meinen Teil gesehen, nicht wirklich ihren. Das hat sie gestern korrigiert.
Ich umreiße es nur mal kurz wie es geht, worum es ging, die weiteren Details sind dann auch nicht so wichtig an dieser Stelle. Wird so schon umfangreich genug.
Prinzipiell: Ich übertreiben nicht wenn ich sage, das sie ab dem gleich genannten Zeitpunkt innerhalb der Beziehung hautpsächlich für mich da war, hat sich immer wieder meinen Kram angehört, mir geholfen ihn neu einordnen zu können.
Vor einem guten Jahr ist mein Vater gestorben, ich habe das nie wirklich an mich heranlassen können, und mich darüber gewundert, das es mich so kalt lässt.
Was mir völlig entgangen ist: das war der Zeitpunkt, an dem ich mich immer mehr von ihr zurückgezogen habe, angefangen habe wieder sehr viel von dem Grünen Zeug zu konsumieren, was eine Abwärtsspirale auslöste.
Sie kam irgendwann gar nicht mehr an mich heran, egal was sie versuchte. Ich reagiert eher mit Trotz, "ich lasse mir nichts vorschreiben", "mein Problem", . und letztlich immer mehr Rückzug, immer mehr Grünzeug. Das war mir zwar am Rande bewußt, hatte aber nicht auf dem Schirm, was das mit ihr machte. Hab das alles als Selbstverständlich hingenommen, konnte eigentlich gar nicht mehr auf sie und ihre Bedürfnisse eingehen. Hab sie nicht mehr gehört und wahrgenommen, sie nur noch "konsumiert".
Als ich dann die Beziehung beendete, ließ ich sie ohnmächtig zurück. Sie hatte soviel investiert, mir soviel Liebe gegeben . und ich nehme es nicht einmal wahr und schieße sie zum Dank ab. Da kommt sicher noch mehr hinzu, aber das ist das wesentliche.
Jetzt erst verstehe ich, WaruM sie so verletzt war, warum es für sie kein Zurück mehr gab . es grenzt an ein Wunder, das sie überhaupt noch den Kontakt mit mir aufrecht erhielt.
Wieviel Kraft muß es kosten, wieviel Liebe da sein, um so zu handeln wie sie es tat. Ich habe den größten Respekt vor ihr, und schäme mich in Grund und Boden. Das tat sie nicht aus Bedürftigkeit, dafür ist sie viel zu straight und klar, weiß wo ihre Grenzen sind . und hat sie für mich übertreten. Das kann ich nie wieder gut machen, werde aber alles dafür tun.
Das sie mit zumindest einem Mann im Bett war . sch. drauf. Steht in keiner Relation mehr. Nicht das mir das jetzt plötzlich egal ist, aber das ist jetzt tatsächlich mein Problem. Ich will auch gar nicht mehr wissen, was da noch gelaufen ist, es ist nicht mehr wichtig. Wenn sie es auf diese Weise brauchte, sich so wieder ein wenig Selbstrespekt verschaffen konnte . gratulation das sie es immer wieder schafft, sich selbst aus der sch. zu ziehen, in die ich sie getreten habe.
Anders kann man das wohl nicht mehr formulieren.
Wie sie es schafft, sich jetzt noch einmal auf mich einzulassen wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Ich weiß nicht ob ich das könnte, wahrscheinlich nicht; nicht ohne mich irgendwie insgeheim zu rächen. Sowas scheint ihr weitesgehend fremd zu sein .
Wir gehen es jetzt gaanz langsam an, sind beide vorsichtig inwieweit es "nur" Verletztlichkeit und Verlustangst ist, die uns wieder zusammenführt. Was das ganze überhaupt möglich macht, ist die Endgültigkeit, mit der ich das grüne Zeug, das mich völlig unempathisch werden ließ, aus meinem Leben verbannt habe. und zwar für mich, und nicht für sie. Die Veränderung, die damit einhergeht, die wiedererlangte Klarheit mit der es mir jetzt möglich ist, zu sie zu verstehen, und meinen Part an der Geschichte zu sehen. Die Liebe, die ich ihr jetzt für sie deutlich spürbar, geben kann und will.
Was die Zukunft bringt, kann keiner von uns beiden sagen, deshalb die Vorsicht, vor allem von ihrer Seite. Das sie die Notbremse in der Hand behalten will, Angst davor hat, das sich das alles als Augenwischerei herausstellt, meine neu gewonnenen Kraft und Klarheit vergänglich sein könnte . ich kanns verstehen, wie sollte ich auch nicht.
Die nächste Zeit wird spannend für uns beide, ist angstbesetzt, . wir sehen uns mit anderen Augen. Die Selbstverständlichkeit ist komplett raus. Ein wenig Demut meinerseits ist absolut angebracht, meine Selbstherrlichkeit fürs erste zerstört.
. to be continued .