DarkSun
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ich bin neu hier, habe mir viele Beiträge durchgelesen, und nun den Entschluß gefasst, selbst zu schreiben, da ich nicht das Thema gefunden habe, das mich seit rund 2 Jahren, dem Begin meiner letzten Beziehung, beschäftigt.
Ich bin vor rund 4 Jahren grandios mit meiner damaligen Beziehung gecrashed, habe damals keine funktionierenden Strategien gehabt, um damit irgendwie fertig zu werden. Das ganze ging soweit, das ich, nicht nur deswegen, es kamen viele Dinge zusammen, einen kompletten Zusammenbruch hatte und für 3 Monate stationär (Klinik) ausgestiegen bin, um irgendwie zu heilen, oder zumindest den Ansatz dafür zu finden.
Während dieser Zeit lernte ich dort meine zukünftige Freundin kennen, was mir damals noch nicht klar war. Wir haben uns ein paar Wochen später zufällig getroffen, dann ging alles sehr schnell
Wir verstanden uns in gefühlt allem, auch bedingt durch unsere ähnliche Vergangenheit. Wir haben die Nächte durch geredet, haben uns nie ernsthaft gestritten, wir hatte ähnliche S.-Vorstellungen . es passte wie sonst keine Beziehung. (seehr oberflächlich beschrieben, sonst sprengt es hier den Rahmen)
Das ganze hatte für mich allerdings einen großen Haken, mit dem ich von Anfang an zu kämpfen hatte: Sie war äußerlich nicht mein Typ wie man so schön sagt. Das hatte konkrete Folgen. Als Beispiel: Wir lagen zusammen im Bett, haben uns in die Augen geschaut . doch ich hatte kaum ein Gefühl zu ihr, jedenfalls nicht so, wie ich es "erwarten" würde, wie ich es kenne.
Ich hatte damals gehofft, das sich das entwickeln würde, oder irgendwann komplett unwichtig würde, da uns viel tiefere Dinge verbinden. Das ist nie passiert.
Hinzu kommt, das ich mich in Beziehungen schnell eingeengt fühle, wenn es "ernst" wird. Da macht mir meine Vergangenheit, die Reaktion auf mein Elternhaus, immer noch zu schaffen.
Ich habe mich deshalb nach rund 2 Jahren Beziehung vor rund 8 Wochen schweren Herzens von ihr getrennt. Ich wollte Klarheit, hatte das Gefühl erst gegen die Wand laufen zu müssen, um zu verstehen was mir wirklich wichtig ist. Nur konnte ich ihr das nicht sagen, es mußte eine wirkliche Trennung sein, kein "lass uns eine Pause machen" oder ähnliches. Bescheuert, aber nur so funktionierte es für mich.
Wie sehr ich ihr damit weh getan habe, kann ich erst jetzt nachvollziehen. Ich war ein Idiot, und dennoch, es ging zu diesem Zeitpunkt nicht anders.
Wir haben die Verbindung nicht abgebrochen. Sie hat mitbekommen, wie sehr ich mit beiden Themen beschäftigt war . als ich Knalltüte dann für mich endlich verstanden habe, was ich da gerade aufgegeben hatte, war es zu spät. Das war ca. 3 Wochen nach unserer Trennung. Sie hatte den Weg nach vorn gewählt, was ich sehr gut fand, nur nicht die Art und Weise. Das hieß für sie, nicht auf S. zu verzichten, und ist mit einem anderen Mann ins Bett, und war auch sonst nicht "untätig".
Ich kann und will ihr keinen Vorwurf daraus machen, ich war derjenige, der die Beziehung beendet hat, aus ihrer Sicht nicht darum gekämpft hat. Das tat unglaublich weh, aber damit werde ich fertig, irgendwie.
Wir haben viel geredet, über whatsapp, telefon . auch von ihrer Seite war und ist noch sehr viel Gefühl da, und ich machte mir Hoffnungen, das wir wieder zusammenkommen können, . dieses Mal mit Klarheit und ohne ständiges Anzweifeln in meinem Kopf. In wie fern das Illusion ist, kann ich nicht ehrlich beantworten, ich weiß schlicht nicht, was in der Zukunft passieren wird.
Kurzum, no way back von ihrer Seite, egal welche Gefühle noch im Spiel sind. Und ich kanns verstehen. Wer will schon hören, das der Partner ein Problem mit dem eigenen Äußeren hat(te), und eventl. irgendwann nochmal an seiner "beziehungsunfähigkeit" scheitert. Zudem ist sie ein sehr klarer Mensch, sie kennt und zieht die Grenzen um sich zu schützen.
Wir haben uns vor einer guten Wochen noch einmal getroffen, sie hat ihre Sachen abgeholt, und wir haben uns stundenlang ausgesprochen, viel geweint, und haben letztlich nochmal eine Nacht miteinander verbracht. Es war unfassbar schön, noch einmal mit ihr arm in arm einzuschlafen und aufzuwachen.
Wir haben danach noch ein paar Mal geschrieben, aber letztlich gab es nicht mehr viel zu sagen, alles war auf dem Tisch. Meine Gefühle, ihre Gefühle, Gründe für die Trennung . seither ist ersteinmal Ruhe, es tut uns beiden zu sehr weh, die Wunden immer wieder aufzureißen. Sie geht ersteinmal ihren Weg, ich muß den meinen gehen, ob ich will oder nicht.
Seit der Trennung habe ich 6 kg abgenommen, kann nicht wirklich gut schlafen, anfangs überhaupt nicht, und weine mir jeden Tag die Augen aus dem Kopf. das "übliche" wie ich hier immer wieder lesen durfte.
Worüber ich mir nicht klar bin, und deswegen die Überschrift, . mache ich mir etwas vor, lebe ich eine Illusion, weil es keinen Weg zurück gibt und ich dadurch "angetriggert" werde ? Wie stark das sein kann weiß ich aus eigener Erfahrung, nur fühlt es sich diesmal anders an . ob es das wirklich ist , vermag ich nicht ehrlich zu beantworten.
Habt ihr schon änliche Erfahrungen gemacht ? Wie seid ihr damit umgegangen, wie habt ich euch Klarheit verschafft ?
Ich entschuldige mich für die länge des Textes, ich hoffe die Augen brennen nicht