Zitat von Helli:Dann leg mal los. Was hast Du geglaubt, was Liebe ist?
Okay . puh . ich versuch mich mal.
Vorweg . wenn ich das wirklich genau definieren könnte, würde ich mit einem Nobel-Preis in der Tasche irgendwo in der Südsee einen Cocktail schlürfen. Da haben sich schon ganz andere dran versucht.
Da es ja darum ging, das ich nicht fühlte, was ich glaubte fühlen zu müssen damit ich es als Liebe bezeichnen konnte, gehe ich lieber darauf ein, als den großen Köpfen den Rang ablaufen zu wollen, kann nur schiefgehen

Ich halte mich nicht unbedingt für völlig verblödet, aber DIE große Frage der Menscheit hier im Forum zu klären maße ich mir lieber nicht an .
Genug geschwafelt und rausgeredet .
> Was hast Du geglaubt, was Liebe ist?Eigentlich nichts besonderes, das was mehr oder weniger jeder von uns, denke ich, damit verbindet.
Ich unterteile das mal in Kennenlernen + verlieben und der später sich vielleicht entwickelnden Liebe.
Beides hat meines Erachtens nicht viel miteinander zu tun. Verlieben kann ich mich oft, Liebe ist eine völlig andere Geschichte.
Beim Verliebtsein "erwarte"/kenne ich: An erster Stelle einen Überschwang der Gefühle. Das Gefühl, jemand besonderen getroffen zu haben.
Detailierter:
- Glücksgefühl
- kribbeln im ganzen Körper
- nicht erwarten können sie wieder zu sehen
- Blicke, die völlig ausreichen um meinen Hormonhaushalt zum ausflippen zu bringen
- eine gewisse Unsicherheit etwas zu "versauen", deshalb ->
- ganz am Anfang nur meine vermeintlich positiven Seiten zu zeigen
- Angst davor, mich zu täuschen und Seiten an ihr zu entdecken, mit denen ich nicht umgehen kann/will, wo ich doch jetzt schonmal jemanden getroffen habe, mit dem es hinhauen könnte (passiert ja nicht gerade jeden Tag)
- erhöhte Pulsfrequenz
- mehr Energie für die alltäglichen Dinge (durch die erhöhte Endorphin- und Dopaminausschüttung und mehr gefühlte Sinnhaftigkeit des Lebens nehme ich an )
eigentlich purer Stress

Und was mir gerade auffällt: bis auf das Glücksgefühl, die Angst mich zu täuschen und das mehr an Energie, haben Trennungen ganz ähnliche "Symptome" . schräg .
Dann mal zur Liebe . - ist definitiv nichts, was mal eben so spontan entsteht wie das Verliebtsein. Liebe braucht Zeit und sich entwickelndes Vertrauen
Wieviel Zeit dürfte sehr individuell sein. Nach 2 Wochen "ich liebe dich" zu sagen, hat meines Erachtens mehr mit eigener Unsicherheit und daraus enstehenden fehlgedeuteten Gefühlen zu tun. Klammern, nicht allein-sein-können wären beispielsweise Folgen daraus.
Die starken Glücksgefühle, das Kribbeln im Körper . der ganze Hormoncocktail weicht zugunsten tiefer empfundener Gefühle wie Verbundenheit, Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit, dem Glauben an eine gemeinsame Zukunft. Da ist nichts? mehr so flippig, anstrengend.
Ehrlichkeit/Offenheit im Sinne von, ich verstecke (fast) nichts mehr wie beim anfänglichen Verlieben, weils keinen Sinn macht. Wie soll eine Basis entstehen, wenn nach und nach ganz andere Dinge zum Vorschein kommen? Man kann sich damit nur selbst beschei. , und seinem Partner letztlich sehr weh tun, weil er sich in einen anderen Menschen verliebt hat, in das Scheinbild, das man dann versuchen würde aufrecht zu erhalten. Macht keinen Sinn und kann nur böse enden. Entweder passen auch die "schlechten" Seiten, oder eben nicht. Und so manches vermeintlich "schlechte" ist nur verkopfte/antrainierte Eigenwahrnehmung, und eher die Chance, das mal anders wahrzunehmen und vielleicht genau auch deswegen geliebt zu werden. Es gibt kaum etwas anderes, das einen so erden kann, so aufräumen kann .
Trennungen haben das gleiche Potential
Das schmeißt mich grad zurück, schei. to be continued .
Kann man die Liste hier irgendwie offen halten, damit jeder dazuschreiben kann, was ihm/ihr dazu noch einfällt ?
Fänd ich sehr sehr spannend