Zitat von Ben89:Aber warum schreibt er dann das letzte mail, welches beweisen soll , alles harmlos.
Ich versuche mal deine Frage hiermit zu beantworten:
Zitat von Juliane333:Seit drei Wochen weiß ich definitiv, dass mein Mann täglich Nachrichten mit einer Kollegin schreibt. Zuvor lief das mal so nebenbei und ich ließ die Kollegin auch mal grüßen. Mir fiel dann auf einer Feier der Arbeitsstelle an, dass die tz Kollegin direkt zu meinem Mann kam und ihm Komplimente machte. Sie wirkten sehr vertraut, scherzten herum. nach dem Fest schrieb er ihr dann vermehrt über den Tag und auch abends im Bett. Es scheint täglich so zu laufen, ein Austausch über Stunden.
Ich merke, dass er diese Frau immer mehr erwähnt. Sie wollte mit ihm in den Zoo, er solle sie besuchen usw.
Und wie hat Juliane darauf von Anfang an reagiert? Richtig, und zwar mit der von ihr und von ihrem Mann gekannt und gewohnt besonnenen, ruhigen und strukturierten Art. Zumindest nach aussen hin, den in Wirklichkeit hat sie ja genau das Gegenteil darüber gedacht und empfunden:
Zitat von Juliane333:Aber es tut mir weh. Dieser Blick zwischen ihnen, es tat weh.
Juliane hatte bereits schon sehr früh die Möglichkeit ihren echten Gefühlen und Sichtweisen in Bezug auf diese Info hier :
Zitat von Juliane333:Er meinte, dass sie sich eben mögen.
...klar einzugehen, anstatt sich im "falschen" Verständnis zu üben, nur um nicht Gefahr zu laufen, als paranoide und grundlos eifersüchtige Ehefrau abgestempelt zu werden. Spätestens jetzt müsste ihr längst klar geworden sein, dass ihr, ihr Verhalten absolut nichts gebracht hat. Von daher kann ich persönlich nicht verstehen, warum sie auch nach wie vor noch, daran festhält und sich hieran auch gut ablesen lässt:
Zitat von Juliane333:Ich kann sein Verhalten nicht tolerieren, weil er sich bei allem Rausch hin oder her, sehr wohl vorstellen kann, dass es mir gegenüber extrem unfair ist.
Unfair? Ist das wirklich die richtige Bezeichnung in Hinblick auf eine emotional tiefe Liebesbeziehung?
Sorry, aber das ist allem voran äußerst
verletzend und ich persönlich denke, dass Juliane, es einfach zu lange verpasst hast, genau DAS ihrem Mann auch ganz klar und unmissverständlich deutlich zu machen.
Spätestens auf der Feier, hätte ich mir die Dame mal bei Seite genommen und ihr höflich aber dennoch bestimmend klar gemacht, wo hier der Hammer hängt. Und sobald ich zu Hause gewesen wäre, hätte meinen Mann ebenfalls mal bei Seite genommen und ihm in Erinnerung gerufen, was mit MIR geht und was
ganz sicher nicht !
Stattdessen konzentriert sich Juliane nach wie vor auf das hier :
Zitat von Juliane333: Er und sie haben diesen Stein ins Rollen gebracht.
Auch das ist zwar absolut richtig und unumstritten, allerdings wird dabei vollkommen ausgeblendet, dass man nur dann einen Stein ins Rollen bringen kann, der de facto auch vor einem liegt!
Ich für meinen Teil würde nicht mehr am Rand stehen, beim Rollen zu schauen wollen und lediglich darauf hoffen das er in die Richtung läuft, in die ich es mir rein mental wünsche, sondern aktiv eingreifen!
Das hat Juliane doch auch schon, zumindest in Teilen bereits getan ...Jetzt muss sie es nur noch bis zum Ende durchziehen, vorausgesetzt
sie will das überhaupt!
Für den Fall, dass sie das will, wäre es ratsam das hier einzustellen :
Zitat von Juliane333:Das meine ich ja, wenn jemand kein Gespräch führt und flieht oder aber immer auf diese neue Frau zu sprechen kommt.
Dieser
jemand ist der Mann für den sich Juliane einst aktiv entschieden und geheiratet hat! DAS ist das Einzige, was Juliane ihren Mann ( von dem sie gesagt hat, dass er schon immer viel Tiefgang hatte) ins Gedächtnis rufen sollte!
Denn so wie es scheint, hat er das entweder vergessen oder will einfach nicht mehr der Mann sein, den Juliane einst kennengelernt hat.
Zitat von Juliane333:Ich wollte über ihn und mich reden, aber das blockiert er.
Er blockiert es, weil Juliane es zulässt und zwar genau so:
Zitat von Juliane333:Ich sehe es auch nicht mehr ein, ihm noch mehrere Angebote zu unterbreiten und dann wieder so stehen gelassen zu werden oder mir diese sekündlich eintreffenden Nachrichten von ihr anzuhören.
Bitte versteht mich nicht falsch Leute, denn ich meine es sicher nicht böse oder schuldzuweisend!
Es ist absolut OK, wenn Julianes Angst vor weiteren Ablehnungen und Verletzungen, die Gefühle für ihren Mann übersteigen und sie sich dementsprechend versuchst zu schützen. Ich möchte die TE vielmehr dazu anregen sich lieber mal mehr im Vertrauen zu
sich selbst zu versuchen, um dann feststellen zu können, was sie tatsächlich aushalten kann und will, denn schließlich tut sie das im Endeffekt ja bereits schon die ganze Zeit.
Mit anderen Worten: Gibt es aus deiner Sicht liebe Juliane, jetzt noch etwas, was noch verletzender für dich ausfallen könnte ? Und wenn ja, was wäre das dann?
Zitat von Juliane333:Wenn er auch nur wütend mit mir ist, immer im Kontext wegen R. und weil er mir nun vermutlich vorwirft, dass ich dieser R. Probleme bereitet habe, das ist wirklich unglaublich.
Ja für Ausstehende ist das absolut unglaublich. Er hingegen verhält sich nur so, wie er Juliane bisher in dieser Situation wahrgenommen hat. Eben imm vertrauen und verständnisvoll reagierend. Schließlich hat Juliane weder ein Fass aufgemacht, als er anfing mit der Kollegin zu tippeln, noch als diese ihm (wohlgemerkt in Julianes Anwesenheit) "kollegial"
überzogene Komplimente machte!
Für mich ist es daher kein Wunder, dass Julianes Mann, blind und taub für die leider nur sehr schleppend "angehende Veränderung" seiner Ehefrau ist und sich deshalb lieber darauf ausruht:
Zitat von Juliane333:Drunter setzt er dann was ist für dich an diesen Nachrichten verwerflich? Wir sind einfach nur befreundet! Du kannst Rosa anrufen, sie bestätigt dir, dass ich nicht lüge.
Zitat von Juliane333:Er schickt mir eine Mail mit mehreren Nachrichten von ihr! Was soll das? Denkt er wirklich, dass das mich irgendwie überzeugt.
Zitat von Juliane333:Langsam schlägt es wirklich dem Fass den Boden aus.
Auch hier zeigt sich wieder, wie unterschiedlich Menschen Situation bewerten.
"Langsam" ist eigentlich genau DAS was Juliane und ihr Mann verbindet und gleichzeitig der sichere Tod ihrer Beziehung zueinander ist ....