Juliane333
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ich komme erst heute dazu dir und allen eigentlich mal ein Lebenszeichen zu senden. Es ist viel passiert (leider viel, was mich zu einer kompletten Neuausrichtung meines Lebens gezwungen hat). Es hat sicherlich auch Positives, aber es ist noch immer unglaublich anstrengend.
Im April ist für mich plötzlich mitten auf der Arbeit "das Licht ausgegangen". Anders kann ich es nicht beschreiben, ich habe plötzlich ein Rauschen gehört, mir wurde komisch, ich musste mich übergeben und bin eine Woche später auf der Intensivstation wachgeworden. Alles ist weg, was passiert ist.
Ich wurde reanimiert vor Ort und eigentlich dachten viele, dass ich es nicht schaffen würde.
Das Syndrom ist sehr selten und betrifft das Herz - eventuell wird es ausgelöst durch langanhaltenden Stress/Trauer usw.
Ich bin auch momentan noch in Reha, was anstrengend ist, aber auch wohltuend, da ich auch eine Therapie erhalte. Zum Glück bin ich hier sehr abgeschirmt von allem, was mich sehr aufgeregt hat.
Ich habe im März wirklich beängstigende Situationen mit meinem Noch-Ehemann erlebt. Er ist mir nachgefahren, vor meiner Arbeit aufgekreuzt, um mich abzupassen.
Er musste mir auf die Nase binden, dass er Vater wird und das hat mich sehr verletzt, auch wenn mir das klar war.
ich denke, es war alles zu viel. Zumindest sehen auch meine Ärztin und der Therapeut dies als Ursachen.
Ein Unglück bringt ja auch immer das Gute zum Vorschein, was man nicht sieht oder in allem Kummer auch übersehen hat. Meine Mutter hat wieder mehr Kraft gewonnen, sie ist sofort hergekommen und wieder viel aktiver als zuvor, ich habe liebe Karten von Freunden und Kollegen bekommen.
hier habe ich auch nette Menschen kennengelernt. Ich versuche nun wieder nach vorne zu schauen und stelle immer mehr fest wie gut es mir ohne meinen noch-Mann und alles geht. ich hoffe, euch geht es auch gut!