Hallo Susanne,
ich lese Dein Thema schon ein paar Tage mit, habe aber bisher noch nicht die richtigen Worte gefunden, mich einzubringen.
Die Kaltherzigkeit und emotionale Verkümmerung dieses (ich kann mich nicht durchringen "Mann" zu schreiben) Typen haben mir die Sprache verschlagen.
Jetzt, wo ich Deine positive Entwicklung lese, möchte ich Dir aber ein paar Sachen mit auf den Weg geben.
Erstens und Wichtigstens!
Deine Tochter ist großartig! Du hast sie toll erzogen und sie ist ein großer Mensch.
Ich kenne sie nicht, aber:
Zitat:Ich habe sie gestern beobachtet, weil es mir nicht gut ging. Sie hat mich aufs Sofa geschickt, mir Tee gemacht, mich zugedeckt und ermahnt, mich jetzt auszuruhen. Von dort konnte ich sie beobachten. Sie hatte einen nicht so tollen Tag, weil ihre Arbeit in der Schule nicht gut lief, aber sie war trotzdem einigermaßen gut drauf. Räumte alles vom Abendessen aus, spülte, trocknete ab, versorgte die Katzen und ermahnte mich, jetzt ja nicht noch am Computer was zu arbeiten.
Das zeugt schonmal davon, dass sie Dich liebt und weiß, wie man mit geliebten Menschen umgeht! Besonders wenn es ihnen schlecht geht.
und b)
Zitat:Selbst meine Tochter ist ihm nicht böse, außer darüber, dass ich wegen ihm so viel leiden musste.
DAS ist wahre menschliche Größe!
Zu dem Kerl. Ich freue mich aufrichtig für Dich, dass Du die Hoffnung aufgeben konntest. Die war absolut vergebens.
Du schreibst irgendwo, wer ihn kennt, weiß er ist kein böser Mensch. Ich glaube auch nicht, dass er ein böser Mensch ist.
Irgendwas in seiner Vergangenheit hat ihn furchtbar geprägt. Wie ich schon schrieb, er ist einfach emotional verkümmert. Er kann es und kennt es nicht anders.
Das ist ein Problem, das ganz tief in ihm selbst verankert ist, das er aber noch nicht einmal sehen kann.
Allein was Du ganz am Anfang über sein Verhältnis zu seinen EIGENEN Söhnen schreibst, gibt zu denken!
Das Leben gibt uns immer wieder die Chance, uns selbst zu überdenken. Was er mit seinen eigenen Kindern falsch gemacht hat (ohne böse Absicht wahrscheinlich), hätte er mit Dir und Deiner Tochter lernen können, daran wachsen, sich weiterentwickeln. Du selbst hast ihm auch noch Chancen über Chancen gegeben, indem Du immer wieder mit ihm drüber gesprochen hast. Viele andere Mütter hätten ihm ziemlich zügig den Vogel gezeigt und vor die Tür gesetzt. Du mit Deinem großen Herzen und der unermesslichen Hoffnung nicht. Über lange Zeit!
Und trotzdem hat er es nicht verstanden und so endet ein weiterer Abschnitt seines Lebens ohne Einsicht. Armer Kerl eigentlich, oder?
Zitat:Ein kleines Häuschen kann ich mir selber bauen und ich werde das schnell in Angriff nehmen. Die Herzlichkeit darin gilt für alle. Vielleicht hänge ich das als Willkommensgruß an meine Haustür. freunde Ich habe im letzten Jahr auch noch zusätzlich in einem Seminar bemerkt, dass mir Harmonie und Hilfsbereitschaft über alles geht. Und ich danke dem lieben Gott, dass ich so viel geduldige Menschen um mich herum habe, die mich auffangen, wenn ich wieder ganz unten lieg und eine Schulter zum Weinen brauche.
Recht so! Schau nach vorn.
Lasse Dein Herz offen und rein und erfreue Dich am Leben und Deiner Tochter.
Liebe Greetz und

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Finkognito