SusanneJ
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nachdem die Hoffnung auf eine gute Wende verschwunden ist, wird es zwar anders, aber am WE fing es an, dass ich die Abwärtsspirale gemerkt habe. Meine Torte war weg (wenigstens hat sie den anderen geschmeckt), aber ich habe zu nichts mehr Energie! Dann gingen die Gedanken los: Hätte ich es verhindern können, wenn ich mir mehr Zeit für Zweisamkeit genommen hätte, hätte er dann weniger Hass auf meine Tochter entwickelt.....und immer wieder und es hörte nicht auf. Natürlich sagte ich mir standing, dass ich damit ein Problem gehabt hätte, da meine Tochter wirklich in einer Zeit war, in der sie Hilfe gebraucht hat. Ich muss sagen, dass sie vor nun knapp zwei Jahren krank wurde, und ich in den ersten Wochen nicht wusste, wie die Prognose war. Sie bekam eine Autoimmunerkrankung und war mehr als schlapp. Außerdem wurde sie derzeit in der Schule einfach nur gemobbt, was auch offensichtlich für Lehrer und andere Eltern war und das im letzten Schuljahr. Sie hat mich ja auch gebraucht.
So saß ich Montag morgen wieder heulend vor meiner Psychologin. Ich war zum ersten Mal wirklich froh, dass ich gerade dann den Termin hatte. Trotz ihrer Tipps ist es aber schwierig, damit aufzuhören mit den Fragen mit dem "hätte", auch wenn sie der Meinung ist und sagt, hätte er wirklich geliebt, hätte er mich unterstützt, weil MIR ja was daran lag, für meine Tochter da zu sein. Und trotzdem zieht mich das Ganz so sehr runter.
Und dann kam die Post, vor der mir schon gegraut hat. Da ist das Haus und ich muss ausbezahlt warden.
Wisst Ihr, er hat 2 Hauser geerbt, sie verkauft und schwimmt natürlich im Geld. Wie leicht ist es also, mal schnell den Kredit teils auf einmal abzubezahlen und mich auszubezahlen. Ich weiß, ich kann froh sein, dass ich wenigstens meine Kosten zurück bekommen.
Aber wie geradelinig er dabei vorgeht und alles durchzieht, damit er alles alleine hat. Dafür hatte er Zeit, aber angeblich hatte er nie Zeit, einen Termin bei einem Psychologen auszumachen.
Wieder saß ich gestern da, musste das finanzielle Prozedere, das nun folgt, mehrmals durchlesen und denke, wie kann jemand einfach so "kaltherzig" alles durchziehen.
Von mir Kostenaufstellung verlangt und dann wird schnurstracks alles durchgezogen.
Nichts mehr an Gefühlen. Abgehakt.
Und dann weiß ich seit gestern noch, dass ich Anfang Dezember operiert warden muss und dann erst mal untätig zu Hause angebunden bin. Mir graut vor der OP, mir graut vor dem Nichtstun. Und der Herr hat mich einfach abgehakt. Wozu wollte er mich eigentlich haben? Was ist das für eine "Liebe"? Nur weil ich Mutter war, eine Beziehung zu beenden?
Meine Psychologin sagte nur am Montag eines zu mir: Sie schätzt mich eigentlich als so selbständig ein, dass ich mein Kind nicht überbetütel.
Wieso muss man mir 1000 Mal und mehr sagen, dass ich doch einigermaßen normal bin. Warum mach ich mir immer wieder Vorwürfe? Warum begreife ich das alles nicht, was passiert ist?
So, ich dachte, ich bin jetzt in eine bessere Phase reingerutscht, aber muss sagen, sie ist nur anders.
Wahrscheinlich werde ich viele Torten backen müssen und viel kochen, dass ich ne ganze Armee versorgen kann! Für Euch, Kochen ist meine Leidenschaft, aber selbst dafür fehlt mir derzeit manchmal die Freude. Nur manchmal habe ich in Gedanken ein kleines Häuschen mit ner schönen Küche vor mir, das dann wieder meines sein wird. ES warden wohl genug Kinder in der Nachbarschaft sein, denen ich dann was in die Hand drücken kann. Außerdem freuen sich Erwachsene auch, wenn sie nen Kuchzen oder was Neues zum Probieren bekommen!

WE sind doof, weil meine Bekannten zum großen Teil in einer Partnerschaft sind oder Familie haben.