SusanneJ
Gast
vor 2,5 Monaten bin ich aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen, das ich mit meinem Partner zusammen gebaut habe. Mit viel Liebe habe ich jedes Detail rausgesucht. Es sollte das Zuhause für mich, meine Tochter und ihn sein, und sofern seine Jungens mal das Bedürfnis hatten, zu ihren Vater zu ziehen, war ebenfallsfür diese Situation genügend Raum vorgesehen. Sie kamen alle 2 Wochen, aber die ältesten beiden haben den Kontakt zu ihrem Vater aufgebrochen.
Es war die Liebe meines Lebens. Für mich hat dieser Mann alles getan, aber nur, solange es ausschließlich für mich war und wenig oder gar nichts mit meiner Tochter zu tun hatte. Sie ist jetzt 18, als ich meinen Partner kennen lernte, war sie gerade 13.
Mein Partner und ich hatten ganz unterschiedliche Einstellungen zur Erziehung. Als ich merkte, dass wir hier absolut keinen Konsens fanden, bat ich ihn, sich einfach herauszuhalten, da meine Tochter mitunter zu sehr im Zwiespalt war, wem sie nun was recht machen konnte. Er war sehr streng, was jedem auffiel, auch gegenüber seinen Kindern. Bereits relativ am Anfang sprach er gegenüber Bekannten dann schon negativ über meine Tochter, was mir aber damals noch nicht ganz so bewusst bzw bekannt war.
Diese ganze Situation hat sich verschärft, dass er mir gegenüber immer wieder Bemerkungen fallen ließ, die mir sehr zusetzen. Ich versuchte sehr viel, das von meiner Tochter abzuhalten, so dass sie möglichst wenig mitbekam, aber das gelang nur zum Teil. Irgendwann hatte ich Angst, dass sie mich aufgrund der Situation verlässt und auch nicht mehr zu Besuch kommt. Er hätte das auch als Belastung empfunden, weil er ja "Spontan" mit mir was unternehmen wollte und auf niemanden Rücksicht nehmen wollte, der dann mal am Wochenende vorbei kommt.
Und trotz allem heule ich immer noch und sehne mich nach ihm. Wieso bin ich so zerrissen?
Wie kann man jemanden lieben, der mir mehrmals sagte:
An Deinem Kind kann ich nichts Positives sehen, da das Negative einfach überwiegt.
Sie ist hinterlistig
Sie ist faul
Sie sitzt irgendwann hier im Haus und wir zwei sind in der Psychiatrie
Wer keine Pflichten hat (damit meinte er, das Haus zu wischen) hat keine Rechte
Er hat gelogen, Sagte mir, dass er bestimmte Dinge, die mir meine Tochter erzählte, angeblich nicht zu ihr gesagt hat. Doch irgendwann gab er es dann doch zu, dass sie die Wahrheit gesagt hat.
Er hat verweigert, sie irgendwo abzuholen, falls ich beruflich unterwegs war, es spät war und kein Bus mehr fuhr. Wir wohnten auf dem Land und der etwas längere Fußweg war einsam und nicht beleuchtet. Die Nachbarn hatten ihre Kinder alle gefahren, aber das interessierte ihn nicht. "Sie kann das Fahrrad nehmen".
Er hat mir Auflagen gemacht, dass ich nicht für sie erreichbar zu sein habe, sondern nur für ihn alleine im Urlaub da zu sein. Ich sollte kein Handy mitnehmen.
"Nimm Dein Hascherl und verschwind"
"Du brauchst keinen Partner, Du brauchst nur Deine Tochter, die Arbeit und die Katzen
Sie wollte z. B. den Föhn, den ich aus Versehen in dem Bad von ihm un mir liegen ließ. Sie fragte ihn danach. Seine Antwort: Das ist mein Föhn, kauf Dir einen
Sie durfte bei ihm im Auto nicht vorne sitzen, wenn er sie überhaupt mal mitnahm.
Seine Begründung "Ich wollte nur mit Dir alleine sein. Ich habe das Frühstück so genossen, mit Dir,,,,,aber nach 10 Minuten kam sie schon um die Ecke"..
Was ist da passiert? Es zerreitß mir das Herz. Ich versehe nicht, wie jemand ständgi so was sagt.
Ich habe ihn immer mehr angefleht, unter Tränen, dass mich das fertig macht, was er sagt.
"Ich mus doch meine Meinung sagen können", war sein Antwort. Ich hätte ein Problem.
Verstsht man das?
Und ich sitze immer noch da und kann nur noch heulen. Ich komme aus dem Tal der Tränen nicht raus. ES ist noch weiteres passiert, aber das Geschriebene geht mir so nach. Wie kann jemand so sein?
Nun bin ich ausgezogen, leide. In den letzten Monaten war ich noch im Haus, wir haben aber in getrennten Zimmern geschlafen. Er meint, er habe ja alles getan. Doch er hat nicht verstanden, dass seine ständige Kritik an meiner Tochter die Beziehung zerstört hat.
Er hatte so viel gute Seiten, er war für mich da, aber nur, wenn es nur mich betraf. Er sagte auch, dass es ihm egal ist, ob sich meine Tochter in unserem Haus wohl fühle, denn das sei mein Problem. Ich hatte das Gefühl, dass er überhaupt nicht verstand, um was es mir ging. Ganz am Schluss war er dann der Meinung, dass ich ein Problem habe. Für ihn war ich auch seine Traumfrau, die er unbedingt heiraten wollte. Doch durch diese Probleme hatten wir dann mehr einen Rosenkrieg, monatelang habe ich geweint. Er hat nicht verstanden, was eigentlich los ist. Und jetzt bin ich abgehakt. Schon bevor ich ausgezogen bin, hat er sich mit neuem Hausstand eingedeckt (das Möbiliar etc gehörte alles vorher mir), sagte zwar mal, dass er wie Hund leidet, aber dass ich ja jetzt eine Last los wäre. Ich bräuchte ja keinen Partner, sondern habe ja meine Tochter und müsse jetzt zufrieden sein. Er lebt weiter in dem Haus, hat eine gute Erbschaft gemacht und kann mich auszahlen. Das Haus, das unser Zuhause sein sollte für uns alle, für ihn aber nur für ihn und mich und keinen anderen.
Wieso leide ich so?
Ich musste mich trennen, ansonsten wäre meine Tochter nie zu Besuch gekommen oder wir hätten das immer mit schlechten Gewissen getan. Was hätte ich denn tun sollen?