Zitat von Falky:Urvertrauen? Hmm, ein so großes Wort und für viele so unerreichbar. Scheinbar!
Neigen jene die es besitzen zu einem übersteigerten Selbstwertgefühl evtl mit dem Hang zum Narzissmus? Und die es nicht besitzen zu Selbstzweifel oder gar zum Helfersyndrom?
Wohl eher ein großes Wort und von vielen
unverstanden. Zu erreichen gibts da nix mehr, wenn das Urvertrauen in der Kindheit nicht entstanden ist. Das kann man später nicht mehr lernen. Leider, wirklich leider. Ich spreche da wie viele aus eigener Erfahrung.
Genauso wenig kann man es wieder verlieren, oder nur durch extreme Umstände. Das wiederum zum Glück.
Urvertrauen bitte nicht mit Vertrauen verwechseln, völlig anderer Dampfer!
Übersteigertes Selbstwertgefühl, Narzissmus und dergleichen ist eine
Folge des fehlende Urvertrauens. Des Versuchs, die in der Kindheit zugefügten Demütigungen, fehlende (emotionale) Zuwendung usw. irgendwie wieder auszugleichen. Selbstzweifel, Helfersyndrom und eine riesige Palette an anderen selbstzerstörenden Flickversuchen gehören ebenso dazu.
(ja auch das Helfersyndrom ist nicht gesund für denjenigen, wenn er nicht auf jemanden trifft,
der sich helfen lassen möchte. Will er das nähmlich nicht, wird der Helfende alles versuchen, um seinem "Klienten" doch noch gutes angedeihen zu lassen . und raucht sich dabei völlig auf. Auch wenn es vielleicht die nach außen hin freundlichste Art ist)
Viele trauen sich da gar nicht mehr ran, weil das heißen würde, das sie sich mit sich selbst auseinander setzen müssten . . der Schmerz ist einfach zu groß.
Zitat von Falky:Du hast gute Ansätze um am Ende doch wieder in deiner defizitären Haltung zu verweilen.
Du erinnerst mich sehr an mich vor Monaten. alle Hebel in der Hand, jedoch Blind sie zu bedienen, seit Jahren.
Da komme ich grad nicht mit . . . was meinst du genau ?
Zitat von Falky:Egal was früher war. es hat nix mit heute. dem Jetzt zutun
Schöne Annahme . stimmt leider so nicht. Ohne die Vergangenheit sinnvoll aufzuarbeiten, funktioniert das eben nicht.
Zu
beschließen das jetzt ja alles gut ist, ich nen Haken an die Vergangenheit mache und schick ist . ne, geht nicht.
Was man machen kann ist zu sagen: Ok, mir reichts, lang genug gelitten. Ich setze hier ein Stop und fange an mich damit auseinanderzusetzen. Aber das muss man dann auch, führt kein Weg dran vorbei.
Ich finde solche Gedanken in die Welt zu setzen, das ich ja "nur" meinen Allerwertesten hochkriegen muss und die Vergangenheit gut sein lasse und alles wird gut, nicht nur gefährlich, sondern auch echt sch. für Menschen wie mich. Wenn ich das glauben würde, würde ständiger Selbstzweifel an mir nagen, da es so nicht funktioniert. Was wiederum die Stiuation extrem verschlimmert, da ich mich für unfähig halten würde. Nicht gut.
Zitat von Falky:Du allein du Besitz alles um dir dieser Stärke bewusst zu werden, es wird niemand anderen geben der dir diese abnimmt.
Woher nimmt man diese Stärke, wenn man nie gelernt hat auf sich selbst zu schauen. Vor lauter Verdrängung nur noch im Kreis läuft ?
Abnehmen kann einem niemand was, da gebe ich dir recht. Aber man kann sich Hilfe suchen um zu verstehen. Dieses Forum hier zb kann sehr vieles anstoßen. Ich habe durch liebe Menschen meine Sichtweise in verschiedenen Dingen sehr gut verändern können, anderes überhaupt erstmal verstehen können.
Therapien wären eine andere Möglichkeit. Je nachdem was einen plagt, und wie tief der auslösende Schmerz in der Vergangenheit sitzt, ist das sicher der hilfreichste Weg.
Zitat von Falky:Also stell dich deinen negativen Glaubenssätzen und verstehe deine Muster, sei reflektiert. nur wenn du dir bewusst wirst warum du der Meinung bist du genügst nicht kann's du etwas ändern. Ist nicht böse gemeint, es wird ordentlich wehtun und deine Gedanken sind die ersten Schritte.
Da kann ich wieder voll mitgehen.