Zitat von Urmel_:Mädchen meine ich in diesem Kontext als "ein Mann, der in einer Gesellschaft aufwächst, in der Anteile seiner Männlichkeit als toxisch angesehen werden und er sich vom Verhalten her an den Mädchen orientiert". Nimmt man dazu noch die steigende Anzahl an alleinerziehden Müttern, bei denen oft (not_all) die wichtigen männlichen Erziehungseinflüsse fehlen und schon hast Du ne Generation an Mann, die nicht wirklich auf das Spiel der Geschlechter vorbereitet ist.
Wie gesagt, dass Problem mit den "intelligenten" Frauen ist, dass auch diese keinen Einfluss darauf haben, wie Gefühle entstehen. Denn, gefühle sind nicht verhandelbar.
Das Problem ist mathematischer Natur:
Künstlich überhöhter Selbstwert bei Frauen senkt den Auswahlpool an geeigneten Männern. Da die Männer aber "Intelligenz oder Karriere" bei der Anziehung nicht berücksichtigen, hast Du zwangsläufig viele Frauen dabei, die zwar auf der einen Seite gerne einen wertvollen Mann hätten, denen auf der anderen Seite aber alleine von der Menge her nicht genug Männer aus der Top-Region bereitstehen. Also werden Kompromisse eingegangen, was die Natur bei den unterschiedlichen Hormonen (vor dem Eisprung, nach dem Eisprung) durch die Wahl des Providers gut im Griff hat. Aber im Nachgang schauen dabei die Männer mit wenig Anziehung in die Röhre und dann schreiben sie hier "Aber ich habe doch alles richtig gemacht, war immer für sie da für die Kinder, hab ein haus gebaut...usw usw" oder man hat eben den aufregenden 6 nicht mehr oder gar keinen 6, denn der ist für die Traumbilder im Internet reserviert.
Ich geb Dir da absolut recht, was die "jungsfeindliche" Erziehung angeht (wenn ich schon im Kindergarten immer gehört hab: Jan-Hendrik, nicht den Pascal mit der Schippe hauen! Kommt mal beide her und redet über euren Konflikt"

wtf?). Echt übel, ich weiß aber auch nicht, wie das langfristig zu lösen wäre (mehr Erzieher braucht das Land

aber die, die Erzieher werden, sind dann meist auch nicht gerade die - öhm - männlichsten Vertreter ihrer Art).
Was die Mathematik angeht möchte ich gern noch mal reingrätschen. Viele Frauen haben keinen künstlich überhöhten Selbstwert, sondern einfach von Natur aus einen sehr hohen Selbstwert. Das hat sich geändert, denn es sind akademisch gebildete, attraktive Frauen, und die haben jedes Recht auf einen hohen Selbstwert. Früher war quasi jede Frau jedem Mann "unterlegen", weil sie meistens wirtschaftlich abhängig war von einem Mann. Daraus allein ergab sich ja schon das entsprechende Gefälle zugunsten des Mannes.
Das ist jetzt eben nicht mehr so, gleichzeitig aber ist bei sehr vielen Männern der Selbstwert immer weiter gesunken. Viele haben regelrecht Angst vor Frauen (habe ich gerade neulich noch eine Studie aus USA drüber gelesen - in gleicher Studie wurde übrigens auch festgestellt, dass besonders intelligente Frauen auch besonders schön sein müssen, damit sich Männer überhaupt für sie interessieren

kleine Randnotiz), fühlen sich selbst nicht mehr stark und mächtig genug - tja, und dann kann da ja nix laufen, wenn eine Frau, die sich selbst stark und unabhängig fühlt auf einen Mann trifft, der unbewusst Angst vor ihr hat, weil er sie nicht kontrollieren kann, und sich selbst für einen Schwächling hält
Und das Onlinedating verschlimmert das Problem, weil es viele Männer frustriert (siehe hier im Thread), während viele Frauen vom "Überangebot" erstmal erschlagen sind, dann aber rasch feststellen, dass sie das, was da so im Angebot ist, gar nicht wollen. Und dann sind sie ebenfalls frustriert, allerdings mit einem - wie Du sagst - künstlich erhöhten "Marktwert" (denn darum geht es ja letztlich beim Dating).