Zitat von Ema:
Ja. Ich denke auch, die haben irgendeinen Schuss.
Bei manchen ist es wohl ein bisschen so, wie Tempi schreibt: Die fühlen sich selbst unzulänglich und haben Angst, dass das bei einem Treffen rauskommt.
Vielleicht hässlich, vielleicht viel älter als angegeben, vielleicht keinen Job.
Was weiß ich.
Wäre kein Problem, wenn es nicht so auffallend viele wären.
Was ich tun kann, tue ich:
Ich lasse mich nicht mehr auf exzessive Schreiberei ein, die nur meine Zeit frisst.
Schon gar nicht in Richtung se xuelle Phantasien. Es gibt unglaublich viele Typen, die wollen - ausschließlich - CS, ohne das jedoch so zu kommunizieren. Die hoffen lediglich, auf die Art eine teure Hotline zu sparen.
Und ein paar Freaks fühlen sich vielleicht nichtmal wirklich unzulänglich.
Die leben einfach nur noch in einer virtuellen Welt, fühlen sich da wohl und wollen gar nicht da raus.
Ich kann dir absolut zustimmen, aber auch was das reale Leben betrifft. Auch hier ist "danke" Whatsapp für mich eine Regel klar - mit wem ich mich nie treffe, mit dem brauche ich nicht stundenlang herum tippen, das nervt, kostet Zeit und ist sinnfrei, das halte ich aber auch mit männlichen Freunden oder Bekannten so.
Über Portale habe ich es früher so gehandhabt, nicht zu ewig schreiben, es baut sich sonst ein virtuelles und häufig falsches Bild auf. Ich habe dann versucht ein Telefonat zu kriegen, scheiterte das - schreiben sinnfrei. Ich mag auch solche Sachen wie Skypen eigentlich nicht wirklich, weil das auch dazu verleitet: Hey lass skypen, das spart das Treffen. Es ist verlockend einfach und verlockend läuft es dann mal eben in eine falsche Richtung.
Es ist exakt wie Du schreibst - es gibt Leute, die wollen nicht aus ihrer virtuellen Welt raus, die wollen garkeine Behziehung, die wollen virtuelle Freunde für abends am PC. Ich habe da Männer wie Frauen kennengelernt.
Ich erinnere mich an ein Mädel, das damals allein erziehend war, ich war mitte 20, da ist man jetzt nicht zwingend an diese Zielgruppe gebunden und trotzdem habe ich mich für sie interessiert, trotz Kind (was sie immer betonte, dass das problematisch sei), ich fragte dann nach einem Treffen, sie wohnte eine ganze Ecke entfernt, das hat sie raus gezögert bis es nicht mehr ging, und irgendwann schrieb sie, sie habe eigentlich garkeine Zeit für ein persönliches Treffen, aber man könne doch so online was aufbauen? Ich dacht ich hör nicht recht und damals war das Online-Leben noch begrenzter als heute, allein weil es keine Smartphones gab in diesem Ausmaß. Ich mag mir nicht ausmalen, was diese Frau heute macht? Als Messie zugemüllt in der Bude mit 10.000 Kontakten über den Rechner? Ohje.