@frischgeföhnt
(leider off-topic hier, sorry!)
Er ist nicht verheiratet und hat auch keine Kinder, aber eine Freundin mit psychischer Erkrankung und daher seit Jahren kaum Sex. Und ja, auch sonst ist die Beziehung nicht wirklich "rund", natürlich nicht, aber das ist nicht mein Problem und dazu sage ich auch nichts, das muss er selbst wissen, wie er mit seinem Leben umgeht. Ich habe von Anfang an klargestellt, dass ich nur eine Affäre mit ihm möchte, mehr nicht, weil ich schon aus persönlichen Gründen (bin selber erst seit einem Jahr nach langer Ehe getrennt und habe eine halbwüchsige Tochter) gerade keine Beziehung will.
Und als er nach ein paar Monaten schon anfing davon zu reden, dass es ja nicht nur um Sex ginge (ging es auch nicht, klar, es war dann für mich gefühlt eher eine Art "Freundschaft+") und doch auch mehr aus uns werden könnte, habe ich direkt Einhalt geboten. Trotzdem wurde es immer drängender und mehr, es kam auch noch Eifersucht von seiner Seite dazu, dann habe ich die Reißleine gezogen und die Affäre beendet.
Mit Warmwechslern kann ich so gar nix anfangen

und als Sprungbrett tauge ich leider auch nicht. Und ich bekam dann auch noch ein sehr schlechtes Gewissen seiner Freundin gegenüber, als er sich auch emotional so verwickelt hat. Schließlich war es für mich anfangs so, da sie sowieso kein Interesse an Sex mit ihm hat, dass ich ihr ja nichts "wegnehme" (ja, ist doof, weiß ich, aber damit hab ich das anfangs noch gerechtfertigt mir selbst gegenüber), und da wir beide auch noch die gleichen etwas ausgefallenen Vorlieben haben, hat es s.uell einfach ganz wunderbar gepasst, die Anziehung war halt auch entsprechend groß.
Er bespricht nicht seine Probleme mit mir, schon gar nicht seine Beziehungsprobleme. Wir reden nur über uns, er fragt ab und an nach, was ich so mache, wie es mir geht, und wir reden über unsere Affäre und deren Ende. Und das finde ich ok. Ich stehe aber für alles weitere nicht zur Verfügung, solange er nicht für eine entsprechende Zeit "frei" ist. Und das weiß er auch (und auch, dass ich aber ganz sicher nicht "auf ihn warte" oder so was

ich bin ja nicht Dornröschen ...)
Man darf halt nicht alles im Leben schwarz und weiß sehen, denke ich. Ich fand es anfangs "vertretbar", dass jemand bei der Partnerin bleibt, weil diese krank ist und er sie nicht verlassen möchte, aber natürlich trotzdem auch Bedürfnisse hat, die in der Partnerschaft nicht mehr befriedigt werden (und dafür nicht in den Pu. gehen möchte, grob gesagt

. Und bei dieser Erkrankung fehlt es dann leider nicht nur am Sex, sondern auch an allem anderen, was eine Partnerschaft eigentlich ausmacht.
Meine ganz persönliche Moral geht jedenfalls dahin, dass ich niemandem etwas wegnehmen möchte, schon gleich gar nicht den Partner. Damit könnte ich nicht leben. Und selbst wenn er nun "die Liebe meines Lebens" gewesen wäre, hätte ich mich zurückgezogen in dem Moment, in dem er mehr gewollt hätte.