Zitat von Löwenzeh: Plump, pauschal und nicht ganz zutreffend hieße das:
Die Frau weint und hofft auf Verständnis und Trost.
Der Mann ist wütend und pocht auf seine Rechte (woran auch immer er Rechte zu haben glaubt).
Liebe Löwenzeh, ich überlege auch, dass es an der Sozialisation liegt.
Ich glaube sehr, dass es auch einen Unterschied zwischen den Generationen ist.
Natürlich gibt es nicht die Männer und die Frauen. Als Masse an sich. Denn alle sind ja Individuen.
Ich habe momentan den Eindruck, dass es schon einen Unterschied zwischen den Generationen gibt. Also Männer ab 40 sind schon sehr viel kooperativer sozialisiert, dort natürlich nicht alle.
Und sie konnten durch die wirtschaftlich unsichere Lage möglicherweise auch nicht so viel Vermögen anhäufen.
Aber als Generation an sich denke ich schon, dass das gekränkte Ego stark mit hinein spielt.
Bei Männern ab 55 könnte ich mir vorstellen, dass es eher noch auch eine Art Besitzdenken ist, das ihnen durch das Männlichkeitsbild eingegeben wurde, welches ihnen damals in ihrer Sozialisation vertreten wurde.
also, sowas wie „Herr des Hauses“ oder „Herr des Tisches“, „Oberhaupt der Familie“.
Auf jeden Fall oben sein, Chef, Oberer Herr .
Und natürlich hatte er beim anschneiden der Torte bei der Hochzeit, die Hand auch auf der Hand der Frau, also obendrauf.
(das kann ich natürlich nicht für alle sagen, denn ich hab ja nur einmal geheiratet
🫢)
Peter Dogs ist lang erfahrener Therapeut, er wird mit Sicherheit eine Ahnung haben, wie das ein Großteil der Männer sieht, wenn die Frau sich trennt.
Dass es dann durchaus um die finanzielle Komponente geht, denn Geld ist gleichzusetzen mit sozialem Ansehen.
Mit der Möglichkeit handlungsfähig zu sein und sein Leben selbst zu bestimmen.
Dass dieses bei einer Trennung dann auseinander dividiert wird, oder sozusagen aufgeteilt werden sollte, wird sicherlich nicht bei jedem Mann auf Gegenliebe stoßen.
Vor allem, wenn die Frau sich trennt und sozusagen das Beziehungskonstrukt damit der letzten 20 Jahre, somit auch IHN, infrage stellt.