Zitat von La-Fleur:Das kann sein, wenn aber zb. der "Schädling" die heutige Generation ist und der Schaden Nehmende aus der davor besteht, kann ich dem nicht ganz so folgen..
"Schädling"? Ne, der "Schädling" kommt aus grauer Vorzeit und wurde ja über die "traumatischen Erlebnisse" (klingt jetzt theatralisch, ist aber eher sachlich gemeint) weitergegeben. Zum Beispiel gibt es noch etliche Leute, die Sachen horten, weil ihre Eltern und deren Großeltern das gemacht haben. Das u.a. deshalb, weil's ja mal "schlechte Zeiten" geben könnte. Da wird dann nicht eine Dose Ravioli gekauft, sondern direkt zehn.
Bei Omis, die verstorben sind, findet man dann häufig im Keller so an die 9 Packungen Lux-Seife und 7 Mal Hansen Rum. Könnt ja mal was passieren. Und genau sowas ist z.B. so ein "vererbtes" Trauma. Und bis diese Sachen raus sind, dauert's halt seine Zeit. Das ist auch auf Beziehungen übertragbar.
Wenn man immer nur mit "Disziplin" gemaßregelt wurde und sich das durch die gesamte Familie zieht, ist es eben nicht unwahrscheinlich exakt auf diese "Gangart" erneut herein zu fallen, weil ja geglaubt wird, dass diese Form der "Liebe", die Richtige sei. Aus der Nummer dann rauszukommen, wird auch unglaublich schwer, weil Mann/Frau direkt skeptisch werden, wenn's mal nicht so läuft, wie sie's kennen (aka jmd. ist NUR nett). Deshalb projizieren doch auch so viele online. Gut zu sehen bei erzkonservativen Amis, die sich immer sagen: "Jeder hat Dreck am Stecken, sollen mal alle nicht so scheinheilig tun." Die würden es selbst so machen und können nicht verstehen, dass es Leute gibt, die einfach nicht nach ihrem Gusto "Me first" leben.