Zitat von Kaetzchen:Das ist leider das, was ich bei den Freunden meiner Tochter erlebe, und ich finde es fürchterlich, welchen Stellenwert 6 heutzutage bei Jugendlichen hat (und das sage ich, die nun selbst nicht gerade eine christliche Einstellung dazu hat
Ich würde sogar soweit gehen, dass ich den Eindruck habe, dass die Leute schon gar nicht mehr wissen wie man eine stabile Partnerschaft aufbaut.
Und da finde ich christliche Richtlinien eben schon gut, wo es eben erst mal darum geht einen potentiellen Partner wirklich kennen zu lernen bevor man intim wird. Halt zunächst eine Freundschaft aufbaut, sich trifft alleine aber auch mit anderen.
Und - so kenne ich das zumindest - wenn du einen Menschen recht gut kennen gelernt hast und merkst, dass es zwischenmenschlich super passt, dann habe ich noch nie erlebt, dass der 6 dann mies war. Je länger man dann zusammen ist, desto experimentierfreudiger wird auch das 6ualleben, aber eben auf der Basis einer funktionierenden Beziehung mit Vertrauen und Zukunft.
Die Beziehung steht im Zentrum, dass man sich auf den anderen verlassen kann, Vertrauen und nicht die 6ualität und der Rest ergibt sich dann eventuell oder dann auch in vielen Fällen nicht.
Aber 6ualität wird immer mehr nicht als Sahnehäubchen gesehen sondern als eine Art Genussmittel und wie bei jedem Genussmittel ist es dann auch nicht mehr weit zu Suchtstrukturen.
Wenn das dann süchtige oder sonstwie kranke Auswüchse bekommt, dann trifft man so Leute zu Hauf im onlinedating, wo man quasi schon davon ausgehen muss, dass man belogen und hintergangen wird.
Aber ohne Vertrauen gibt es halt auch keine gesunde Beziehung, ganz einfach.
Aus dem Grund habe ich weder Affairen, noch ONS, noch Freundschaften + (das finde ich schon als Bezeichnung total krank) und ab dem 2. Date date ich exklusiv auch ohne dass ich mir das irgendwie vornehmen muss.
Denn wie soll denn was festes entstehen, wenn ich durch weitere Kontakte emotional oder 6uell gebunden bin? Mal davon abgesehen, dass der andere das ohnehin merkt, weil du dann automatisch nicht wirklich offen kommunizierst und dich in unglaubwürdigen Ausreden verstrickst.
Oder dass alle immer Fairness erwarten (allerdings nur wenn sie Feuer und Flamme sind) gleichzeitig aber Leute, die sie nur mäßig interessant finden, wie den letzten Dreck behandeln, mit leeren Versprechungen hinhalten und sich dann wundern, wenn die irgendwann pampig werden.
Die langjährigen oder gar lebenslangen guten Beziehungen, die ich kenne/kannte liefen im Grunde alle gleich ab:
Man hat sich kennen gelernt und nach einer freundschaftlichen Phase meist in einem gemeinsamen Freundeskreis oder sonstigen sozialen Umfeld war man fest zusammen.
Weil beide das wirklich und zu 100% wollten. Aber diese 100% kamen nicht alleine durch die Schmetterlinge im Bauch, sondern auch weil es einfach passte, hinsichtlich Lebenszielen, Werten etc. Und man hat sich füreinander entschieden. Das ist es halt auch eine Entscheidung.
Könnt jetzt noch ewig weiter labern... aber ich lasse es mal