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Wenn Männer durchdrehen

hahawi
Zitat von Luk:
Also mal ernsthaft @hahawi , ich verstehe nicht ganz, warum du so viel Spaß daran hast oder es dich so fasziniert, Artikel rauszusuchen, in denen Männer schlechtgemacht werden.

Warum gehst Du davon aus, und nicht nur du, dass es meine Intention ist, Männer schlecht zu machen.
Das ist nämlich nicht der Fall.
Im Idealfall ginge es mir sogar darum, uns besser zu machen.
Es tut mir leid, es Dir so direkt zu sagen, aber ja, ich gehe davon aus, dass Männer in bestimmten Situationen, dazu tendieren, Probleme, vor allem mit Frauen, nicht gewaltfrei lösen zu können.
Und ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass sie auch in den meisten Fällen die Verursacher dieser Probleme sind.

Zitat von Luk:
Ich bleib dabei, dass es keine Geschlechtsfrage, sondern eine Charakterfrage ist. Wären Frauen körperlich so stark wie Männer und hätten Frauen in der Geschichte genauso viel Macht wie Männer gehabt, dann hätten wir bei den Tyrannen und Mördern auch 50% Frauen.

Ich habe nirgendwo behauptet, dass nur Männer gewalttätig sind.
Allerdings möchte ich als Mann wissen, wo bei Männern das Problem ist.
No less, no more.

Zitat von Luk:
du nicht nur Männer abwerten willst,

Ich bin ein Mann und ich fühle mich durch meine Fragestellung nicht abgewertet.
Ich fühle mich dann als Mann abgewertet, wenn Männer nicht in der Lage sind, Konflikte gewaltfrei und respektvoll zu lösen.
Und ich nehme mich da nicht aus.
Ich weiss, dass einiges, was ich innerhalb von Beziehungen gemacht habe, wenn auch nicht mit körperlicher Gewalt verbunden, so dennoch übergriffig war.
Ich war mit 20, 30 sicher wesentlich unbedachter als ich es heute bin.

x 2 #3016


Z
Zitat von hahawi:
Ich habe nirgendwo behauptet, dass nur Männer gewalttätig sind.
Allerdings möchte ich als Mann wissen, wo bei Männern das Problem ist.
No less, no more.


@hahawi
Haben wir das in deinen Augen noch nicht ausreichend beleuchtet?
Das heißt, es geht dir nicht nur um die Männer, die sogenannte "Beziehungstaten" verüben, sondern es geht dir auch darum, warum Männer gewalttätig werden und übergriffig?

x 1 #3017


A


Wenn Männer durchdrehen

x 3


hahawi
Zitat von Zugaste:
Das heißt, es geht dir nicht nur um die Männer, die sogenannte "Beziehungstaten" verüben, sondern es geht dir auch darum, warum Männer gewalttätig werden und übergriffig?

Ich denke, dass es da durchaus relevante Zusammenhänge gibt.
Siehe den Artikel aus der FAZ, den ich heute hier eingestellt habe.

#3018


S
fun fact, wenn man männliche Tiere daran hindern möchte, sich wie aggressive jerks aufzuführen, kastriert man sie. Dann sind die lammfromm.
Hat sich aber in der Herrenhaltung noch nicht durchgesetzt.

x 2 #3019


hahawi
Zitat von Summertime:
kastriert man sie. Dann sind die lammfromm.


Naja, da das Testosteron ja beim Mann, wie der Name schon sagt, in den Testikeln produziert wird, ist das nur konsequent.
Quasi Schnipp-Schnapp und lieb ist er.
Und die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann mehr von ihm gibt, die tendiert auch gegen Null.

x 1 #3020


S
meiner Erfahrung bezieht sich das nur auf Rüden und Hengste und Hähne "hier komm ich - geht alle weg - wo sind meine zu befruchtenden Weibchen" aber gilt bei domestizierten Tieren genau wie bei Wildtieren

Wenn mir irgendjemand erzählt, wir sind in der Hinsicht weiter entwickelt, als Tiere, dann frage ich mich, warum sich Menschen bzw Paare mit aller Gewalt fortpflanzen wollen auf einem Planeten, der längst genug von Menschen überbevölkert ist.

Instinkte
Und das geht dann einher mit territorialem Gegrunze, der Nachbar dreht durch, weil Kirschenzweige vom anderen über seinem Grundstück hängen etc. pp

Darwin lässt grüßen

x 1 #3021


hahawi
Zitat von Summertime:
frage ich mich, warum sich Menschen bzw Paare mit aller Gewalt fortpflanzen wollen auf einem Planeten, der längst genug von Menschen überbevölkert ist.

Es ist die Suche nach der Unsterblichkeit.
Man denkt, irgendetwas von einem selbst lebt in den Kindern weiter.
Was ja auch zum Teil stimmt, wenn ich an die ganzen Neurosen und Traumata denke, die Kinder oft von ihren Eltern ankriegen.

#3022


S
ja, das ist stark verankert.
Weitreichend bemerkbar. Die eigenen Kinder interessieren im besten Fall die Eltern, die dafür aber brennend, und die nahen Verwandten, ansonsten sind sie - auch wenn viele Eltern das nicht wahrhaben möchten - für alle anderen völlig uninteressant. Selbst für die Lehrer

Katzen retten ihre Jungen aus einem brennenden Haus, kommen halbtot verbrannt da raus und haben die Kitten ja eh nur nur ein paar Wochen für sich bis die ihrer eigenen Wege gehen, was ne ursprüngliche urstarke Macht hat sich die Natur da ausgedacht.
Ich wette sie bereut das mittlerweile Smile
Falls jemand die "Reise der Pinguine" kennt - was eine Maloche um die Brut groß zu ziehen

Und ja, um die Kurve zum Thema zu bekommen, auch bei den Menschen gibt es natürlich bei den Kindesmorden die höchste Zahl an ermordeten "Stiefkindern" von den Herren. Geht ja auch nich an und wäre auch in der freien Wildbahn nicht möglich.
Nebenbei, Ammenstuten, deren Fohlen ggf. bei der Geburt gestorben ist und die ein Ammenfohlen bekommen, werden zum großen Teil hochdosiert hormonell bearbeitet, damit die das trinken lassen. Ansonsten interessiert die das süße kleine Fohlen null.
Also, auch die weibliche Fraktion ist da nich ohne

x 1 #3023


Ricky
Zitat von Summertime:
meiner Erfahrung bezieht sich das nur auf Rüden und Hengste und Hähne "hier komm ich - geht alle weg - wo sind meine zu befruchtenden Weibchen" aber gilt bei domestizierten Tieren genau wie bei Wildtieren

Wenn mir irgendjemand erzählt, wir sind in der Hinsicht weiter entwickelt, als Tiere, dann frage ich mich, warum sich Menschen bzw Paare mit aller Gewalt fortpflanzen wollen auf einem Planeten, der längst genug von Menschen überbevölkert ist.

Instinkte
Und das geht dann einher mit territorialem Gegrunze, der Nachbar dreht durch, weil Kirschenzweige vom anderen über seinem Grundstück hängen etc. pp

Darwin lässt grüßen


Äh, wollen sie doch gar nicht? Warum jammern denn alle über die stetig zurückgehenden Geburtenraten? Und wo sind die am Höchsten? Gerade der Wohlstand der westlichen Welt und die damit einhergehenden "Verpflichtungen" sind ja dafür prädestiniert weniger Kinder zu bekommen.

Das will man aber nirgends hören. Ist ja auch klar, weil das im Kapitalismus nämlich nicht passt. Denn wie will man den Wohlstand denn oben halten, wenn plötzlich nur noch Dreiviertel oder gar die Hälfte an Leuten da ist?

Was das Gegrunze angeht: Ja, dem stimme ich ein stückweit zu, wobei ich das territoriale auch nicht so sehr auf Instinkte lege, sondern auch auf sozial ergründetes.

#3024


S
Beispiel:
Mutter ist dominant und emotional kalt.
Unterdrückt das Kind und setzt es wiederkehrend intensiven Ohnmachserfahrungen aus.
In der Folge werden Machtausübungen von außen als heftige Bedrohung wahrgenommen.

Das kann sogar der Kirschzweig sein.

Ich wünsche mir, dass die Menschen, die eine schwierige Kindheit hinter sich haben, dass alles ganz genau verstehen.
Denn nur dann geben Sie die Folgen nicht weiter an die nächste Generation.

x 2 #3025


S
Zitat von Ricky:
Das will man aber nirgends hören. Ist ja auch klar, weil das im Kapitalismus nämlich nicht passt. Denn wie will man den Wohlstand denn oben halten, wenn plötzlich nur noch Dreiviertel oder gar die Hälfte an Leuten da ist?


ich weiß nich wo Du lebst, aber wir hier brauchen das nicht hören, wir sehen das jeden Tag wenn es um ausgebildete Arbeitskräfte geht - Das sieht jeder, wir müssen. Da muss ein Umdenken stattfinden ... "made in Germany" ist ja nun eh schon Geschichte

nebenbei, die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt, sie wird uns auch überleben - aber Deutschland, nope, denke nich

#3026


Plentysweet
Zitat von Sohnemann:
Ich wünsche mir, dass die Menschen, die eine schwierige Kindheit hinter sich haben, dass alles ganz genau verstehen.

Das wäre sehr wünschenswert, ja. Nun kannst Du aber leider nicht alle fortpflanzungsfähigen Erwachsenen, die Schlimmes hinter sich haben, therapieren. Denn mit dem bloßen Verstehen ist es nicht getan. Es müsste die Geschichte der Betroffenen aufgearbeitet werden, alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze abgelegt und ausgetauscht und Neue angelegt werden. Das sind mitunter langwierige therapeutische Prozesse.

x 3 #3027


Z
Zitat von hahawi:
Ich denke, dass es da durchaus relevante Zusammenhänge gibt.
Siehe den Artikel aus der FAZ, den ich heute hier eingestellt habe.


Ich glaube, dass man bei diesen Täterprofilen sehr vorsichtig sein sollte.
Ich glaube, dass ein Amokläufer, der innerhalb von ein paar Stunden über 50 Menschen tötet aus anderen Gründen handelt, als ein Mann der seine Frau tötet, die ihn verlassen will oder hat.

Ich möchte dir nicht zu Nahe treten @hahawi aber ich verstehe nicht, warum dich das Thema so packt oder triggert.

Du schreibst, dass auch du in jungen Jahren übergriffig warst. Hast du dir das denn verziehen oder kannst verstehen, warum dir das passiert ist?

Menschen machen Fehler. Wichtig ist eben, dass man das merkt und Verantwortung übernimmt.

Aber Leben auslöschen steht da natürlich auf einem anderen Blatt und das ist dann auch kein Fehler mehr, das ist dann ein Verbrechen.

x 3 #3028


S
Zitat von Plentysweet:
Das wäre sehr wünschenswert, ja. Nun kannst Du aber leider nicht alle fortpflanzungsfähigen Erwachsenen, die Schlimmes hinter sich haben, therapieren. Denn mit dem bloßen Verstehen ist es nicht getan. Es müsste die Geschichte der Betroffenen aufgearbeitet werden, alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze abgelegt und ausgetauscht und Neue angelegt werden. Das sind mitunter langwierige therapeutische Prozesse.


Ist schon klar.
Wenn man das zusammen mit dem von mir geforderten Grundrecht auf eine Liebende Beziehungsperson für jedes Kind von 0 bis fünf Jahre umsetzt, könnte sich innerhalb von 200-300 Jahren einiges tun

Allerdings würde das Volk, Das nicht mitmacht, einen hören Anteil an Psychopathen haben und damit aggressiver sein und die anderen Völker angreifen.

Alles nicht so leicht

x 1 #3029


hahawi
Zitat von Zugaste:
Hast du dir das denn verziehen oder kannst verstehen, warum dir das passiert ist?

Ja, das ist geklärt und gegessen.
Damals schon.

Ich weiss nicht, ob Triggern der richtige ausdruck ist.
Mich hat diese Irrsinnstat in Kitzbühel sehr beschäftigt.
Was bringt einen Mann dazu, sich eine Glock zu schnappen und 5 Menschen über den Haufen zu schiessen.
Einfach deshalb, weil ihn die Frau verlassen hat und kein Interesse mehr an ihm hatte.
Und keine Affekttat.
Der Mann ist nach Hause gefahren, hat die Pistole aus dem Safe des Bruders genommen und ist zum Haus seiner Ex gefahren.
Dort hat er, wenn man der Polizei glauben kann, was ich tue, sehr gezielt die tödlichen Schüsse abgefeuert.
Und das ist genau so wenig ein Amoklauf, wie die gezielten Tötungen von Menschen bei Charlie Hebdo oder auf Utoya.

x 1 #3030


A


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