Zitat:Ich kann dich ja nicht leiden, weil du oft fies bist und gemein.
Aber was du über Männer schreibst ist einfach schön und bunt und sehr Lustig

@Sohnemann
@plentysweet
Zitat:Huhu @Sohnemann
Gibts Dich auch noch ?
er dekoriert seit Tagen alles mit rosa Sternenstaub für seine 3 Töchter und fällt beim Weihnachtsshoppen in den Girlygeschäften auf

Finde es immer hinreißend deplazierte Männer beim Shoppen zu sehen!
Werde nie vergessen, wie ich mal einen Prof. von uns bei H&M im Damenflitterbereich stehen sah. Er wirkte so, als fühle er sich sehr unbehaglich

Dann sah ich in seiner Nähe sein Weibchen.
Zu süß wenn Männer aus Zuneigung so etwas über sich ergehen lassen höhö. Ich nehme meine nie mit weil sie eine Stimmungsbremse sind und ich mir das blinde "Du hast doch schon ein schwarzes Kleid!" ersparen möchte. Keiner einzigen Frau müsste man je erklären, dass es sehr große Unterschiede bei 10 schwarzen Kleidern gibt. Der Schnitt, Stoff usw.
Zitat:"Ich muß mit meinen Gefühlen nichts erreichen- ich hab sie einfach."
ja, die Gefühle allein sind oftmals schon ein Geschenk und man muss gar nichts draus machen, aber bei mir steht das Handeln generell sehr weit im Hintergrund und ich muss mehr umsetzen von dem, was in mir vorgeht.
Interessanterweise steht das auch in meinem Horoskop (meine nicht das Tageshoroskop in der Mopo

). Immer der gleiche Tenor: Ideenreichtum, keine Umsetzung, keine Tat. Damit tue ich mich sehr schwer.
Schon men Kunstlehrer zu Abizeiten schrie mich sogar öfter an "MACHEN Ysa!" wie ein Bekloppter. Damals verstand ich aber noch gar nicht, was er von mir wollte.
Als ich mir enen mächtigen Tritt gab und endlich anfing zu studieren, fand ich am 1. Unitag ein Sticker, auf den nur stand "Machen!" Mir reichen oft schon die Ideen und Gefühle. Es macht mich satt, aber so kommt eben nichts in die Gänge.
@Zugaste
Zitat:Was ich sehr, sehr bewundernswert finde ist, dass du trotz deiner negativen Erfahrungen mit einigen Männern trotzdem nicht pauschalisierst und keine Angst vor Männern hast.
danke schön

Glaube, dass das viele Gründe hat: grundsätzlich positive Einstellung, Basiserfahrungen mit Männern waren sehr gut, einfach zu viel Freude, Schönes mit Männern erlebt (meine Erfahrung: sie helfen öfter, als dass sie angreifen, oder ähnliches), und dann wird`s philosophisch: ich denke generell, dass es nicht nur gilt, positive Erfahrungen zu machen. Warum sollte es so sein? Womit ich auf keinen Fall ausdrücken möchte, dass alle bitte mal Angst und Schrecken erleben sollten. Nein, nein, aber ich hatte nie die Einstellung, dass das Leben nur leicht, schön, angenehm sein solle.
Ich sehe gar nicht ein, dass ich von einigen Spackos auf alle anderen schließen sollte.
Bei uns Daheim habe ich mich z.B. als Kind und Teenie meistens eher zu den Männern geflüchtet weil mir die Frauen zu übergschnappt waren.
Wie ist es bei Dir? Hast Du Angst vor Männern?
Zitat:Und ich weiß nicht, warum das bei dir so ist, aber bei mir ist es so, dass ich versuche, auch immer den Wert einer Erfahrung von verschiedenen Seiten zu beleuchten und ich dann denke: so kagge die Erfahrung war, aber das war supi zu erleben, obwohl ich wirklich noch nie richtig Opfer war. Da will ich jetzt das, was ich bisher erlebt habe mit gewalttätigen Übergriffen auch überhaupt nicht gleich setzten.
ja!

Bei mir läuft das ganz automatisch. Heißt, ich erdichte mir dann nichts gutes/sinnvolles dazu, damit es erträglicher wird, sondern empfinde es einfach so.
Und es ist ja echt oft so, dass aus sehr Schwerem später etwas Gutes entsteht. Könnte zahllose Dinge aufzählen.
Zitat:Als dieser Typ die andere Frau und mich belästigt hat und ich hatte echt ziemlich heftige Angst, ist aber auch was Tolles passiert. Der Typ hatte gar keine Chance, weil wir beide Frauen super zusammen gehalten haben, uns gegenseitig unterstützt haben und auch beschützt. Das war eine tolle Erfahrung für mich. Ich glaube, wenn Eine von uns die Flucht ergriffen hätte, wäre es für die Andere echt super schwer gewesen, da unbeschadet rauszukommen.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass man nur so solchen Tätern die Stirn bieten kann: indem wir untereinander auf uns acht geben, zusammen halten, auf uns aufpassen.

Ja, so etwas z.B. ist doch eine wundervolle Erfahrung!
Ich machte in diesem Kontext auch eine wichtige Erfahrung, die ich nie vergessen werde: eine Freundin und ich wurden nachts mit einem Messer bedroht (ich hatte es im Rücken) und ich folgte wie ein Opferlamm den Aufforderungen des Irren Richtung Busch zu gehen. Damals lag meine Wehrhaftigkeit bei 0.
Meine Freundin war mein Gegenteil, auch so im Alltag. Sie kam gar nicht auf die Idee, sich nicht zu wehren oder sich in der Angst zu verlieren, riss sich trotzdem los, zog mich mit und rannte auf die nächste Straße, wo sie laut brüllte, bis ein Auto anhielt.
Ihr ganzes Verhalten war mir ein wichtiges Vorbild.
Ein anderes Mal war es noch bedrohlicher: ich nahm die berüchtigte Abkürzung durch einen winzigen Park und schwups wurde mein Mund zugehalten und ich in einen Busch gezogen und begrapscht. Der Mann war riesig, im Wahn und hochaggro und ich dachte: kaum zu fassen, dass ich durch eine kurze Leichtsinnigkeit jetzt dran glauben soll. Und ich dachte: hoffentlich vergewaltigt er mich "nur". Ich wollte ihn zutexten, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen, hatte aber ja den Mund zugehalten und der Typ war voller Hass, nahm mich nicht wahr.
Es mag irre klingen, aber mit einem Mal war ich ruhig, wie in Trance und fühlte mich wie geführt. Jedenfalls habe ich liebevoll körperlich Kontakt zu ihm aufgenommen, ihn vielleicht gestreichelt oder so. Ich weiß es nicht mehr genau. Das irritierte ihn sehr weil er natürlich ein angsterfülltes Opfer wollte. So löste er seine Hand von meinem Mund und ich redete mit ihm. Was ich sagte, weiß ich auch nicht mehr. Aber es war ungewöhnlich, gewiss kein- bitte tue das nicht usw. Ich redete liebevoll über ihn und dann kippte es völlig: er war so berührt, dass er tief traurig wurde und wie verrückt auf mich einredete, was er alles erlitten hat, wie böse doch die Frauen seien usw. In genau dem Moment spürte ich erst meine ganze irre Angst und fing an zu schauspielern, obwohl ich auch echtes Mitgefühl für ihn hatte. Aber meine Sorge um mich war natürlich größer

Also sagte ich alles, von dem ich annahm, dass er es hören wollte und Bingo! Mit einem Mal war er so angetan von mir, bat mich viele Male um Verzeihung und fragte mich, ob ich einen Freund habe

Ich sagte ihm, dass auch ich ganz angetan von ihm sei

, aber verheiratet sei. Welch Glück, dass ich an jenem Abend einen Ring trug. Er war daraufhin noch beeindruckter weil es ihm zeigte, dass es auch noch treue Frauen gibt

Dann erzählte er mir, wie gefährlich es für Frauen sei, Nachts allein herum zu ziehen, viele Irre seien unterwegs und er wolle mich Heim bringen

Ich wimmelte ihn mit der Begründung ab, dass mein Mann durchdrehe, wenn er mich mit einem anderen Mann sieht. Und Tschüß. Danach erst klappte ich Zuhause zusammen.
Diese Erfahrung habe ich nun echt nicht gebraucht, aber im nachhinein berührte sie mich doch. Diese ganze Verzweiflung zu sehen, die jemanden zu solch einer Tat treiben kann. Und diese irre Dynamik zwischen uns war auch vollkommen verrückt.
Und es ist faszinierend für mich, dass, wenn wir Glück haben, in lebensbedrohlichen Momenten ein Notprogramm in uns abläuft, auf das die Ratio gar keinen Zugriff hat.
Kann kaum glauben, dass ich das echt erlebt habe, so irreal wirkt es auf mich.
Trotz all solchen Erlebnissen habe ich im Alltag gar keine Angst vor Männern, nur vor einzelnen Irren, die man meistens schon an der Ausstrahlung erkennt.
Amen
