Zitat von Tulpenmädchen:Wo ist dieses Gefühl hin? Weg! Und vor allem seit wann? Wann habe ich zuletzt diese Zufriedenheit gespürt? Ich kann es nicht sagen.
Die Oma von Nochmann hat alleine in ihrer Wohnung gelebt, eigentlich die meiste Zeit ihres Lebens- als alleinerziehende Mutter, weil kurz nach der Hochzeit ihr Mann in Russland gefallen/vermisst war. Auch ein herbes Schicksal.
Was ich an ihr bewundert habe, war die Art, wie sie alleine ihre Mahlzeiten einnahm. Platzdeckchen, Kerze, Blümchen, Tischgebet, Marmelade hübsch im Extraschälchen , Besteck immer fein, immer gekocht.
Nicht wie Frau hatdazugelernt, die seit dem Auszug ihrer Kinder sehr oft einfach einen Toast an die Küchenspüle gelehnt mümmelt oder am WE mit Netflix im Bett frühstückt ( Tasskaff mit nix dazu) und wie oft einfach vergisst einzukaufen nach der Arbeit. Für die kids damals war natürlich der Kühlschrank voll. Und der Tisch nett gedeckt.
Ist bisschen so, als würde man zu sich selbst sagen- oh boah, also für dich mach ich keine Umstände, altes Haus.
Ich glaube, sich selbst gut zu behandeln will gelernt sein. Und schafft Zufriedenheit. Ich lerne es gerade.
Der langen Rede schnöder Sinn- es macht sehr oft kein anderer. Nett zu einem zu sein. Liebevoll. Auch in einer Beziehung nicht immer . Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch lieber mit einem Menschen zusammen bin, der mit sich selbst gut umgeht und auch gerne mal alleine ist.
Und Mamas scheinen das manchmal bisschen verlernt zu haben.
Vielleicht ist jetzt die Zeit, wo du das für dich entdecken könntest?