Habe jetzt erst gelesen was noch alles geschrieben wurde hier. Danke erstmal für die zahlreichen Beiträge. Ich versuche mal aus dem stehgreif auf das eine oder andere einzugehen, denn leider beherrsche ich hier das mit dem zitieren irgendwie nicht
Ich sage ja auch nicht, dass es mir leicht fällt, mich auf F+ umzustellen. Natürlich fällt es mir schwer, da ich sowas vorher nie erlebt habe und da war eben Bindung oder eben nicht...nun ist es so, dass man (ich) auf einen Menschen trifft, der einem trotz allem ans Herz geht. Und nein, nicht wegen dem guten Sex, das habe ich nur als Bonbon gesehen. Nein...ans Herz ging bzw geht er mir einfach mit seiner Art. Sein Lachen, seine Fröhlichkeit, seine Gabe für etwas "zu brennen" (sein Hobby) und seine Leidenschaft ans Leben. Er ist ein Mensch, der mich damit mitgerissen hat als ich ganz unten war. Der mich damit, zwar unbewusst von seiner Seite aus, aufgebaut hat und mir wieder irgendwie Sinn für etwas gegeben hat. Selbst wenn er schlechte Laune hat ist er dabei noch für mich irgendwie lustig, weil er sich dann wie ein kleiner Junge verhält...und diesen Menschen einfach "gehen" zu lassen (und gehen will er ja nicht mal, und wir hatten auch schon Treffen ohne S. also geht's ihm nicht nur darum) bekomme ich nicht hin. Ich bin ihm zum einen dankbar und zum anderen genieße ich auch unsere Momente sehr...und ich glaube wenn ich diese Momente nicht mehr habe, bin ich wieder genau da, wo ich war als ich ihn kennenlernte - ganz unten.
Und ich weiß jetzt nicht mehr wer von euch es war, aber doch, er ist sogar der klassische Beziehungsängstler. Das bestätigte mir auch mein Therapeut. Ich weiß ja mittlerweile, das ICH das in Person nicht ändern, nicht heilen kann. Das war schwer für mich das zu akzeptieren. Aber...ich kann IHN ja mit dieser Angst lernen zu nehmen wie er ist. Ich gebe euch Recht, wenn ihr sagt, dass die Gefahr da ist, daran kaputt zu gehen. Das will ich ja auch nicht. Deswegen suche ich nach Lösungsansätzen, bei denen es mir und auch ihm gut geht. Andere Sichtweisen. Nicht nur hü oder heiß, nicht nur schwarz oder weiß...es muss doch einen Mittelweg geben.
Ohne ihn jetzt psychologisch analysieren zu wollen (ich bin ja auch kein Psychologe

), aber er ist super gut in Selbstverletzung. Er ist kein Ritzer, das meine ich nicht. Nein er verletzt sich auf psychischer Ebene selbst und das trotz und vielleicht auch weil dieser offenen gelebten Fröhlichkeit. Er geht über Grenzen, erlaubt sich keine Genesung, erlaubt sich keine Gesundheit, erlaubt sich keine Gefühle... und oft habe ich schon erlebt, dass er mir weinend in den Armen lag. Weil er einfach nicht über seinen Schatten springen kann. Er hatte eine Phase, sooo lange ist das noch nicht her, da zeigte er mir Gefühle. Gefühle für mich, zwar auf seiner bäuerlichen Art, aber es war schön....was folgte war der Rückzug seinerseits. Er verzieh sich nicht, mir das gezeigt zu haben, nein er setzte einen drauf und bestritt dass das Gefühle waren. Jedoch konnte ich sehen, wie schlecht es ihm dabei ging....
Könnt ihr verstehen, dass mir dieser Mensch, der mir so ans Herz gewachsen ist, leid tut? Und nein, Mitleid ist keine Basis. Die Basis ist für mich auch etwas anderes. Aber ich habe das Gefühl, wenn ich nicht mehr an ihn glaube. Dann tut das keiner mehr. Und ich hatte durchweg das Gefühl, selbst heute noch, dass es ihm gut tut, dass ich an ihn glaube und ihn nicht komplett aufgegeben habe. Erschwerend kommt hinzu, dass zwei enge Freunde von ihm meines Erachtens ihn darin bekräftigen, lieber allein zu bleiben - mit Verlaub, ich finde das geschieht aus dem eigenen Egoismus heraus, denn wäre er nicht mehr allein, würden sie vielleicht ihren verlässlichen Party und Saufkumpanen "verlieren"...Gut, dagegen kann ich nichts ausrichten. Das kann nur er allein mal gefiltert bekommen.
So ich hoffe ich hab nichts vergessen, sonst tretet mir auf den Fuß
